Zusammenführung Katzen: Wann gescheitert? Was ist eine gute Entwicklung? Aggressionen richtig deuten

Eine Katzen-Zusammenführung ist selten einfach. Hier gibt’s Antworten: Wie lange dauert die Zusammenführung? Wann ist sie gescheitert? Wie erkenne ich positive Tendenzen?

Du wolltest deiner Katze eine Freunde machen und hast eine zweite Katze geholt. Jetzt wird gefaucht, geknurrt und gekämpft. Du bist verunsichert, weil du das aggressive Verhalten der Katzen nicht einschätzen kannst. Du fragst dich, ob die Katzen jemals Freunde werden.

In diesem Beitrag erfährst du, wie man positive Tendenzen erkennt, wie lange die Zusammenführung dauert und wann die Zusammenführung gescheitert ist.

Warum ist die Zusammenführung von Katzen oft schwierig?

Zwei Katzen bekämpfen sich
Eine Katze duldet in ihrem Revier keinen Artgenossen. Darum versucht sie, den Widersacher zu vertreiben. (Foto: © kotopalych – stock.adobe.com)

Warum reagieren Katzen so heftig, wenn ein Artgenossen bei ihnen einzieht? Ganz einfach: Stell dir vor, du kommst nach Hause und ein Fremder hat sich in deiner Wohnung eingenistet. Er bedient sich an deinem Kühlschrank, liegt in deinem Bett und fasst deine persönlichen Dinge an. Bestimmt wärst du empört und würdest den Eindringling vor die Türe setzen. Genauso geht es deiner Katze. Der Artgenosse soll gefälligst verschwinden“ Deine Katze ist stinksauer. Aus Katzensicht ist das ihr gutes Recht. Schließlich geht es um ihr Revier.

Der neuen Katze gefällt die Situation auch nicht. Denn sie weiß über die Revierrechte der Erstkatze Bescheid. Und sie weiß natürlich auch, dass sie unrechtmäßig in das besetzte Revier eingedrungen ist. Flüchten kann sie nicht, denn die Wohnung hat für sie keinen Ausgang.

Diese Situation ist für beide Katzen ein Desaster.

Damit eine Chance auf Freundschaft besteht, darfst du die neue Katze nicht einfach im neuen Zuhause freilassen. Stattdessen sollte sie an den ersten drei Tagen in einem anderen Raum untergebracht werden. So können sich die Katzen langsam an die Anwesenheit und an den Geruch der anderen gewöhnen.

Nimm die räumliche Trennung bitte ernst, denn wenn das erste Zusammentreffen schiefläuft, kann es sein, dass die beiden Katzen niemals Freunde werden.

In welchen Schritten eine Zusammenführung ablaufen sollte, erfährst du hier: Katzen zusammenführen in 7 Schritten.

Neue Katze: Wie die ersten Tage ablaufen

Ein Artgenosse ist ins Reviers eingedrungen. Darum faucht und knurrt deine Katze. Wahrscheinlich greift sie die neue Katze an und verpasst ihr Katzenhiebe oder startet Scheinangriffe. Das ist normal. Eingreifen solltest du nur dann, wenn sich die Katzen extrem attackieren, Fell durch die Luft fliegt oder eine der Katzen große Angst hat (dazu weiter unten mehr).

Ob eine Freundschaft entsteht, entscheidet die Erstkatze.

Meistens bestimmt die Erstkatze, ob und wann eine Freundschaft beginnt. Bis sie die Entscheidung getroffen hat, zeigt sie der neuen Katze die kalte Schulter.

Ideal ist, wenn sich die neue Katze zurückhaltend und freundlich verhält – so stehen die Chancen für eine erfolgreiche Zusammenführunng am besten. Vor allem bemüht sie sich, Freundschaft zu schließen. Selbst wenn sie einen Katzenhieb bekommt, ist sie nicht beleidigt, sondern sucht immer wieder die Nähe zu deiner Katze.

Sobald deine alteingesessene Katze kleine Zugeständnisse macht, ist die Zusammenführung geschafft. Zum Beispiel wenn sie sich von der neuen Katze beschnüffeln lässt. Oder wenn die Neue auf demselben Sofa schlafen darf. Oder wenn sie mitspielen darf. Diese winzigen Annährungen stellen ein gutes Zeichen dar. Bis die Katzen aber miteinander Kuscheln, dauert es meistens noch einige Wochen.

So verlief die Zusammenführung bei meinen Katzen: Tiger zeigt der neuen Katze erstmal die kalte Schulter:

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Wie bekomme ich meine Katzen dazu, dass sie sich mögen?

Gemeinsames Spiel ist der Schlüssel für eine Annäherung. Denn Spielen mit einem Artgenossen ist das Höchste für Katzen (wir Menschen sind für die meisten Katzenspiele nur ein unzureichender Ersatz. Nur mit einem Artgenossen kann deine Katze Jagen und Fangen spielen und durch die Wohnung flitzen).

Das gemeinsame Spielen macht derart Spaß, dass die neue Katze als Bereicherung wahrgenommen wird. Genau das ist das Ziel: Die Vorteile der neuen Katze sollen die Nachteile überwiegen.

Fördere also das gemeinsame Spiel.

Verhalten der Katzen in den ersten vier Wochen

Ungefähr zwei Wochen nach der Zusammenführung kann man eine erste Einschätzung wagen. Es sollte eine positive Tendenz sichtbar sein. Der Umgang sollte also zumindest minimal (!) umgänglicher sein als am Anfang. Die Katzen sind etwas friedlicher im Umgang miteinander. Vielleicht gehen sie aneinander vorbei, ohne zu fauchen. Vielleicht beobachten sie sich gegenseitig, vielleicht spielt eine Katze und die andere schaut interessiert zu.

Vier Wochen nach der Zusammenführung sollte besser ersichtlich sein, ob die beiden Katzen Freunde werden können oder nicht. Sie sind meistens friedlich, schlafen in Anwesenheit der anderen Katze. Vielleicht spielt eine Katze und die andere versucht zaghaft, mitzuspielen. Aber es kann noch immer Katzenhiebe setzen. Wichtig ist, dass die Tendenz positiv ist, auch wenn es nur langsam geht.

Ein gutes Zeichen ist, wenn sich die Katzen weder ignorieren noch attackieren. Also wenn sie sich gegenseitig wahrnehmen und miteinander agieren – ohne Kampf. Das ist der Fall, wenn sie z.B. ein bisschen miteinander spielen oder wenn sie beide auf dem selben Bett liegen.

Wenn dieser Zustand nach vier Wochen eingetreten ist, wird die Zusammenführung funktionieren. Es kann dann aber trotzdem noch ein, zwei Monate dauern, bis sie wirklich Freunde werden.

Natürlich gibt es auch Katzen, die sich innerhalb weniger Tage anfreunden, aber das ist nicht die Regel.

Verhalten der Katzen nach sechs Wochen

Nach 6 Wochen ist es offensichtlich, ob die Katzen Freunde werden oder nicht. Kuscheln ist wahrscheinlich noch immer nicht angesagt, aber sie gehen zunehmend vertrauter miteinander um. Das war auch der Zeitpunkt, an dem mein Tiger der neuen Pari zum ersten Mal erlaubte, ganz nah neben ihm zu liegen. Ganz vorsichtig rückte Pari immer näher an Tiger, bis sie ihn berührte. Tiger ließ sie gewähren. Danach war der Bann gebrochen.

Zwei Katzen auf dem Bett.
Nach 6 Wochen erlaubt Tiger (rechts) zum ersten Mal, dass die neue Katze so nah bei ihm liegen darf. (Foto: © Myriam F. Goetz)

Treten nach max. 6 Wochen noch immer extreme Katzenkämpfe, ständiges Schlagen auf, stehen die Chancen für eine Freundschaft schlecht. Dann nützt auch eine räumliche Trennung nichts mehr. Denn sobald die Katzen wieder aufeinandertreffen, geht der Kampf weiter. Dann muss man sich eingestehen, dass die Zusammenführung gescheitert ist. Die beiden Katzen passen dann einfach nicht zueinander. Wenn die Chemie zwischen den Katzen nicht stimmt, kann man gar nichts tun.

Sechs Wochen sind nur ein Richtwert. Vertraue auf deinen gesunden Menschenverstand. Hast du den Eindruck, dass es für eine der beiden Katzen bereits nach zwei Wochen nicht mehr erträglich ist, beende die Zusammenführung.

