Katze pinkelt überall hin

Du bist verzweifelt, weil deine Katze immer wieder in die Wohnung pinkelt. Was ist los mit der Katze? Hier findest du Lösungen für die Unsauberkeit.

Pinkeln Katzen aus Protest überall hin?

Wenn deine Katze in die Wohnung pinkelt, will sie dich damit weder ärgern noch protestieren. Katzen sind nicht so veranlagt. Pinkelt eine Katze nicht ins Katzenklo sondern überall hin, ist sie in Not oder krank.

Um den Grund dafür herauszufinden, müssen wir drei Fragen klären:

1. Gibt es gesundheitliche Probleme?

2. Uriniert oder markiert die Katze?

3. Hat die Katze Sorgen?

Katze pinkelt überall hin: Gesundheitliche Probleme ausschließen

Uriniert deine Katze mit einem Mal nicht mehr ins Katzenklo, liegt oft ein gesundheitliches Problem vor, z.B. Blasenentzündung. Obwohl man als Katzenhalter seine Katze sehr gut kennt, bemerkt man eine Erkrankung trotzdem nicht. Denn wenn eine Katze krank ist oder Schmerzen hat, verheimlicht sie das. Grund dafür ist ein alter Instinkt. In freier Natur sind geschwächte Katzen eine leichte Beute. Also verbergen sie Erkrankungen.

Auch wenn deine Katze einen gesunden Eindruck macht, gehe trotzdem zum Tierarzt. Mir ist es schon selbst passiert, dass ich eine Blasenentzündung meiner Katze nicht bemerkt habe. Weil Katzen so tapfer sind.

Katzen haben nicht viele Kommunikations-Möglichkeiten, schlechtes Befinden mitzuteilen. Pinkelt sie überall hin, liegt aus Katzensicht etwas Schlimmes vor. Zum Beispiel Schmerzen.

Katzen meiden übrigens oft Orte, an denen sie Schmerzen hatten. Leidet deine Katze z.B. an einer Blasenentzündung und hat beim Pinkeln Schmerzen, meidet sie das Katzenklo und pinkelt an andere Orte. In der Hoffnung, dass der Schmerz nicht mehr zurückkommt.

Schmerzen beim Pinkeln können beispielsweise folgende Krankheiten verursachen:

Blasenenerkrankungen / Blasensteinen

Pinkelt eine Katze überall hin, steckt häufig eine Blasenerkrankung dahinter. Bei einer Blasen- oder Harnröhrenentzündung geht die Katze häufig pinkeln, aber pinkelt nur wenige Tropfen. Das Urinieren verursacht Schmerzen. Manche Katzen miauen dann, andere lassen sich nichts anmerken. Blasenentzündung bzw. Harnröhrenentzündung werden durch Bakterien und Viren ausgelöst.

Die Symptome von Blasen- oder Harnsteien sind ähnlich wie bei der Blasenentzündung: Die Katze kann nur wenig Urin absetzen und hat dabei Schmerzen. Grund für Blasen- oder Harnsteine sind Mineralstoffe, die nicht abgebaut werden. Daraufhin bilden sich Kristalle, die sich miteinander verbinden und zu Steinen werden.

Niereninsuffizienz

Sehr viele Katzen leiden an Niereninsuffizienz. Über einen langen Zeitraum wirkt die Katze gesund. Auffallend ist lediglich, dass sie viel trinkt und häufig pinkelt. Umso fortgeschrittener die Krankheit ist, desto mehr trinkt die Katze. Jede dritte Katze im Alter von über zehn Jahren hat chronische Nierenerkrankung, im Alter von über 12 Jahren ist es sogar jede zweite Katze. Grund sind Schadstoffe, die von der Niere nicht mehr abgebaut werden können. Bei den meisten Katzen entstehen Nierenerkrankungen durch schlechtes Futter.

Katze pinkelt überall hin.
Katzen pinkeln nicht in die Wohnung, um dich zu ärgern. Sie haben ein gesundheitliches oder seelisches Problem.
(Foto: © absolutimages – Fotolia.com)

Herausfinden, ob die Katze uriniert oder harnmarkiert

Wenn gesundheitliche Probleme bei deiner Katze ausgeschlossen sind, muss geklärt werden, ob deine Katze pinkelt oder harnmarkiert.

