Bett, Sofa, Teppich: Deine Katze pinkelt überall hin? Warum tut sie das? Schluss mit dem Rätselraten! Erfahre, was du tun kannst, damit sie wieder ihr Katzenklo benutzt.
Drei Ursachen, warum deine Katze unsauber wird
Wenn deine Katze überall hinpinkelt, steckt eines dieser drei Probleme dahinter:
Besonders bei plötzlicher Unsauberkeit.
Größe, Sauberkeit, Standort und Streu.
Probleme mit Mitkatzen, Revierstreitigkeiten, Veränderungen im Alltag.
1. Harnmarkieren oder Unsauberkeit? Unterschied erkennen
Zuerst musst du herausfinden, ob deine Katze harnmarkiert oder Unsauber ist. Denn nicht jede Katze, die in die Wohnung pinkelt, ist unsauber. Der Unterschied ist wichtig, denn die Lösungen sind oft völlig andere.

Typisches Harnmarkieren: Die Katze steht mit aufgerichtetem, meist zitterndem Schwanz vor einer Wand oder einem Möbelstück und spritzt eine kleine Menge Urin dagegen. Das Katzenklo benutzt sie weiterhin ganz normal.
Normales Urinieren: Die Katze geht in die Hocke und setzt eine größere Menge Urin ab.
Was hilft gegen Harnmarkieren?
Markieren ist ein natürliches Kommunikationsverhalten. Auslöser können Hormone, fremde Katzen, Revierkonflikte oder Stress sein.
- Kastration: Kann hormonell bedingtes Harnmarkieren deutlich verringern oder sogar ganz beenden. Wenn die Katze schon sehr lange harnmarkiert, bleibt das Markieren möglicherweise bestehen. Darum frühzeitig kastrieren.
- Fremde Katzen fernhalten: Sichtschutz an Fenstern, fremden Katzen den Zugang verwehren.
- Konflikte mit Mitkatzen lösen: Getrennte Futterstellen, Rückzugsorte/Verstecke und sichere Wege schaffen.
- Stress reduzieren: Herausfinden, was die Katze belastet, und die Ursache beseitigen.
- Urinmarkierungen entfernen: Katzenurin gründlich mit einem geeigneten Enzymreiniger entfernen.
- Pheromone ausprobieren: Können das Sicherheitsgefühl stärken und das Markieren beenden oder verringern.
Können Medikamente gegen Harnmarkieren helfen?
Ja, Fluoxetin und Clomipramin können helfen. Studien zeigen eine teils deutliche Verringerung des Markierens. Mögliche Nebenwirkungen sind Appetitlosigkeit, Erbrechen und Müdigkeit. Die Behandlung gehört in tierärztliche Hände. Die eigentlichen Auslöser sollten trotzdem angegangen werden.
2. Krankheiten und Schmerzen
Gestern noch stubenrein, plötzlich immer wieder Pfützen auf dem Teppich? Dann kläre als erstes ab, ob deine Katze krank ist oder unter Schmerzen leidet.
Auch wenn deine Katze auf den ersten Blick gesund wirkt, kann sie unter Schmerzen leiden. Denn Katzen sind Meister im Verbergen von Krankheit und Schmerzen. Das hat evolutionäre Gründe: In der Natur wird ein Tier, das Schwäche zeigt, leichter zur Beute.

Ob deine Katze täglich in die Wohnung pinkelt oder nur hin und wieder: Schmerzen und Erkrankungen können in beiden Fällen dahinterstecken. Auch wenn sie zwischendurch ganz normal ihr Katzenklo benutzt, ist das kein Beweis dafür, dass sie gesund und schmerzfrei ist.
Folgende Krankheiten können hinter Unsauberkeit stecken:
Blasenentzündung und andere Harnwegserkrankungen
Erkrankungen der Harnblase und der Harnröhre können für Katzen sehr schmerzhaft sein. Wenn das Pinkeln im Katzenklo Schmerzen verursacht, meiden viele Katzen das Klo und urinieren an andere Stellen.
Betroffene Katzen müssen häufig pinkeln und setzen nur kleine Mengen Urin ab.
Auch Harnsteine und andere Erkrankungen der unteren Harnwege können Schmerzen beim Wasserlassen verursachen.
⚠️ Notfall: Katze kann nicht pinkeln!