Manche Leute vertreten die Ansicht, man solle die Katzen kämpfen lassen, bis sich eine der beiden Katzen unterwirft. Tu das bitte nicht, das ist für die Katzen eine fürchterliche Situation. Manche Katzen haben dadurch für den Rest ihres Lebens Angst vor Artgenossen. Zwing sie nicht dazu, ein Leben miteinander zu verbringen.

Zwei Katzen kuscheln
Nach acht Wochen kuscheln Tiger und Pari zum ersten Mal. (Foto: © Myriam F. Goetz)

Die Zusammenführung ist gescheitert – was nun?

Wenn es nach maximal sechs Wochen keine positive Tendenz gibt, wenn eine Katze noch immer Angst hat, aggressiv reagiert oder wenn extreme Kämpfe stattfinden, gibt es nur eine einzige richtige Lösung: Gib die neue Katze zurück oder suche ihr ein neues Zuhause, in dem sie sich wohl fühlt. Du tust den Katzen keinen Gefallen, wenn sie zusammenleben müssen.

Behältst du die neue Katze trotzdem, leben die Tiere im besten Fall nebeneinander her. Jede lebt ihr eigenes Leben, zwischendurch entstehen immer wieder Spannungen. Das ist nicht das, was du dir für deine Katze gewünscht hast.

Im schlechtesten Fall bekämpfen sich die Katzen ein Leben lang. Das ist kein schönes Leben.

Tausende von Katzenhaltern berichten, dass sich ihre Katzen noch nach Jahren bekämpfen und niemals Freunde wurden. Tu das deiner Katze nicht an.

Vielleicht hast du dich in die neue Katze verliebt und möchtest sie am liebsten behalten? Trotzdem möchte ich dir folgendes ans Herz legen: Du wolltest deiner Katze etwas Gutes tun und hast ihr darum einen Freund geholt. Wenn sich die Katzen aber nicht verstehen, wird deine gute Tat zur Farce.

Warte mit der Entscheidung nicht zu lange, denn es wird dir immer schwerer fallen, die neue Katze abzugeben.

Es ist nicht schlimm, wenn die Zusammenführung nicht klappt. Wir Menschen wollen uns schließlich auch nicht mit jedem anfreunden. Auch bei uns muss die Chemie stimmen. Katzen geht es genauso.

Gib nach dem ersten Scheitern nicht auf und versuche die Zusammenführung erneut mit einer anderen Katze. Denn fast alle Katzen sind glücklicher mit einem Artgenossen. Es lohnt sich, nicht sofort aufzugeben.

Wichtig: Lass dir von niemanden einreden, eine Zusammenführung würde viele Monate oder gar Jahre dauern. So lange darfst du die Katzen nicht in dieser stressigen Situation leben lassen.

Habe kein schlechtes Gewissen, wenn du die neue Katze wieder abgibst. Ganz im Gegenteil. Denn es ist eine selbstlose Tat, die du zum Wohle der Katzen umsetzt. Ich weiß genau, wie schlecht man sich dabei fühlt. Ich musste Kater Leo zurück geben, weil er Tiger ständig extrem attackierte. Tiger war nur noch ängstlich, nervös und zuckte bei jedem Geräusch zusammen. Schweren Herzens gab ich Leo ab.

Einige Wochen später habe ich Pari nach Hause geholt. Die Zusammenführung hat zwei Monate gedauert. Wenn ich die beiden beim Spielen beobachte, weiß ich, dass ich alles richtig gemacht habe. Die beiden spielen Fangen, klettern auf Bäume und schlafen nebeneinander.

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Soll ich die Katzen nachts trennen?

Anfangs sollest du die Katzen auf jeden Fall nachts trennen. Damit sie in Ruhe schlafen können. Ansonsten müssen sie die ganze Nacht auf der Hut sein, weil sie vom Artgenossen überfallen werden könnten.

Die Trennung in der Nacht ist sehr wichtig, um den Stresspegel möglichst niedrig zu halten. Denn umso mehr die Katzen gestresst sind, desto mehr attackieren sie sich.

Dasselbe gilt, wenn die Katzen alleine zu Hause sind. Wenn du außer Haus gehst, trenne die Katzen.

Meine Katze hat Angst vor neuer Katze

Wenn deine alteingesessene Katze vor der neuen Katze Angst hat, gib ihr ein paar Tage Zeit. Wenn sie aber nach einer Woche noch immer nicht unter dem Sofa herauskommt, ist das ein schlechtes Zeichen.

Denn deine Katze befindet sich aus Katzensicht in der mächtigeren Position – weil das Revier ihr gehört.

Hat deine Katze nach einer Woche noch immer extrem Angst vor der zweiten Katze, solltest du die Zusammenführung beenden.

Meine Katze mag die neue Katze nicht

Es ist selten, dass die neue Katze sofort akzeptiert wird. Normal ist, dass die Erstkatze erstmal keinen Artgenossen in ihrer Wohnung duldet. Darum mag deine Katze die neue Katze natürlich erstmal überhaupt nicht. Wahrscheinlich ist sie sogar zornig über deren Anwesenheit. Das ist normal.

Wenn sich die Katzen aber nach maximal sechs Wochen noch immer spinnefeind sind, ist die Zusammenführung gescheitert (mehr dazu weiter unten).

Die neue Katze hat Angst und versteckt sich seit Tagen

Viele Katzen verstecken sich an den ersten drei Tagen unter dem Sofa. Danach sollte die neue Katze aber zunehmend aus ihrem Versteck herauskommen und die Umgebung erkunden.

Wenn die neue Katze nach maximal zwei Wochen noch immer verängstigt unter dem Sofa sitzt, warte nicht länger, sondern treffe eine Entscheidung zu Gunsten der Katzen. Gib der neuen Katze die Chance auf ein anderes Zuhause, in dem sie sich wohl fühlt.

Ende

Auch interessant:

Rechtlicher Hinweis: Meine Beiträge entstehen durch sorgfältige Recherche und eigener Erfahrung. Sie sind kein Ersatz für die tierärztliche Behandlung. Krankheiten und Verletzungen sollten unverzüglich vom Tierarzt behandelt werden.

Foto Startseite: © kotopalych – stock.adobe.com

10 Kommentare zu „Zusammenführung Katzen: Wann gescheitert? Was ist eine gute Entwicklung? Aggressionen richtig deuten“

  1. Hallo Myriam,

    folgende Situation: Wir haben vor knapp vier Jahren unseren Charlie als Kitten zu uns geholt.
    Zu diesem Zeitpunkt hatten wir bereits zwei alt eingesessene Katzen, bzw. einen Kater und eine Katze; allerdings schon älter.
    Unser Huschel, mittlerweile im Bereich ü20 hat Charlie damals sehr schnell akzeptiert und ist quasi sowas wie eine Vaterfigur für ihn geworden, wohingegen unsere Katze Charlie nie wirklich akzeptiert hat. Allerdings waren auch unsere beiden alteingesessenen nicht gerade die besten Freunde, haben eher nebenher gelebt und sich ignoriert. Wir haben den Fehler gemacht, und dennoch alle drei behalten. Einfach, weil sich Huschel und Charlie so gut verstanden haben. Es gab aber leider immer wieder Gezicke zwischen Charlie und Baby, unserer Katze.

    Alle Parteien sind/waren Kastriert.

    So, das war die Ausgangssituation.

    Nun ist Baby vor einigen Monaten verstorben und Huschel ist inzwischen einfach nur noch ein schlafender Opa, der auch nicht mehr wirklich mit Charlie spielt.

    Da wir selbst auch vor vier Monaten Nachwuchs bekommen haben, hatten wir auch weniger Zeit für Charlie und dachten uns, dass er dringend einen Freund braucht.
    Nachdem wir also das Gefühl hatte , dass er sich an die neue Situation mit unserem Kind gewöhnt hatte, haben wir ein weibliches Kitten im Alter von vier Monaten zu uns geholt, Yuki.

    Nach bereits 24h ist leider meinem Mann die Tür aus der Hand gefallen und so gab’s direkt den ersten Kontakt zwischen allen.
    Huschel ist zwar ab und zu interessiert, hat sie auch bereits abgeleckt, aber macht ansonsten eher sein eigenes Ding.