Wenn Katzen stark verunsichert, gestresst oder traurig sind, markieren sie ihr Umfeld oft mit Urin.

Ob deine Katze harnmarkiert oder pinkelt, erkennst du so: Markieren erfolgt im Stehen und ist gut zu erkennen: Die Katze spritzt Urin in einem waagrechten (!) Strahl an den Gegenstand. Der Schwanz ist dabei senkrecht gestellt und vibriert oft dabei. Das Harnmarkieren dauert nur wenige Sekunden.

Harnmarkieren praktizieren übrigens nicht nur Kater, sondern auch Kätzinnen.

Beim Urinieren setzen sich Katzen hin und entleeren den gesamten Blaseninhalt. Die Menge an Urin unterscheidet sich also zum Harnmarkieren erheblich.

Unkastrierte Kater haben oft einen stark ausgeprägten Drang zum Harnmarkieren. Sie wollen fremde Kater von ihrem Territorium fernhalten. In der Regel hört das Harnmarkieren auf, sobald Kater kastriert sind.

Aber Vorsicht, kastriere deinen Kater, bevor er mit dem Harnmarkieren anfängt. Denn wenn er es erstmal angegangen hat, hört er manchmal auch nach einer Kastration nicht damit auf. Viele Menschen denken, sie würden ihrem Kater durch eine Kastration etwas vorenthalten. In Wirklichkeit lebt ein kastrierter Kater länger, ist glücklicher und entspannter.

Nach den Sorgen der Katze suchen

„Protestpinkeln“ gibt es nicht und deine Katze will dich weder ärgern noch sich rächen. Das sind menschliche Eigenschaften, Katzen kennen so etwas nicht. Pinkelt eine Katze in die Wohnung ist sie in Not und sagt dir damit: „Mir geht es schlecht.“ Wenn die kleine Welt einer Katze ins Wanken gerät, reagieren sie oft mit Unsauberkeit.

Grund dafür sind häufig seelische Probleme. Darum solltest du herausfinden, was deine Katze so stark belastet. Findest du die Ursache heraus, kannst du das Problem beseitigen und die Katze pinkelt nicht mehr überall hin.

Katzen mögen Veränderungen nicht: Du stellst einen Sessel an eine andere Stelle und denkst dir nichts dabei. Deine Katze hingegen gerät in Panik und reagiert aus Verunsicherung mit Unsauberkeit. In unseren Augen ist ein Sessel an einem neuen Platz eine Kleinigkeit. Aber bei Katzen kann dadurch das Sicherheitsgefühl zusammenbrechen.

Auch harmlose Veränderungen können bei Katzen eine Verunsicherung auslösen. Dazu gehören beispielsweise folgende Punkte:

Darauf können Katzen mit Unsauberkeit reagieren

  • Änderung des Familienzusammensetzung (neuer Lebenspartner, Familienzuwachs, neue Katze, Auszug eines Familienmitglieds)
  • Katze ist zu viel allein
  • Umzug, Umstellen von Möbeln
  • Ein Familienmitglied verhält sich gegenüber der Katze plötzlich anders (Katze wird weniger gestreichelt, darf nicht mehr ins Bett etc.)
  • Katze langweilt sich oder ist unterfordert
  • Krach (Baulärm, laute Musik, Babyschreien etc.)
  • Mensch ist gestresst, traurig oder wütend
  • Verlust einer Katzenfreundschaft (Umzug, Tod)
  • Fremde Katzen dringen in die Wohnung oder ins Revier ein
  • Streit oder Kampf mit anderen Katzen
  • Die Menschen sind zu anderen Zeiten zu Hause

Fehlendes Wohlbefinden

Am Körper der Katze befinden sich Duftdrüsen, mit denen sie ihren eigenen Duft verteilt. Diese Duftdrüsen befinden sich an den Schläfen, unter dem Kinn, an der Unterlippe, am Rücken, am Schwanzansatz, an den Pfoten. Streicht deine Katze um deine Beine oder reibt ihr Köpfchen an dir, kennzeichnet sie dich mit ihrem Duft. Keine Sorge, Pheromone riechen nicht. Nur Katzen können sie wahrnehmen, nicht aber andere Tiere oder Menschen.