Wenn eine Katze immer wieder versucht, Urin abzusetzen, dabei aber kein Urin kommt, kann ein lebensbedrohlicher Harnröhrenverschluss vorliegen. Sofort zum Tierarzt oder Tierklinik!
Nierenerkrankungen, Diabetes und Schilddrüsenüberfunktion
Die Katze trinkt plötzlich auffallend viel und muss ständig pinkeln? Dann lohnt sich ein genauer Blick, denn es können Krankheiten dahinter stecken:
Chronische Nierenerkrankungen gehören zur Todesursache Nummer 1 bei Katzen über 5 Jahren.
Auch Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) und eine Schilddrüsenüberfunktion können dazu führen, dass Katzen vermehrt trinken, urinieren und unsauber werden.
Arthrose: Wenn der Gang zum Katzenklo wehtut
Was hat Arthrose mit Unsauberkeit zu tun? Eine ganze Menge.
Ein hoher Einstieg ins Klo, das Hineinklettern, in die Hocke gehen beim Pinkeln: All das kann einer Katze mit Gelenkschmerzen wehtun. Um den Schmerz zu vermeiden, pinkeln viele lieber an andere Stellen, die leichter zugänglich sind. Besonders ältere Katzen brauchen deshalb leicht zugängliche Toiletten.
Laut einer Studie erkranken 61% der älteren Katzen an Arthose. Die Forscher fanden auch einen statistischen Zusammenhang zwischen Arthrose und Unsauberkeit.
FORL: Zahnschmerzen, die selbst Tierärzte übersehen können
Bei FORL (Zahnresorption) wird Zahnsubstanz abgebaut – oft unbemerkt und unter erheblichen Schmerzen. Schätzungen des Cornell Feline Health Center zufolge sind fast drei Viertel aller Katzen ab fünf Jahren davon betroffen.
Das Tückische: Die Schäden bleiben meist unter dem Zahnfleisch verborgen. Darum: Dentalröntgen ist zwingend erforderlich.
Ob Zahnschmerzen Unsauberkeit auslösen, ist zwar wissenschaftlich noch nicht belegt. Aber nach meiner Erfahrung führen Schmerzen an den Zähnen durchaus zu Unsauberkeit.
Beim Tierarzt: Abhören und Abtasten reichen nicht
Eine körperliche Untersuchung allein reicht nicht aus, um alle Erkrankungen und Schmerzen auszuschließen. Lass dich nicht mit der Aussage „Deine Katze ist gesund“ nicht abspeisen, wenn die Untersuchung nicht über Abtasten und einen Blick ins Maul und in die Ohren hinausging. Werden deine Bedenken nicht ernst genommen, hole dir eine zweite tierärztliche Meinung ein.
Je nach Verdacht können folgende Untersuchungen sinnvoll sein:
- Urinuntersuchung: Gibt Hinweise auf Blut, Entzündungen, Kristalle und andere Auffälligkeiten.
- Blutuntersuchung: Kann beispielsweise Nierenprobleme oder Diabetes aufdecken.
- Ultraschall oder Röntgen: Können Veränderungen der Blase und bestimmte Harnsteine sichtbar machen.
- Untersuchung auf Gelenkschmerzen: Besonders wichtig bei älteren Katzen.
- Dentalröntgen: Deckt versteckte Zahnerkrankungen wie FORL (Zahnresorption) auf.
Nicht jede Untersuchungen ist nötig – je nach Symptomen.
3. Katzenklo: Diese Fehler können Unsauberkeit auslösen
Der häufigste Grund von Unsauberkeit ist nach meiner Erfahrung das Katzenklo. Denn nicht jedes Katzenklo, das uns Menschen gefällt, gefällt auch den Katzen. Deshalb lohnt es sich, die Toilette kritisch unter die Lupe zu nehmen:
- Sauberkeit: Entferne Kot und Urinklumpen zweimal täglich.
- Geruchsbindende Katzenstreu: Verwende eine moderne, geruchsbindende Katzenstreu ohne zugesetzte Duftstoffe. Katzenklo-Deos sind ein No-Go.
- Streuart und Körnung: Probiere verschiedene Streuarten und Körnungen aus, beispielsweise Naturstreu oder Bentonitstreu, feine oder grobe Körnung.