    Charlie hatte auch, bis auf ein wenig knurren, kein aggressives Verhalten gezeigt und Yuki, anfänglich noch etwas ängstlich, geht nun sehr oft auf ihn zu und würde wohl am liebsten kuscheln.
    Da zu Beginn von beiden Seiten kein aggressives Verhalten gezeigt wurde, haben wir sie dann zusammen gelassen. Es würde sich beschnuppert, zwischenzeitlich ignoriert, aber nie wirklich aggressiv.
    Mein Mann meinte, Charlie sei nicht aggressiv, weil Yuki noch Welpenschutz hätte.
    Der Frieden hielt aber nur die ersten paar Tage.
    Nach wie vor faucht Charlie nicht. Es mutet zwischendrin sogar so an, als wolle er mit ihr spielen, wackelt mit dem Po, bevor er sie dann spielerisch „angreift“.

    Leider ändert sich das dann plötzlich und er fängt an, die Pfote gegen sie zu erheben, bekommt einen buschigen, dicken Schwanz und zeigt Dominanzverhalten. Schnüffelt einge Zeit an ihrem Po und wir sind nicht ganz sicher, aber glauben zu sehen, dass er sie besteigen will. Sie ist kein schüchterner Charakter, sodass sie ihm dann schon Mal eins auf die Nase gibt. Dann jagen die beiden sich auch Mal durch die Bude und es endet meist damit, dass sie sich klar unterwirft, aber er dann nicht stoppt und es sich knäult. Wir sind bisher immer nur dann dazwischen gegangen.
    Es wirkt aber eher so, als würde sich die Situation verschlimmern, statt entspannen.
    Yuki hat nach wie vor aber keine Angst vor Charlie, sondern versucht noch immer, mit ihm zu spielen und sich anzunähern.

    Sie ist nun Knall zwei Wochen bei uns.
    Kastrieren lassen wollen wir sie sobald wie möglich, aber unsere TÄ meinte, frühstens ab dem 6. Monat möglich.

    Gibt’s hier noch ne Chance, das positiv zu beeinflussen?

    1. Hallo, entschuldige die späte Antwort, ich war im Urlaub. Das Verhalten deiner beiden jüngeren Katzen nach nur zwei Wochen hört sich vielversprechend an: Yuki und Charlie haben keine Angst voreinander, keiner ist eingeschüchtert, beide haben Interesse am anderen, Yuki versucht immer wieder aufs Neue, mit Charlie Kontakt aufzunehmen und sie gibt nicht auf. Das ist ein wirklich gutes Zeichen.
      Bei meinen Katzen war es ähnlich: Die kleine Pari (8 Monate) kam zum 1,5-jährigen Tiger, weil seine Freundin gestorben war. Tiger war der Neuen gegenüber zwar nicht aggressiv, hatte auf sie aber überhaupt keine Lust. Er zeigte ihr die kalte Schulter, hielt sie sich vom Leib, fauchte und verpasste ihr gelegentlich auch einen Katzenhieb. Aber Pari gab nie auf und versuchte immer wieder, Freundschaft mit Tiger zu schließen. Dann begann Tiger, ihr gegenüber Dominanz zu zeigen. Manchmal stellte er sich sogar über sie und hielt sie mit dem Maul am Nacken fest (vermutlich ist dies dasselbe Verhalten, das eurer Charlie gegenüber Yuki zeigt?) Wenn es Pari zu viel wurde, beschwerte sie sich, ansonsten ließ sie sein Dominanz-Verhalten über sich ergehen.
      Katzen wissen selbst am besten, wie man mit einem Artgenossen Freundschaft schließt. Irgendwann ließ es Tiger zu, dass Pari auf demselben Bett liegen durfte – mit viel Abstand dazwischen. Aber Pari verringerte innerhalb 15 Minuten den Abstand, bis sie ihn berührte. Und Tiger ließ sie gewähren. Danach war das Eis gebrochen. Inzwischen haben die Beiden eine wundervolle Freundschaft geschlossen. Sie schlafen oft eng aneinandergeschmidgt, sie klettern zusammen auf Bäume und spielen Fangen. Es ist schön zu sehen, wie sehr sie sich aneinander freuen. Seitdem das Eis gebrochen war, zeigte Tiger auch kein Dominazverhalten mehr.
      Gedulde dich noch ein bisschen, die Chancen für eine Freundschaft bei Charlie und Yuki stehen gut.
      LG, Myriam
      LG, Myriam

      1. Hey, danke für Deine Antwort. Ist gar nicht schlimm, dass die etwas später kam. Hoffe, der Urlaub war gut! 🙂

        zur aktuellen Situation:

        Es scheint zumindest schon besser geworden zu sein in dem Sinne, dass die beiden in Ruhe nebeneinander liegen können ab und zu. Erst gestern kletterte Yuki neben Charlie auf unseren großen Stuhl und so lagen die beiden dann da. Zwar nicht kuschelnd, aber sich mit den Hinterpfoten berührend.
        Und heute sah ich, wie Charlie Yuki ableckte.

        Leider geht er aber immer wieder sehr schnell dazu über, sie in den Nacken zu beißen und mit seinem ganzen Körper quasi zu umschlingen… teilweise so hart, dass Yuki dann richtig aufjault, knurrt und faucht.

        Sie schafft es dann auch meist, sich daraus zu befreien. Dann jagen sie sich durch die Bude bis Yuki an irgendeiner Stelle in Sicherheit und Deckung ist und Charlie hat dann teilweise einen dicken, buschigen Schwanz und wedelt aufgeregt damit umher.

        Yuki kommt nach wie vor noch auf ihn zu, mittlerweile aber deutlich vorsichtiger.

        Finde die Signale einfach sehr wechselhaft und uneindeutig. :/

        1. Hallo, das Verhalten der Katzen ist vielversprechend. Charlie will sicher gehen, dass er der Herr im Haus bleibt und zeigt dies mit seinem Verhalten. Gut ist, dass Yuki das über sich ergehen lässt und nur reagiert, wenn es ihr zu heftig wird. Es ist wirklich toll, dass sich die beiden bereits berühren. Das wird schon. LG, Myriam

  2. Hallo, ich hätte auch ne frage. Habe seid 2 Monaten 2 Katzen zu meiner jetzigen dazu genommen. Da sie immer anhänglicher wurde und der damaliger Partner verstorben ist. Das war gewesen wo sie 4 Jahre alt wad. Beide Katzen mussten mehrere Monate ein Hund ertragen. Sie waren im dauerstress ausgesetzt. Habe sie jetzt bei mir, meine Katze ist auf jedenfall nicht begeistert auf beide. Unsere ist 14 und die anderen beiden sind 9. Es wird nur gefaucht wenn man sich sieht, ansonsten passiert zum Glück garnix. Ausser das die eine auf meine einfach losgeht. Es schaut zum Teil aus, als würde sie spielen wollen oder streiten. Die Krallen waren bis jetzt immer drine. Mein Partner und ich sind einfach nur noch am grübeln ob die Vergesellschaftung gescheitert ist. Unsere will einfach nur noch ihre ruhe haben und so sehe so einfach nicht, ob sie sich alle anfreunden. Unsere ist eine Dominante Katze und die 2 Neuankömmlinge, ist eine Dominant und die andere relativ neutral, wo durch die eigentlich auf unsere einfach so losgeht. Ich bin mit meinem versuchen langsam am Ende. Was kann ich noch tun? Kann das noch länger dauern? Es wurde bis jetzt nicht Makkiert, ausser das unsere aus Angst Kot abgesetzt hat sowie Urin. Da sind sie von der einen in die enge gedrückt wurde.