Pheromone sind Botenstoffe, mit denen Katzen anderen Artgenossen Botschaften hinterlassen. Zum Beispiel, kennzeichnen sie damit ihr Revier. Auch Wohnung und Menschen werden gekennzeichnet.

Katzen fühlen sich nur dann zu Hause wohl, wenn ihr Revier nach ihrem Duft riecht. Leben mehrere Katzen zusammen, mischen sich die Pheromone zu einem Gemeinschaftsduft. Das gibt Katzen Sicherheit, beruhigt und verschafft Wohlbefinden. Katzen lieben Pheromone.

Wenn eine Katze verunsichert, irritiert oder ängstlich ist und überall hinpinkelt, kann man ihr oftmals mit synthetisch hergestellten Pheromonen helfen. Mein Tierheim-Kater Hummel pinkelte nach seinem Einzug bei mir wochenlang in die Wohnung. Ich war ziemlich verzweifelt und wusste mir nicht mehr zu helfen. Als ich zum Tierarzt ging, um Erkrankungen auszuschließen, erzählte er mir von synthetischen Pheromonen. Ich kaufte zwei Geräte, eines fürs Wohnzimmer und eines fürs Schlafzimmer, und mit einem Mal pinkelte Hummel nicht mehr in die Wohnung. Er ging einfach aufs Katzenklo als ob nichts gewesen wäre. Danach pinkelte er nie mehr in die Wohnung.

Nach etwas mehr als einem Monat konnte ich mit den synthetischen Pheromonen aufhören. Ab diesem Zeitpunkt produzierte mein Kater wohl seine eigenen Wohlfühl-Duftstoffe.

Pheromone gibt es als Spray und als Zerstäuber für die Steckdose (Verdampfer). Ich habe den Zerstäuber für die Steckdose*  benutzt, weil er ständig und gleichmäßig Pheromone abgibt.

Der Zerstäuber für die Steckdose reicht für eine Wohnfläche von bis zu 70 m². Ist deine Wohnung größer, solltest du zwei kaufen.

Hummel lebt seit einigen Jahren nicht mehr. Aber vor einiger Zeit sind die Tierheimkatzen Tiger und Pari bei mir eingezogen. Bevor ich sie nach Hause holte, steckte ich den Zerstäuber mit Pheromonen in die Steckdose. Beide sind immer brav aufs Katzenklo gegangen.

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Halte das Katzenklo sauber

Manche Katzen reagieren auf unsaubere Katzentoiletten empfindlich – und suchen dann einen anderen, sauberen Ort auf. Darum entferne die Hinterlassenschaften in der Katzentoilette regelmäßig. Bei Wohnungskatzen zweimal pro Tag. Morgens und abends. Verwende eine hohe Schicht Katzenstreu, damit deine Katze ensprechend ihrem Instinkt den Kot und Urin eingraben kann.

Moderne Klumpstreu muss man übrigens nicht mehr alle zwei bis drei Wochen komplett austauschen. Es genügt, täglich Kot und Urinklumpen herauszuholen und gegen neue Streun zu ersetzen. Ganz einfach also.

Ich bin ein absoluter Gegner von Katzenklo-Deos. Wenn das Katzenklo nach Katzenurin stinkt, solltest du ein anderes Katzenstreu ausprobieren, das den Geruch richtig bindet. Aber kippe bitte kein Deo-Pulver hinein. Es stinkt nur nach einem künstlichen Aroma und überdeckt den Geruch des Katzenklos. Schon allein wegen der empfindlichen Katzennasen solltest du diese stark riechenden Deos nicht verwenden.

Alles, was du zum Katzenklo wissen musst, findest du hier: Tipps zum Katzenklo

Bestrafungen halten nicht vom Pinkeln ab

Wenn die Katze in die Wohnung pinkelt, ist man natürlich verärgert. Erst recht, wenn die Katze aufs Sofa oder auf den Teppich pinkelt und die Waschmaschine nicht helfen kann. Trotzdem ist es wichtig, freundlich zur Katze zu sein. Bitte nicht schimpfen oder bestrafen. Schreie deine Katze nicht an. Schlagen ist ohnehin tabu.

Früher gab es sogar die Empfehlung, man solle die Schnauze der Katze in ihren Urin auf dem Sofa tauchen, damit sie aufhört, in die Wohnung zu machen. Diese Meinungen sind zum Glück schon lange von der modernen Forschung widerlegt.

Durch Bestrafung ändert sich nämlich rein gar nichts zum Positiven. Strafen zerstören das Vertrauensverhältnis zwischen dir und deiner Katze. Deine Katze versteht nämlich nicht, warum du so gemein zu ihr bist. Stattdessen verunsichert sie dein Verhalten, was zu noch mehr Unsauberkeit führt.

Stattdessen beseitige die Hinterlassenschaft kommentarlos – und mache dich auf die Suche nach der Ursache. Wenn doch mal ein Malheur passiert, gibt es ein tolles Reinigungsmitteln, mit dem du Katzenurin von Sofa Teppich oder Bett wirkungsvoll entfernen kannst – und zwar einschließlich dem Polster-Inneren.

Wenn du dich ärgerst, weil deine Katze schon wieder aufs Sofa gepinkelt hat, mach dir bewusst, dass deine Katze in Not ist und sich nicht anders zu helfen weiß.

Freigang-Katzen pinkeln übrigens fast nie in die Wohnung.

Schutz von Betten und Möbeln

Bis das Pinkel-Problem gelöst ist, solltest du dafür sorgen, dass deine Katze nicht mehr auf die bevorzugten Stellen pinkeln kann. Zum Beispiel kannst du die Stellen mit Alufolie, Rettungsfolie (für ein Paar Euro im Internet zu kaufen) oder Wachtischdecken abdecken (gibt es meterweise zu kaufen). Auf diese Materialien pinkeln Katzen nicht.

Teppiche und Bettvorleger solltest du vorübergehend wegräumen. Lass nichts rumliegen, was deine Mieze als Katzenklo benutzen könnte.

Nichtsdestotrotz musst du das Problem deiner Katze finden. Sonst hört das Pinkeln nie auf.

ENDE

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Rechtlicher Hinweis: Meine Beiträge entstehen durch sorgfältige Recherche und eigener Erfahrung. Sie sind kein Ersatz für die tierärztliche Behandlung. Krankheiten und Verletzungen sollten unverzüglich vom Tierarzt behandelt werden.

Foto auf der Startseite: © absolutimages – Fotolia.com

23 Kommentare zu „Katze pinkelt überall hin“

  1. Wir haben brüderkater die sich eigentlich gut verstehen. Denke ich…leider pisst einer. Er ist sensibel. Wenn mein Sohn kommt und geht….wenn wir Urlaub machen…und jetzt sind wir auch noch in einem Umbau..
    Er pisst ins Bett an Wände und in Taschen…
    Die Jungs sind 3 Jahre alt und kastriert

  2. Ich brauche dringend einen Rat. Meine katze pinkelt seit ein paar Wochen immer wieder mal auf die Couch oder auch auf Klamotten. Das Klo wird regelmäßig sauber gemacht. Die Wohnung ist auch immer sauber ich versteh nicht woher das plötzlich kommt. Ich weiß bestrafen oder schimpfen ist nicht die Lösung aber man muss ihr doch klar machen können das es nicht so weiter geht.

    1. Deine Katze ist aus irgendwelchen Gründen in Not. Darum ist es auch nicht möglich, ihr das Pinkeln abzugewöhnen. Man muss herausfinden, was die Katze bedrückt. Ist sie vielleicht eine Wohnungkatze und langweilt sich? Ist sie viel alleine? Hat sich irgendetwas geändert, auch wenn es aus Menschensicht nur eine Kleinigkeit ist? Bei uns haben Pheromone geholfen (Feliway Verdampfer für die Steckdose). Es ist auf jeden Fall einen Versuch wert. LG Myriam