    1. Liebe Pia, bestimmt simd die letzten 2 Monate für alle Beteiligten extrem stressig.
      Wenn man seiner Katze einen Freund holt, erst recht, ist eine einzelne neue Katze sinnvoller als 2 neue Katzen, die seit vielen Jahren befreundet sind. Da hat es deine Katze wirklich schwer. Darum würde ich an deiner Stelle den Katzen Frieden schenken und für die beiden Neuen ein neues, gemeinsames Zuhause suchen. Man tut den Katzen keinen Gefallen, wenn sie unter diesem Stress zusammenleben müssen.
      Ob eine Katze im Alter von 14 Jahren mit einem Artgenossen Freundschaft schließen kann, lässt sich im Voraus nicht sagen. Wenn ich dich richtig verstanden habe, lebt deine Katze schon 10 Jahre allein.
      Wähle für deine dominante Katze unbedingt eine zurückhaltende Katze aus, sie sollte also nicht auch dominant sein. Wenn du eine Katze aus dem Tierheim holst, kannst du sie zurückbringen, wenn es doch nicht klappt. Auch wenn es hart klingt: Besser zurückgeben, als zwei unglückliche Katzen.
      Ich drücke fest die Daumen. Ich finde es schön, dass du das für deine Katze tust.
      LG, Myriam

      1. Hallo Myriam,

        Danke für die Antwort :). Wir haben uns geeinigt, dass wir den Katzen bis ende Oktober noch Zeit lassen. Wir wollen sie eigentlich nicht ins Alte Zuhause zurück geben. Dort könnten sie nicht leben wie eine Katze. Sie wurden wirklich sehr vernachlässigt und es würde sicherlicher mit dem Hund nicht weiterhin funktionieren. Wir haben auch mit der Tierärztin gesprochen ab wann es für sie heissen würde, dass eine Vergesellschaftung gescheitert ist. Sie kann es auch nicht genau sagen, da keine verletzt ist und das unsere die eine einfach nicht ausstehen kann. Sie hat auch ein interessantes Beispiel gebracht
        Das sie damals eine Pflege Katze hatte, sie konnte sie schweren Herzens nicht mehr abgeben und hat sie behalten. Sie hat ebenfalls eine 14 Jährige Katze und die kann das Kitten nicht leiden. Sie lebt damit, dass sie beide einzeln raus lässt beim Garten. Ausserdem könnte man lernen damit zu leben, da wir ein Haus haben. Es können sich alle zurückziehen und aus den weg gehen. Es ist momentan so, dass beide sich oben aufhalten und unsere sich zu 90 % unten aufhält. Wo die Tierärztin meinte, was eh besser ist, da es schonender für die Gelenke wäre. Ich hätte noch eine Frage, was könnten wir noch dazu beitragen, dass es Harmonischer für alle wird? Mit den Feliway Stecker hat es leider nicht Funktioniert, aber mit den CBD Tropfen hilft es einwenig. Mit Absprache mit dem Tierarzt natürlich. Was uns auch aufgefallen ist, dass die eine wohl nicht versteht, wo es für eine Katze die Grenze ist. Unsere zeigt es der Katze die sie nicht mag, setzt sich dann hin und schaut sie an. Das provoziert natürlich unsere und ist wenig begeistert. Es ist sonst keine grossen Auseinandersetzung gekommen. Ein schönen Tag wünsche ich Ihnen noch. LG Pia

        1. Liebe Pia, Du hast völlig recht, die Katzen sollten nicht in ihr altes Zuhause zurückkehren, in dem sie vernachlässigt wurden. Aber vielleicht können die Katzen dann Ende Oktober in ein ganz neues Zuhause umziehen?
          Vor sehr vielen Jahren wollte ich meiner damals 1-jährigen Freigänger-Katze Biene eine Freude machen und ihr einen Artgenossen schenken. Der neue Kater hätte gerne Freundschaft geschlossen, aber meine Biene wollte einfach nicht. Die beiden lebten dann viele Jahre nebeneinander her und haben niemals Freundschaft geschlossen. Es gab zwar keine Kämpfe, nur Gefauche, dennoch waren beiden gestresst. Biene schlief nie mehr auf dem Sofa oder im Bett, sondern geschützt unter dem Bett. Erst als mein Kater starb, nahm sie wieder ihre alten Gewohnheiten auf und konnte zu Hause entspannen. So etwas würde ich nie wieder tun. LG, Myriam

  3. Hallo Myriam,

    nachdem leider mein einer Kater wegen schwerer Krankheit eingeschläfert werden musste, habe ich nun seit einer Woche einen neuen Kater dazu geholt, damit mein zweiter Kater nicht mehr alleine ist. Er ist 8, der neue Kater ist 6.
    Sie waren von Freitag bis Sonntag getrennt und haben sich dann Sonntag kennengelernt. Gefauche war allerdings das einzige, was passiert ist. Sie fangen schon an zu „näseln“ und mein alter Kater darf dem neuen auch am Popo riechen. Also sie sind eigentlich schon ganz friedlich miteinander, aber trotzdem kommen plötzlich wieder dolle Fauchereien oder leichte Tatenhiebe. Sind wir trotzdem auf einem guten Weg? Gefühlt sind sie schon neugierig aufeinander, es gab bisher keinen wirklichen Kampf es sind eher plötzlich wieder Situationen, in denen ich denke „gleich gehen sie aufeinander los“, tun sie aber nicht. Manchmal kommen beim Anstarren kurze Miau-Laute oft hintereinander, die ich nicht deuten kann. Wirkt auf mich auch wie „gleich knallts“, aber es kommt höchstens ein Fauchen oder kurzes Wegjagen und dann ist Ruhe.
    Gutes Zeichen so alles in allem?
    Ist meine erste Zusammenführung und ich kann manches noch schwer deuten.
    LG

    1. Hallo Stefanie, deine Schilderung hört sich sehr gut an. Die beiden Katzen leben erst seit einer Woche in zusammen und fauchen nur gelegentlich. In der Regel dauert die Annäherung von Katzen einige Wochen. Du hast großes Glück, offensichtlich mögen sich die Katzen und freunden sich in Turbogeschwindigkeit an. Gelegentliches Fauchen oder Miauen wird es in der nächsten Zeit häufiger geben, aber im Grund genomen ist das harmlos und deutet auf eine baldige Freundschaft hin. in den nächsten Wochen wird sich die Freundschaft einpendeln. LG, Myriam

    2. Hallo Myriam,
      letztes Jahr im juli haben wir uns entschieden wieder eine zweite Katze zu holen, da unser alter gestorben war und wir dachten lucie würde sich freuen.
      leider hat sich unsere lucie nicht gefreut und sie hat nur gefaucht. auch mich hat die nur angefaucht. Sie kam nur noch selten nachhause.

      leider ist unsere kleine katze mit einem Jahr übefahren worden.. es war ein grosser Schock f. uns. aber lucie kam von diesem Tag an wieder nachhause.

      jetzt sind wir am überlegen ob wir es nochmal riskieren sollen und nochmal eine junge Katze holen sollen und diesesmal ein Weibchen. Wäre es mit zwei gleichen geschlächter besser?

      1. Liebe Petra kommen fast alle Katzen wollen mit einem Artgenossen zusammen leben. Es gibt nur sehr, sehr wenige Ausnahmen. Die Herausforderung ist, den passenden Artgenossen zu finden. Am einfachsten funktioniert die Auswahl, wenn die Katze in der Vergangenheit bereits einen Katzenfreund hatte. Holt man sich eine neue Katze, sollte sie den Charakter der vorherigen Katze haben – so wie dss bei dir der Fall ist. Das funktioniert eigentlich immer. Mein Tierheimkater Tiger kam mit seiner Katzenfreundin Lili zu mir. Lili wurde später überfahren und hat darunter sehr gelitten. Daraufhin holte ich einen jungen Kater. Mit dem klappte es gar nicht, er verprügelte Tiger ständig. Danach holte ich ein zurückhaltendes, freundliches junges Katzenmädchen. Sie war vom Charakter her sehr ähnlich zu Lili. Das hat super geklappt. Anfangs war Tiger nicht sehr freundlich zu ihr, aber nach 6 Wochen lagen sie zusammen auf dem Bett, kurz darauf kuschelten sie. Tiger freut sich sehr über die neue Freundin und ist wieder zu einem glücklichen Kater geworden.
        Ist deine Katze dominant, dann wähle besser eine zurückhaltende Katze aus.
        Insofern würde ich dir raten, es nochmal zu versuchen und eine Katze auszuwählen, die vom Charakter her so ähnlich wie der verstorbene Freund ist.
        Wenn es doch nicht funktioniert, traue dich, die neue Katze zurück zu geben. Es wäre nämlich für beide Katzen kein schönes Leben, wenn sie mit einem verhassten Artgenossen leben müssten.
        Zurückgeben ist möglich, wenn du die neue Katze aus dem Tierheim holst. Hab kein schlechtes Gewissen!
        LG, Myriam

        1. liebe Myriam, vielen lieben Dank für deine Antwort.
          wir würden die Katze ende Oktober holen.
          sie ist von der Mutter von unserer überfahrenen Katze.
          ich hole sie wenn sie 9 Wochen alt ist.
          diese Katze scheint mir eine sehr ruhige Katze zu sein. so wie unser alter Kater der verstorben ist.
          lui der überfahren wurde war sehr wild und ich glaube das mochte unsere Lucie nicht.
          Ich werde es probieren und auch gleich die Option auf Rückgabe machen wenn es nicht funktioniert.
          Viele Grüße

          1. Liebe Petra, danke für eine Rückmeldung. Ich drücke fest die Daumen, dass sich die Katzen anfreunden. Aber hol die kleine Katze lieber erst im Alter von 12 Wochen, damit sie von ihrer Mutter alles lernen konnte und gut sozialisiert ist. 9 Wochen ist zu jung.
            LG, Myriam

  4. Hallo Myriam,
    wir haben seit 4 Tagen auch eine zweite Katze.

    Unsere erste Katze ist ca. 2,5 Jahre alt.
    Die zweite Katze ca. 3 Monate.