  3. Hallo liebe Myriam,

    vor etwa 5 Monaten haben wir eine Katze (7 Jahre alt) aus dem Tierheim zu uns geholt. Es lief bislang alles wunderbar. Sie ist zwar sehr ängstlich und sensibel, hat sich aber schnell bei uns eingelebt. Seit ein paar Wochen pullert sie hin und wieder mal in das Bett. Sie uriniert dabei auf unsere Decken, und zwar auf jede einzeln. Wir haben deinen Rat mit der Folie befolgt und waren mit der kleinen sofort beim Tierarzt. Er konnte nichts feststellen, hat ihr aber sicherheitshalber Tabletten gegen Harngries verschrieben. Nun hat sie nachts auf die Couch uriniert. Ich halte ihre Toilette sauber und habe es auch mit verschiedenen Orten probiert. Sie nutzt die Toilette auch die meiste Zeit, aber eben nicht immer. Mein Lebensgefährte und ich haben sehr wechselnde Arbeitszeiten, wodurch sie aber nie länger als 3 Stunden am Tag alleine ist. Meistens uriniert sie auch in die Wohnung wenn jemand von uns da ist. In dem Zuhause wo sie vorher gelebt hat, hat sie mit ihrem Bruder zusammengelebt. Sie wurden aber einzeln vermittelt, weil sie sich wohl nicht gut verstanden haben und er sie sehr dominiert hat. Ich habe Angst, dass es ihr an etwas fehlt. Vielleicht stört es sie, wenn wir hektisch sind? Hast du vielleicht eine Idee wie wir rauskriegen können, was der kleinen zuschaffen macht?

    Liebe Grüße

    1. Liebe Josephine, man darf nicht vergessen, dass Deine Katze mehrere große Änderungen durchmachen musste und in letzter Zeit an drei verschiedenen Orten lebte. Dass die Katze aufs Bett pinkelt, also auf die Schlafstätte ihrer Menschen, zeugt von ihrer seelischen Not. Aus der Ferne ist es schwer, die Gründe dafür zu finden, aber ich will Dir gerne einige Ideen mitgeben. Es war auf jeden Fall eine gute Entscheidung, zuerst zum Tierarzt zu gehen.
      Bei meinem Tierheim-Kater hat das Pinkeln aufgehört, als ich Pheromone besorgt hatte (verwende den Verdampfer für die Steckdose, das Spray hilft nicht so gut. Einen Link dazu findest Du in dem Beitrag unter der Zwischenüberschrift „Fehlendes Wohlbefinden“). Einen Versuch ist es wert.
      Wenn Katzen Freigänger sind, pinkeln sie selten in die Wohnung, wahrscheinlich weil sie dann ausgelastet sind und eine Aufgabe haben. Hast Du die Möglichkeit dazu?
      Einer verunsicherten Katzen hilft oft ein Artgenosse. Wäre das eine Option? Deine Katze war es gewohnt, mit einem Artgenossen zusammenzuleben (auch wenn er sie geärgert hat).
      Ich hoffe, dass Du einen Weg für Deine Katze findest.
      Liebe Grüße, Myriam

  4. Liebe Myriam, wir haben zwei 3M kleine Katze: der Kater, reinrassiger Ragdoll, war ein Volltreffer für mich und mein Mann aber auch für meine 7J Jährige Tochter. Er ist lieb, sozialiert , sauber. Und hatte eine fadt unproblematische Eingewöhnung Da es überall zu lesen ist, dass Wohnungskatze unbedingt zu zweit zu halten sind, habe ich eine Woche später eine zwei Katze geholt, eine getigerte Weibchen, die laut Züchterin ein Bengal Ekh mix ist und dafür eine stolze Preis verlangt hat. Ich hatte ihr unsere Lebenssituation erklärt (Tierliebes aber quirliges Kind, Kleine Wohnung, viel Arbeit auch im HomeOffice) und gebeten uns eine GEEIGNETE Tier zu geben, Sie hat gemeint, die Katze sei nur etwas Schüchtern…Jetzt sind 10 Tage vorbei, Sie bleibt immer den ganzen Tag versteckt, Und lässt sich natürlich keinerlei streicheln, Mit dem Kater spieltsie inder Nacht, allerdings ist er sehr dominant Seit ein PaarTagen hat sie angefangen überall ihre Geschäfte zu erledigen, von Blumentopf (klar) bis auf unserm Bett… ich habe immer mehr den Eindruck, dass sie bei uns gar nicht wohl fühlt und, dass Es mit der Zeit noch schlimmer wird. Ich bin nicht nur fertig, sondern auch wütend auf “Züchterin}” und überlege mich die Katze zurück zu bringen. Einerseits denke ich mir,, dass die Katze vielleicht gar keine reine Wohnungskatze ist, und vielleicht als Freigaengerin bei Jemandem mit Haus und Garten besser aufgehoben wird, anderseits fürchte ich, dass sie noch einmal an dem Falschen Ort und Mensch verkauft wird, nur um sie schnell los zu werden. Meine Tochter liebt sie schon und sie macht sich auch Sorgen um ihr (obwohl sie konnte die Mieze nie streicheln) und weint… mir bricht das Herz, aber ich weiss, dass ich mir nicht leisten kann, Jeden Tag die Katastrophen, die eine unglückliche Katze anstellt zu beseitigen ????

    1. Liebe Elisa, oje, das tut mir leid. Der Katze geht es gar nicht gut, sie ist in Not unmd weiß sich nicht zu helfen.
      Handelt es sich bei den beiden Katzen um Welpen oder erwachsene Tiere? Junge Katzen reagieren auf ein neues Zuhause eigentlich nicht derart ängstlich und gestresst. Darum hast Du wahrscheinlich zwei erwachsene Tiere?
      Man weiß ja nicht, was die Katze erlebt hat und warum sie so große Angst vor Menschen hat.
      Eventuell kann man mit viel Erfahrung und Zeit der Katze sogar ein klein bisschen helfen. Aber vermutlich wird sie nie eine mutige oder draufgängerische Katze, die sich in einer jungen Familie mit viel Tohuwabohu wohl fühlt.
      Die Katze wird bei Euch nicht aufhören, in die Wohnung zu pinkeln. Es geht ihr schlecht und Deine Familie ist ebenso belastet. Auch wenn es sich hart anhört: Gib die Katze zurück. So bekommt sie vielleicht auch die Chance, in ein Umfeld zu kommen, dass ihr mehr liegt.
      Man muss sich von der Idee verabschieden, dass es der Katze/dem Hund/dem Kaninchen nur bei einem selbst gut geht. Darum lieber im Sinne des Haustieres entscheiden. Auch wenn es weh tut.
      LG, Myriam

    2. Danke vielmals für die rasche und ausführliche Antwort. Beide Katzen sind 3 Monate alt, Als ich gestern meine Mail fertig geschrieben hat, ist die “schlimme” Katze Neben mir gekommen, ich könnte sie vorsichtig kurz streicheln und sie hat zum ersten Mal (!)geschnurrt, ob als sie genau wusste, dass es um sie geht…Meine große Hoffnung jetzt ist, dass der Schwiegervater meiner Schwester die Katze übernehmen könnte, er hat ein Haus mit großem Garten. Dort wäre sie vielleicht glücklicher und wir könnten sie auch immer wieder besuchen…

  5. Liebe Myriam,
    vor 3 Wochen ist unserHund gestorben.Seitdem pinkelt
    meine 16 Jahre alte Katze immer in den Flur . Weiss nicht mehr was ich machen soll! Gebe ihr schon Bachblüten und habe jetzt einen Filiwaystecker bestellt. Hoffe es wird dann besser. Oder hast du eine andere Idee?
    LG Karin

    1. Liebe Karin, es tut mir sehr leid, dass Dein Hund gestorben ist. Vermutlich lebten die beiden Tiere schon recht lange zusammen. Deine Katze ist jetzt alleine und das macht ihr zu schaffen. Es ist schwer, eine Katze abzulenken und die Lücke zu füllen. Wahrscheinlich würde ihr ein neuer Spielgefährte gefallen, aber sicher kann man sich nicht sein. Das müsste man ausprobieren. Der Feliway-Zerstäuber für die Steckdose ist auf jeden Fall ein Versuch wert. Mein Kater hatte damit auch mit dem Pinkeln aufgehört. LG, Myriam