    Unsere erste Katze ist vom Wesen her sehr neugierig, aufgeschlossen, überhaupt nicht ängstlich. Sie rennt zwar nicht sofort zu jedem Menschen außerhalb der Wohnung, nimmt aber Kontakt zu unseren direkten Nachbarn auf, die sie kennt. Wir wohnen in einem Reihenhaus und sie hat, wenn wir zu Hause sind, Freigang. Über Nacht bleibt sie im Haus.

    Da wir beide berufstätig, tat mir die Große sehr leid, da sie tagsüber immer alleine ist. Aus diesem Grund haben wir uns für eine zweite Katze entschieden.

    Der erste Kontakt zwischen den Beiden fand am zweiten Tag nach dem Einzug der Kleinen statt, in dem wir die Tür unseres Gästezimmers nur einen Spalt weit geöffnet haben. Wir hatten das Zimmer vorerste nur für die Kleine hergerichtet. Es hat Mühe gekostet, unsere Große nicht reinzulassen, da sie fast immer „bei Fuß“ steht, wenn wir in das Zimmer gehen wollten. Es wurde natürlich gefaucht auf beiden Seiten, dann ging die Tür wieder zu.

    Jetzt darf die Kleine durch die ganze Wohnung laufen, was sie auch macht, aber meistens nur, wenn einer von uns dabei ist. Sie ist sehr aufgeschlossen und neugierig. Und ich glaube, wenn es nach ihr ginge, dann würde sie schon gern mal an der Großen schnüffeln. Die faucht aber und knurrt stark, sobald die Kleine in der Nähe ist. An den ersten beiden Tagen sträube sich auch noch mächtig das Fell. Das hat schon nachgelassen. Jetzt wird meistens energisch geknurrt und ab und zu gefaucht. Sie geht auch nicht auf die Kleine zu, sondern zieht sich eher zurück und setzt sich im Abstand auf den Boden und beobachtet.

    Also Blickkontakt haben sie beide regelmäßig. Auch ohne Knurren und Fauchen. Aber sobald die Kleine ein wenig näher rückt, geht es wieder los.

    Auch mir Gegenüber ist die Große anders als vorher. Zumindest, wenn die Kleine in der Nähe ist.
    Bin ich mit der Großen ganz alleine, ist alles ok.
    Sobald die Kleine aufkreuzt, werde auch ich angemeckert. Und das recht energisch und bockig. Anfassen kann ich sie dann gar nicht. Sie würde nach mir haun.

    Geduld ist nicht meine große Stärke. Aber ich weiß ja, dass nach 4 Tagen keine Wunder zu erwarten sind.
    Es ist nur schwer vorstellbar, dass sich das Verhältnis wieder normalisiert.
    Bisher finde ich das Verhalten der Beiden Katzen eigentlich ganz gut. Wie gesagt, nur Knurren und Fauchen. Bisher kein Gerangel.

    Ich bin gespannt, wie es weiter geht.

    1. Liebe Anja, das ist eine schöne Entwicklung. Meistens haben erwachsene Katzen überhaupt keine Hemmungen gegenüber kleinen Kitten und schlagen sie trotz des jungen Alters. Es ist also schon mal gut, dass deine alteingesessene Katze nicht auf die neue losgeht und sie verprügelt. Aber deine Katze ist noch sehr gestresst, darum knurrt oder fauchst sie dich an – es sind ja auch erst ein paar Tage seit dem Einzug des Artgenossen vergangen. Darum lass deine Katze am besten völlig in Ruhe, wenn die Kleine im Zimmer ist. Dann will sie sich auf den Eindringling konzentrieren. Sobald die beiden Katzen Freundschaft schließen, wird sich auch dein Verhältnis zur alteingesessenen Katze wieder normalisieren.
      Katzen wissen selbst am besten, wie man sich mit einem Artgenossen anfreundet. Lass die beiden also ruhig machen, beide sind friedlich und es wird nicht gekämpft.
      LG, Myriam

      1. Hallo Myriam, danke für die positiven Worte. Das meine Große gestresst ist, merke ich ihr an. Wenn ich mit ihr alleine in einem Raum bin geht es, dann ist sie fast die alte. Aber ich versuche, ihr gegenüber ruhig zu bleiben und ihr „gut zuzureden“. Die Kleine ist völlig entspannt. Sie versucht es immer wieder, auf die Große zuzugehen. Die knurrt allerdings weiterhin fleißig. Aber trotzdem haben wir es schon geschafft, dass beide bei mir auf dem Boden sitzen und max. 30 – 40 cm Abstand zu einander haben. Dann bekommen beide abwechselnd ein ganz kleines Leckerli. Das machen wir dann, bis ein paar Stücke gefressen wurden und das geht dann auch komplett ohne knurren und fauchen. Fast hätte es die Kleine in der Situation schon geschafft, die Große zu beschnüfelln. Das war der dann aber doch nichts und sie ist abgehaun.
        Aber es war ein Anfang. Und das hat mich schon mal Hoffnung schöpfen lassen.
        LG Anja

        1. Das hört sich doch vielversprechend an. Toll ist, dass die kleine Katze nicht aufgibt und immer wieder aufs Neue die Nähe der großen Katze sucht. Sieht so aus, als ob eine Freundschaft bevorsteht. Nicht aufgeben!
          LG, Myriam

          1. Hallo Myriam,
            nach 5 Wochen Zusammenführung möchte ich hier ein kleines Feedback geben.
            Die Kleine (Peppi) hat sich gut entwickelt, ist schon ein ordentliches Stück gewachsen und hat Gewicht zugelegt.
            Sie ist sehr, sehr neugierig, immer dabei und hat überhaupt keine Ängste, auf die Große (Polly) zuzugehen.

            Pollys Verhältnis zu der Kleinen kann ich noch nicht richtig einschätzen.
            Beide werden mit Futterautomat gefüttert. Wenn Polly frisst, ist Peppi ganz schnell zur Stelle, versucht den Kopf mit reinzustecken. Dann haut Polly ab.
            Oder Peppi setzt sich nur daneben und beschnüffelt Polly in aller Ruhe von hinten bis (fast) vorn. Das lässt Polly sich gefallen. Ich hab zwar den Eindruck, dass sie gern etwas abrücken würde, aber sie bleibt dann meistens sitzen und frisst weiter.

            Zusammen spielen ist zur Zeit noch nicht drin.
            Ich muss dazu sagen, seit dem Polly raus darf (nur wenn wir zu Hause sind), hat das Spielen generell sehr bei ihr abgenommen.
            Als sie bei uns eingezogen ist (letztes Jahr September) war es noch etwas anderes. Da konnte ich sie ganz gut animieren.
            Seit da. Ende Januar darf sie raus und seit dem hat auch das Spielen nachgelassen. Ich versuch es zwar ab und zu, aber meistens ignoriert sie es.

            Ich finde das für Peppi, welche dieses Jahr im September eingezogen ist, etwas schade.
            Obwohl sie sich nicht entmutigen lässt. Sie geht zum einen immer wieder auf Polly zu und wenn die nicht will, spielt Peppi auch gut alleine.
            Oder mit mir.

            Also größtenteils geht Polly ihr aus dem Weg.
            Andererseits gibt es wieder viele Momente, wo sich Polly beschnüffeln lässt.
            Oder sie hat es auch schon gewagt, Peppi zu beschnüffeln.
            Oder sie jagen sich beide spielerisch durch die Zimmer. Das hält dann einige Minuten an und dann ist auch wieder gut.