      1. Hallo,
        Ich habe eine ca. 5 Jahre alte Katze. Sie ist auch schon 3 Jahre bei mir. Sie war am Anfang sehr schüchtern und ängstlich. Nach der kastration ist sie aufgetaut, sehr verspielt und kuschelt gerne.
        Nachts kratzt sie allerdings an der Schlafzimmer Tür und Miaut laut und ausdauernd. Sie pinkelt auch seit Jahren auf die Couch oder Teppiche. Heute hat sie auf die frisch gewaschene Wäsche gepinkelt. Wir wissen nicht mehr weiter. Wir haben 2 Katzenklos angeschafft- dachten das ist das Problem. Haben 3 kratzbäume, mehrere Höhlen und dachten sie ist einsam und haben eine 2. Katze dazu geholt. Aber es hört einfach nicht auf! Mal macht sie es öfter, mal seltener… mit Geruchs entferner für Tiere hab ich auch schon alles gereinigt. Nichts hilft. Was kann ich noch tun?
        Lg Becci

        1. Hallo Becci,

          aus der Ferne lässt sich schwer die Ursache definieren.
          Auf jeden Fall ist Deine Katze in Not. Als einziges Mittel sieht sie das Pinkeln in die Wohnung. Darum nützt es auch nichts, die Pfütze zu reinigen und mit Geruchsentferner zu behandeln. So lange die Ursache nicht gefunden ist, wird sie mit dem Pinkeln nicht auffhören. Aufgefallen ist mir bei Deiner Beschreibung, dass die Katze wohl nachts nicht ins Schlafzimmer darf. Für die meisten Katzen ist das eine extreme Ablehung, sie verstehen nicht, warum sie nicht dabei sein dürfen. Vermutlich hast Du Deine Gründe dafür, vielleicht stört sie nachts, aber dennoch würde ich den Versuch wagen, sie eine Weile nachts nicht auszusperren und sie ins Bett zu lassen. Mal sehen, ob sie das beruhigt und sich auf das Pinkeln auswirkt.
          Ich drücke die Daumen. LG, Myriam

  6. Liebe Myriam, wir haben zwei Kater, geb. am 01.05.2016. Nach einigen Monaten, wir konnten nicht bestimmen wann genau nach der Kastration, hat einer der Kater immer wieder in die Wohnung gepinkelt. Wir versuchen seither herauszufinden an was es liegt/lag.
    Wir haben auch um die gleiche Zeit einen Katzenbrunnen gekauft, dass nur vorab. Nach vielen Ideen (Katzenklos/Streu/Futter uvm) ging zwischenzeitlich der Katzenbrunnen auch kaputt. Dann gabs ab dort nur noch Schälchen. Auf einmal merkten wir, der Kater pinkelt nicht mehr… hatten es aber nicht auf den Brunnen sondern das neue Streu zurück verfolgt. Also alles Prima. Nun haben wir nach Monaten eine Airbowl gekauft und Zack, Kater pinkelt wieder in die Wohnung ;(… kann das Tierchen tatsächlich so sensibel sein, dass es Ihn stört, dass ein Gerät den ganzen Tag an ist/ man Wasserpflätschern hört? Falls ja, siehst Du eine Chance dies zu überwinden? Oder sollen wir das Gerät einfach wieder zurück geben… unglaublich, oder ;)…. Herzliche Grüße, Nadine

    1. Liebe Nadine, wenn die Reaktion des Katers tatsächlich durch den Katzenbrunnen hervorgerufen wird, fürchte ich, dass Du ihn nicht daran gewöhnen kannst. Katzen haben ein ausgeprägtes, feines Gehör. Offensichtlich nimmt er ein extremes Störgeräusch wahr, vielleicht verursacht durch den Motor. Für den Kater ist die Situation auf jeden Fall unerträglich.
      Man muss sich bewusst machen, dass Katzen in echter Not sind, wenn sie in die Wohnung pinkeln – auch wenn es sich aus Menschensicht um eine vermeintliche Lapalie handelt. Darum: Katzenbrunnen entsorgen. Alles Gute für Dich und Deinen Kater
      LG, Myriam

  7. Also unsere Katze pinkelt seit Jahren überall hin sobald ihr was nicht passt und wir wissen immer genau den Grund, wenn ihr niemand die Tür im Stiegenhaus zum Hof aufmacht oder die Küchentüre 1x zu ist (dort jagt sie im Sommer gerne). Sie pinkelt auf jeden Teppich (und selten auf unsere Schlafdecke, da wir sie 1x bestraft haben) . Ich habe gemerkt, wenn wir sie nicht bestrafen, pinkelt sie öfter. Einmal hatten wir sie bestraft (riechen lassen, schimpfen) dann hatte sie eine lange Zeit nicht auf unsere Decke gepinkelt. Jeder kennt seine Katze, bei unserer weiß ich wirklich immer den Grund.

    1. Ich verstehe natürlich, dass es extrem nervig ist, wenn die Katze in die Wohnung pinkelt. Den Geruch bekommt man schwer raus und irgendwann stinkt die ganze Wohnung. Wenn Katzen in die Wohnung pinkeln, bedrückt sie etwas extrem. Manche Katzen sind senisibler als andere und fühlen sich erheblich früher in Not. Von Strafen würde ich absehen, denn das löst nicht das Problem – und das Vertrauen zwischen Katze und Mensch leidet erheblich. Katzen sind sehr ausdauernd, sie hat mit Sicherheit den längeren Atem. Vielleicht lassen sich die Situationen, die der Katze so nahe gehen, vermeiden?

  8. Mein Frühkastrat war letzte Nacht laut, nachdem ich mit ihm geschimpft habe, ist er auf die Couch gesprungen, guckte mich dabei die ganze Zeit an und hat auf mein Top und die Couch gepinkelt. Ich lese überall nur, dass Katzen nicht aus Provokation pinkeln, aber was war das dann? Das hat er auch schon in meinem Bett gemacht, während ich noch drin lag. Er benutzt auch regelmäßig das Katzenklo, selbst wenn es mal einen Tag überfällig ist, daran kann es also nicht liegen.

    1. Wenn Katzen einfach so in die Wohnung pinkeln, drücken sie damit eine Not aus. Die Katze bedrückt irgendetwas gewaltig. Wir Menschen verstehen die subtile Katzensprache oft nicht, deshalb reagieren sie mit unmissverständlichen Taten. Katzen wollen ganz sicher nicht provizieren, sondern auf ihre Not aufmerksam machen. Die Herausforderung besteht darin, herauszufinden, was dem Kater so sehr belastet. Hilft Dir das weiter?
      Liebe Grüße, Myriam

  9. meine Tante hat 2 Katzen, eine Miez und einen Kater.Sie sind aus einem Tierheim und wurden nur zu 2 vermittelt.
    Der Kater ist übergewichtig, beide sind Wohnungskatzen.
    Der Kater geht zwar auf die Katzentoilette,setzt sich aber so hinein,das er viel Urin über die Katzentoilette hinaus pinkelt,dies läuft unter das Katzenklo, was natürlich dann sehr unangenehm riecht.
    Meine Tante ist schon ziemlich genervt deswegen und schimpft mit dem Kater.
    Ich bin nun im Internet am Suchen, ,nach einer Katzenmatte und einem neuen Katzenklo.
    Was kann man tun, damit diese schlechte Angewohnheit aufhört.
    Über eine Empfehlung würde icxh mich sehr freuen .Vielen Dank

    1. Liebe KatzenMama, es ist selten, dass sich Katzen von Rettungsfolie oder Alufolie nicht abschrecken lassen. Erstens knistert es für Katzen erschreckend und außerdem stehen sie während dem Pinkeln im Urin. Das können Katzen gar nicht leiden. So oder so sind Hilfsmittel wie Rettungsfolie & Co nur eine vorübergehende Lösung. Man muss das Problem finden, das die Katze so sehr bedrückt. Deckt man die eine Stelle ab, finden Katzen bald eine andere Stelle, an der sie pinkeln. Ich weiß, dass es schwer ist, aber bitte die Katze nicht schimpfen, sie ist in Not.

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