            Ich glaube, Polly ist eine kleine Diva. Wenn sie nicht will, will sie nicht. Dann wird Peppi auch schon mal angeknurrt, sobald sie auf Polly zugeht.
            Ich muss dazu sagen, dass Peppi auch nicht gerade zimperlich vorgeht. Wir haben schon beobachtet, dass sie langsam an Polly ranschleicht und „zack“ datscht sie ihr mit der Pfote auf den Kopf.
            Das findet Polly natürlich überhaupt nicht gut und keift zurück.

            Also, wo „die Reise“ hingeht, kann ich noch nicht sagen.
            Bisher kann ich mir nur schwer vorstellen, dass daraus nochmal eine richtige Freundschaft wird. Ich würde eher auf eine Art „WG“ tippen. Man akzeptiert sich, macht ab und zu etwas zusammen, ansonsten macht jeder seins.

            Mal sehen, wie es weiter geht. Peppi ist ja jetzt erst gute 4 Monate alt. Wenn sie kastriert ist und später auch raus darf, ist das ja wieder eine neue Situtation.

            LG Anja

          2. Liebe Anja, das hört sich gut an. Katzen brauchen einfach sehr lange, bis sie Freundschaft schließen. Schön ist, dass die kleine Peppi nie aufhört, sich Polly anzunähern und es immer wieder aufs Neue versucht. Für eine gemeinsame Zeit von fünf Wochen ist das bisherige Ergebnis vielversprechend. LG, Myriam

  5. Hallo, wir haben aktuelle folgende Situation: Wir haben eine Katze (ca 1 Jahr alt), da sie immer total verschmust und anhänglich ist und jeden total traurig war wenn sie alleine zu Hause und sie auch andere Anzeichen von Einsamkeit zeigte, haben wir uns dazu entschlossen eine Zweitkatze zu holen. Nun ist die zweite kleine Maus seit 2 Tagen bei uns und die Erstkatze ist wie ausgewechselt, sie Knurrt und Faucht sowohl die Zweitkatze als auch mich und meinen Partner an. Die Katzen sind aktuelle nur in der Nacht getrennt da die Zweitkatze auch schon so sehr an uns hängt. Wir sind uns total ratlos ob es vlt doch die falsche Entscheidung war. Was können wir tun? Oder ist es noch zu früh um eine Entscheidung zu treffen? So ist es leider für keinen aushaltbar.. die Katzen und wir sind total gestresst

    1. Hallo, zwei Tage sind viel zu früh. Ich selbst hatte noch nie eine Katze, die sich anfangs über einen Artgenossen freute – ganz im Gegenteil. Katzen sind einfach so :-). Aber Vorsicht! Wenn man am Anfang der Zusammenführung einen Fehler macht, kann es passieren, dass die Katzen nie mehr Freunde werden. An deiner Stelle würde ich überlegen, nochmal einen Schritt zurück zu gehen und die Katzen einige Tage zu trennen. Am besten mit einem Gitter an der Türe, damit sich die Katzen sehen und riechen, aber trotzdem voneinander geschützt sind (mehr dazu hier: https://www.schlimmerkater.de/katzen-zusammenfuehren-in-7-schritten/). Deine Katze ist aktuell extrem gestresst, denn sie faucht nicht nur den „Widersacher“ an, sondern auch ihre Menschen. Eine Trennung und langsame Zusammenführung wäre bestimmt hilfreich.
      Zumindest gibt es bei deinen Katzen keinen Kampf, das ist schon mal gut. Versuche, die Katzen durch Spiele zu begeistern, Bälle fangen, Federangel etc. Als mein Kater merkte, dass man mit der neuen Katze toll spielen kann, hat sich ihr Verhältnis schlagartig gebessert. Die Katzen sollten positive Erfahrungen miteinander verbinden: gemmeinsam Fressen, spielen, etc.
      Eine Zusammenführung von Katzen ist meistens extrem anstrengend für alle Beteiligten und dauert viele Wochen. Aber nach zwei Wochen sollte eine kleine Tendenz ins Positive (oder Negative) sichtbar sein, nach vier Wochen lässt sich die Situation besser beurteilen. Wenn nach zwei Wochen ganz leichte Verbesserungen eingetreten sind, ist das ein gutes Zeichen. Freunde sind die Katzen dann noch nicht, aber man kann zumindest einschätzen, ob eine Freundschaft möglich sein kann. Finde Möglichkeiten, damit deine alteingesessene Katze nicht ständig gestresst ist. Sie braucht einen Ort, an dem sie sich beruhigen kann und vor dem Eindringling „sicher“ ist. Gib ihnen noch Zeit.
      LG, Myriam

  6. Hallo, ich brauche Hilfe zu folgender Situation: Ich habe zwei zweijährige Kätzinnen, Schwestern, die sich bis gestern hervorragend verstanden haben. Sie haben mir einander gekuschelt, gespielt sich geputzt usw. Gestern ist dann eine neue Katze bei uns eingezogen, eine Kätzin vermutlich tragend. Sie hat einen Raum für sich alleine, aber natürlich riechen sie sie trotzdem dem. Eine richtige Zusammenführung ist erstmal gar nicht geplant, die Katze ist nur in Pflege. Das hat jedoch dazu geführt, das meine beiden Katzen (beide kastriert) so durch den Wind sind, dass sie sich gegenseitig anfauchen und anknurren. Ist das normal? Legt sich das wieder? Sie hatten so ein harmonisches Verhältnis, dass hätte ich gerne zurück. Ich war darauf vorbereitet, dass sie die neue Katze blöd finden würden und die Tür anfauchen oder mich wenn ich nach ihr rieche. Aber die eigene Schwester, die ja eigentlich eine Verbündete sein sollte?
    Ich hoffe ihr könnt mir weiterhelfen. LG Johanna

    1. Liebe Johanna, es ist genauso, wie du sagst: Die beiden Katzen sind derart gestresst, dass sie sich gegenseitig anfauchen und knurren.
      Wie lange bleibt denn die dritte Katze bei Dir in Pflege? So wie deine Katzen reagieren, solltest du die Pflegekatze so kurz wie möglich behalten. Kann die Katze in eine andere Pflegestelle wechseln? Wenn du Glück hast, wird es danach wieder wie vorher. Sind die Katzen wieder zu zweit, spiele viel mit ihnen, damit sie wieder zusammen finden.
      LG, Myriam

  7. Neues Kitten 12 Wochen, an Erstkatze 4,5 Monate gewöhnen. Es heißt immer erst in ein anderes Zimmer damit. Man kann doch das Kitten nicht den ganzen Tag alleine wegsperren, es ist doch Familie gewöhnt. Auch hat ja nicht jeder eins. Unsere Erste will aber das Kleine nicht, wie soll ich denn damit umgehen. ? Ich kann nur bei einer im Zimmer sein und die Kleine kann ich nur in ein Zimmer sperren, wenn sie schläft. Die Große jagt sie, haut sie und will sie beißen und kämpfen. Wenn der Urlaub vorbei ist, keiner daheim.. was dann?

    1. Die beiden Katzen sind beide noch sehr jung, da sollte die Zusammenführung nicht so kompliziert sein wie bei erwachsenen Katzen. Anscheinend ist die neue Katze schon eine Weile bei dir und die Beiden sind bereits aufeinander getroffen. Hat die neue Katze eigentlich Angst vor der alteingesessenen Katze oder kommt sie damit einigermaßen zurecht?
      Was ich immer wieder aufs Neue erkenne: Katzen wissen selbst am besten, wie man sich einem Artgenossen gegenüber nähert. Meistens haben die Katzenhalter mehr Sorge als die Katzen 🙂
      Bei meinen Zusammenführungen hat es am besten mit Spielen funktioniert. Ich werfe ein Katzenspielzeug, rolle einen kleinen Ball durchs Zimmer oder werfe Wattestäbchen (mind. 15 Min. einplanen). Beide Katzen konzentrieren sich auf das Spielzeug und wollen mitmachen. Bei meinen aktuellen Katzen kam der Wendepunkt, als Tiger merkte, dass man mit der neuen Katze toll spielen kann – viel besser als mit den langsamen Menschen. Nur während der Spielzeiten ging Tiger die neue Katze nicht an, nur ein gelegentliches Fauchen, wenn die Neue zu nahe kam. Es hat dann aber trotzdem noch einige Wochen gedauert, bis sie beide auf dem Sofa schliefen (mit viel Abstand, aber immerhin). Inzwischen sind sie Freunde geworden und ich freue mich jeden Tag für Tiger, dass er kein Einzelkater bleiben musste. Trotzdem waren es aufreibende Wochen.
      LG, Myriam
      P.s.: Wegen dem Beißen musst du dir nicht so viel Sorgen machen, in dem Alter können sie noch nicht fest beißen und zusätzlich schützt das Fell.

  8. Meine Freundin und ich sind zusammengezogen, durch die Schwangerschaft.
    Wir trennen die Katzen jetzt seit Wochen und haben immer ein Gitter oben an der Tür wo sie sich mal sehen.
    Leben in einem großen Haus mit großem Grundstück. Ihre Katzen sind freigänger. Anfangs ist meine Katze nur abgehauen, mittlerweile brummt sie, faucht die anderen beiden am Gitter an wenn die mal dort sind und stürmt sogar Aggro vors Gitter.
    Ihre Katzen reagieren gar nicht…ließen sich dadurch eher die Treppe runter vertreiben, aber sind immer mal wieder neugierig. Keine Bürste, kein Fauchen von denen oder sonstiges.
    Meine ist aber eine gefundene handaufzucht…sie hatte damals grade die Augen auf als wir sie draußen gefunden haben.
    Sie hat extreme Straßengene, habe sie dann mit meinem alten Kater zusammen gesetzt, die beiden haben sich nie wirklich gemocht und sich ignoriert. Wenn dann hat sie ihn oft angesprungen und wollte spielen und er nicht.
    Es liest sich hier so leicht „tu das den Katzen nicht an, wenn die Zusammenführung nicht klappt“ aber keine der Katzen is neu, ihre beiden sind 7 und 10 und ein Herz und eine Seele und meine is ebenfalls 7 und bei mir seit ihrer ca 5. oder 6. Woche.
    Wie macht man am besten weiter? Es einfach langsam versuchen?
    Haben jetzt n paar mal ihre Katzen raus gelassen, und meine in der Wohnung laufen lassen. Tipps?

    1. Lieber Stefan, wenn die Katzen schon seit Wochen getrennt sind und deine Katze noch immer knurrt und faucht, würde ich die drei jetzt zusammenlassen. Die Katzen weiterhin zu trennen, bringt bestimmt keine Veränderung im Verhalten Deiner Katze.
      Wenn sich die Katzen das erste Mal treffen, greife nicht ein, wenn sie nur fauchen, knurren oder einen Katzenhieb austeilen. Schreite nur dann ein, wenn sich Katzen einen Kampf liefern. Das muss aber nicht passieren, vielleicht ist deine Katze nur so mutig, so lange sie per Gitter von den anderen Beiden getrennt ist.
      Wichtig ist, dass sich die Katzen zurückziehen können, wenn es ihnen zu viel wird. Darum ist es auch eine gute Sache, wenn die anderen beiden nach draußen können.
      LG, Myriam

      1. Liebe Myriam,
        danke für die Antwort. So wollen wir es auch sehr bald machen, müssen nur die beiden bei besserem Wetter noch mal raus werfen und meine kleine durchs Haus laufen lassen damit sie sich hier besser auskennt. Denn hier oben wo sie sich jetzt befindet ist eigentlich Katzen tabu und da soll auch das Kinderzimmer hin. Dann werden wir sie noch 2-3 mal das Haus erkunden lassen und dann „auf einander los“

        1. Das ist eine gute Entscheidung. Denn irgendwann kommt einfach der Moment und man muss die Katzen zusammenkommen lassen. Katzen-Zusammenführungen sind sehr selten einfach.
          LG, Myriam

      2. Hab auch so ein ähnliches Problem seit ein paar Tagen erst. Wie soll sich die kleine Katze zurückziehen, wenn dir andere auch überall hinkommt. Immer sagt ihr das. Entweder man sperrt sie getrennt , oder es wird gekämpft Heißt nicht aneinander gewöhnen, oder evtl Verletzungen…

        1. Liebe Heidi, wie lange wohnt denn die neue Katze bei dir? Erst ein paar Tage? Wenn du die Möglichkeit hast, würde ich die Katzen erstmal in zwei verschiedenen Räumen unterbringen, damit sie sich an den Geruch und die Anwesenheit der anderen Katze gewöhnen können. Ich habe schon häufiger Katzen zusammengeführt und bei mir hat ein Gitter an der Tür am besten funktioniert. Irgendwann muss man die Katzen aber zusammentreffen lassen und dann kommt es darauf an, ob sie sich tatsächlich wild bekämpfen oder die alteingesessene Katze „nur“ sauer ist und gelegentlich Katzenhiebe austeilt. knurrt und faucht.
          LG, Myriam
          Ein Rückzugsort könnte z.B. im Kleiderschrank in einem Regal weiter oben sein (weiter oben, damit sich die andere Katze nicht unbemerkt anschleichen kann)

  9. Guten Tag,
    ich bräuchte da mal einen Rat. Und zwar wir haben uns einen neuen Kater zu unserer Katze dazu gelegt, die sind zudem gerade auch noch separiert in verschiedenen Zimmern. Nun ist es so dass meine erste Katze faucht und knurrt was ja am Anfang normal erscheint, dennoch faucht sie auch uns an und greift teilweise an. Wenn sie ihn gerade nicht riecht dann lässt sie sich auch streicheln und so weiter. Nun weiß ich nicht genau wie die Zusammenführung ablaufen/ gelingen soll wenn sie auf uns auch aggressiv reagiert was nicht der Normalfall bei ihr ist. Es ist ja erst auch der erste Tag dennoch sollten wir es lieber lassen ?

    1. Deine Katze ist im Moment stark gestresst. So sehr, dass sie sogar euch anfaucht. Gib ihr jetzt erstmal Zeit, um sich an die neue Situation zu gewöhnen. Warte mit der Zusammenführung, bis deine Katze entspannt vor der Türe sitzt.

  10. Guten Tag, wir haben seid paar Stunden erst den neuen Kater. Meine Katze lebt schon etwas länger hier nun so ist der Kater eingezogen und wir sind in gerade in der Räumlichen Trennung. Nun das Problem ist unsere Katze steht sie ganze Zeit vor der Tür und faucht uns an wenn wir vorbei gehen. Sie lässt sich auch normal streicheln und so weiter. Nun greift sie beim vorbei gehen aber auch uns an. Sollte man es länger probieren oder gleich aufgeben?

    1. Gib deiner Katze noch Zeit. Es ist noch viel zu früh, um eine Einschätzung zu geben.
      Aktuell wäre auf jeden Fall ein ganz falscher Zeitpunkt für ein erstes Zusammentreffen der Katzen. Zusammenführungen können wirklich lange dauern. Darum würde ich die Tür erst dann aufmachen, wenn deine Katze entspannt reagiert. LG, Myriam

  11. Moin,
    Ich habe heute den Bruder meines Katers zu mir geholt, da meiner so wirkte als bräuchte er einen Spielgefährten.
    In den ersten Stunden lief alles super, sie haben nicht geraucht, geknurrt oder das Fell gestreubt.
    Jetzt allerdings attackiert mein Kater den neuen mit Buckel und Aufgestellten Fall.
    Ich bin etwas unsicher wie ich jetzt vorgehen soll. Räumliche Trennung heißt es. Ja aber das ist gerade etwas schwer in meiner Wohnsituation.
    Gibt es sonst Tipps die ihr für mich hättet?

    1. Dein Kater hat bemerkt, dass der Bruder in seinem Zuhause bleiben wird, darum wird die Rangfolge geklärt. Das kann man nicht vermeiden. Nach deiner Beschreibung scheinen die Attacken aus Katzensicht aber nicht sehr heftig zu sein. Das ist ein gutes Zeichen. Wie verhält sich der neue Kater? Ist er durch die Angriffe eingeschüchtert oder nimmt er es gelassen? Achte vorallem darauf, dass die Katzen in Ruhe schlafen können und keiner der beiden dabei attackiert wird. Wie lange sind die beiden Kater wieder zusammen? LG, Myriam

  12. Hallo Myriam
    Ich habe seit 5 Wochen eine Zweitkatze. Die Erstkatze kam damal virl zu früh von der Mutter weg in ein Zuhause und wurde dann wieder abgegeben. Seither lebte sie als Einzelkatze bei mir. Sie ist 2,5 Jahre alt. Die neue Katze ist mittlerweile 16 Wochen alt und hängt schon sehr an der grossen und ist neugierig und will kuscheln. Due grosse jagt sie manchmal noch und verteilt Hiebe. Manchmal putzt die grosse die kleine, es sind aber nur 3-4 kurze Schlecker im Vorbeigehen, keine Putzorgie. Schlafen tun sie freiwillig im gleichen Zimmer.
    Wie ist hier deine Einschätzung? Können die beiden noch Freunde werden?
    Vielen Dank und liebe Grüsse
    Michelle

    1. Liebe Michelle, das Verhalten der beiden Katzen hört sich gut an. Wenn die Erstkatzen nach fünf Wochen die Neue ableckt, auch wenn es kurz ist, ist das ein gutes Zeichen. Und die Kleine sucht auch die Nähe der anderen Katze. Bei meinen beiden Katzen war es zu diesem Zeitpunkt ziemlich äjnlich. Aber es ist auf jeden Fall eine positive Tendenz. Wenn die Zusammenführung gescheitert wäre, dann würden eine Katze oder beide Katzen ständig jagen, schlagen, fauchen, knurren oder eine davon mit Angst reagieren. Du wirst sehen, das wird klappen. LG, Myriam

      1. Liebe Myriam
        Vielen Dank für deine Rückmeldung, du hast mir Mut gemacht!
        Nun sind bereits 8 Wochen vorbei. Aktuell ist es eigentlich die meiste Zeit ruhig zwischen den beiden. Es scheinst mir jedoch so, als wäre es für die Erstkatze jeden Morgen eine neue Zusammenführung, da sie vorallem Morgens nicht gut auf die neue zu sprechen ist. Sie faucht und knurrt, es gibt Gejage und auch Gehaue, immer von der Grossen. Die Kleine hat mittlerweile grossen Respekt. Wenn die Grosse an der Kleinen lecken will, dann legt sie sich auf den Rücken und hält alle Pfoten bereit, da sie „Angst“ hat.
        Die Grosse leckt selten an der Kleinen und im nächsten Moment haut sie ihr wieder eine.
        Pfotenhiebe gibt es täglich aber sie können auch friedlich im gleichen Raum sein. Anschmiegen von der Kleinen an die Grosse gibt es nicht mehr.
        Die Kleine sucht oft Schutz bei mir, scheint aber nicht grundsätzlich Angst du haben.
        Die Grosse ist auch mir gegenüber anders geworden seit Anfang her. Faucht und knurrt mich zwischendurch an oder haut mich, kommt aber auch zum Schmusen.
        Ich wäre sehr dankbar über deine erneute Einschätzung zu meiner Situation. Ich môchte so sehr, dass beide Katzis glücklich sind und habe Angst, dass es nicht klappt.

        1. Liebe Michelle, noch hört sich Deine Beschreibung nicht dramatisch an. Trotzdem macht es dein Eindruck, als ob sich die Beziehung der beiden Katzen etwas verschlechtert hat. Nun muss man herausfinden, wie man die Katzen unterstützen kann.
          Viele Katzen sind am Morgen feindlich eingestellt, weil sie Hunger haben. Wenn Katzen hungrig sind (und das sind sie am Morgen meistens, weil zwei Futterrationen pro Tag eigentlich zu wenig sind), dann gibt es in diesem Frust oft Aggressionen gegenüber der anderen Katze. Vielleicht hilft es, wenn Du den Katzen spät abends, vor dem Bettgehen, nochmal Futter gibst. Dann sind sie morgens nicht hungrig und entspannter.
          Bei meinen Katzen war das Eis gebrochen, als der alteingesessene Kater herausfand, dass er mit dem neuen Artgenossen viel toller spielen kann als mit Menschen. Vielleicht kannst Du gemeinsames Spielen fördern?
          Bestimmt wäre es hilfreich, wenn sich beide Katzen zurückziehen können, wenn sie das wünschen. Meist brauchen Katzen erhöhte Rückzugsorte, z.B. auf dem Schrank oder im Schrank. Du kannst auch überlegen, ob Du sie nachts trennst – damit jede Katze in Ruhe und ohne Sorge schlafen kann.
          Versuche, Deiner alteingesessene Katze viel Aufmerksamkeit zu schenken, damit sie nicht eifersüchtig ist. Teilt deine Katze gegenüber der neuen Katze einen Katzenhieb aus, brauchst Du nicht zu schimpfen. So etwas kann man ohnehin nicht unterbinden und Deine Katze fühlt sich zu unrecht maßgeregelt.
          Ich hoffe, das hilft weiter. LG, Myriam

  13. Dem muss ich leider arg widersprechen. Es ist eine Frage der Herangehensweise, wieviel Platz die Tiere haben und ob die Möglichkeit des Freigangs besteht. Ich betreibe seit über 20 Jahren privaten Tierschutz für Katzen und ja, es ist auch nach Monaten! noch möglich, dass Katzen sich aneinander gewöhnen können, eng nebeneinander liegen und sich gegenseitig putzen. Dafür braucht es aber viel Geduld und Einfühlungsvermögen des Menschen.
    Ein Tier zurück ins Tierheim zu geben, sollte die letzte! Option sein, da dies einen erneuten Rückschlag für eine Katze bedeutet und diese womöglich dann gar nicht mehr vermittelbar ist, da sie das Vertrauen zu den Menschen komplett verlieren kann. Was für ein tolles, trostloses restliches Leben!

    1. Liebe Manuela, vielen Dank für deinen Kommentar. Ich habe keine Zweifel, dass es Ausnahmen gibt: Katzen, die sich nach vielen Monaten der Feindschaft am Ende doch noch anfreunden. Aber die Regel ist das nicht. Wenn sich Katzen nach einem Monat noch immer bekriegen und nicht einmal eine kleine Zuneigung entstanden ist, werden sie i.d.R. keine Freundschaft mehr schließen. Wenn man Glück hat, leben die Katzen dann nebeneinander her und ignorieren sich. Wenn man Pech hat, bekriegen sie sich für den Rest ihres Lebens. Beide Situationen sind unerträglich. Für die neue Katze ist die Situaton geradezu ein Alptraum. Sie kommt aus dem Tierheim, hat vielleicht zuvor ihr Zuhause verloren oder ist draußen ohne Menschen aufgewachsen. Und nun lebt sie zwar in einem neuen Zuhause, aber im Krieg mit der Erstkatze. Meiner Meinung ist es geradezu eine selbstlose Entscheidung, die Respekt verdient, wenn man die neue Katze zurück ins Tierheim bringt. So etwas macht niemand leichtfertig. Aber offensichtlich war das Zuhause, das ich der Katze bieten konnte, nicht das richtige. Zurück im Tierheim hat sie die Chance, ein neues Zuhause zu finden, das besser zu ihr passt. Man muss sich von dem Gedanken verabschieden, dass es einer Katze nur bei mir gut geht. Manchmal ist ein anderes Zuhause bei anderen Leuten das bessere Zuhause.
      Auch wenn es einige wenige Ausnahmen gibt und sich Katzen nach Monaten der Feindschaft doch noch anfreuden, sollte man diese Vorgehensweise nicht empfehlen. Denn wenn sich erst nach Monaten herausstellt, dass sich die Katzen nicht vertragen, kann man die Zweitkatze wirklich nicht mehr ins Tierheim zurück geben. Ein Alptraum für beide Katzen.
      LG, Myriam

      1. Hallo ich hab eine 15 Jährige Katze zu Hause . Hab eine kleine 5 Monate alte junge Katze aus einem Haushalt rausgeholt da war es ganz versaut .Meine Große faucht und greift sie auch an . Lässt da irgendwas nach und könnten sie sich an einander gewöhnen.
        Mfg Guido

        1. Es ist sehr, sehr selten, dass sich zwei Katzen sofort mögen. Leider ist ihnen auch das Alter der anderen Katze egal. Darum attackieren erwachsene Katzen auch junge 5-monatige Kätzchen.
          Bei einer Zusammenführung muss man Zeit mitbringen. Wenn die Katzen „nur“ fauchen, ist das ein gutes Zeichen. Oder entstehen richtige Kämpfe? Teilt deine Katze lediglich Tatzenhiebe aus? Wie lange ist die neue Katze bereits bei dir?
          LG Myriam

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