- Anzahl und Verteilung: Biete ein Katzenklo mehr an als Katzen im Haushalt leben. Zwei Katzen = drei Toiletten. Wichtig: Verteile sie an verschiedenen Orten.
- Standort: Ruhig, jederzeit zugänglich und möglichst weit weg von Futter und Wasser. Vermeide laute Geräte, Durchgangsverkehr und Plätze, an denen andere Katzen den Zugang oder Fluchtweg blockieren können.
- Größe: Mindestens anderthalbmal so lang wie die Katze – gemessen von Nase bis zum Schwanzansatz. Viele handelsübliche Modelle sind deutlich zu klein. Modelle in der richtigen Größe: Das beste Katzenklo
- Haubentoiletten: Viele Katzen mögen keine Haubentoiletten, weil sie sich darin eingeengt fühlen. Nimm die Haube versuchsweise ab und beobachte, ob sich etwas ändert.
- Streuhöhe: Katzen brauchen ausreichend Streu zum Scharren und Vergraben. Ich empfehle mindestens acht Zentimeter, besser zehn Zentimeter. Mehr dazu: Wie hoch sollte Katzenstreu eingefüllt werden?

4. Stress: Was macht deiner Katze zu schaffen?
Katzen sind Gewohnheitstiere. Schon kleine Veränderungen können sie gehörig aus dem Gleichgewicht bringen. Diese Situationen können Stress auslösen:
- Neue Mitbewohner: Ein Baby, ein neuer Partner oder ein weiteres Haustier zieht ein.
Das hilft: Gib deiner Katze Zeit und sorge für ungestörte Rückzugsorte. Eine neue Katze solltest du zunächst getrennt halten und behutsam mit deiner Katze zusammenführen. - Ärger mit Mitkatzen: Ständiges Anstarren, Verfolgen oder das Blockieren von Wegen und Katzenklos.
Das hilft: Schaffe getrennte Futterplätze, Toiletten und Rückzugsorte. Manchmal hilft eine vorübergehende Trennung mit behutsamer Wiederzusammenführung. Leidet eine Katze dauerhaft unter ihren Mitkatzen, kann ein neues Zuhause ohne diese Belastung die beste Lösung sein. Dein Zuhause ist nicht zwangsläufig das beste Zuhause für jede Katze. - Fremde Katzen: Nachbarskatzen tauchen am Fenster auf oder dringen ins Revier ein.
Das hilft: Sichtschutz an Fenster, fremde Katzen fernhalten, chipgesteuerte Katzenklappe. - Veränderungen im Zuhause: Umzug, Renovierung, neue Möbel oder ein anderer Tagesablauf.
Das hilft: Behalte vertraute Abläufe bei und richte deiner Katze einen ruhigen Rückzugsort mit ihren gewohnten Sachen ein. - Lärm und Unruhe: Baustellen, laute Geräte, Babyschreien, laute Musik, häufige Besucher.
Das hilft: Sorge für einen ruhigen Rückzugsort, zu dem Besucher und andere Haustiere keinen Zugang haben. - Verlust eines vertrauten Menschen oder Tieres: Ein geliebter Mensch oder tierischer Gefährte ist nicht mehr da.
Das hilft: Halte gewohnte Tagesabläufe ein, schenke deiner Katze viel Aufmerksamkeit, ohne sie zu bedrängen, und lass ihr Zeit. - Langeweile, Einsamkeit, Frust: Zu wenig Beschäftigung und kaum Möglichkeiten zum Spielen, Klettern oder Erkunden. Besonders Wohnungskatzen können darunter leiden.
Das hilft: Beschäftigung, gemeinsames Spielen und eine abwechslungsreiche Umgebung. Bei Einzelkatzen kann eine zweite Katze mit passendem Charakter sinnvoll sein.
Nicht immer liegt der Auslöser auf der Hand. Manchmal steht die Katze schon seit Monaten unter Stress – oder ein längst vergangenes Ereignis hat das Problem ins Rollen gebracht.
5. Katze pinkelt aufs Bett: Was steckt dahinter?
Ausgerechnet dort, wo du schläfst! Doch dahinter steckt keine Rache, sondern ein anderes Problem.
Weiche Bettwäsche: Manche Katzen pinkeln lieber auf weiche, saugfähige Unterlagen. Lege versuchsweise alte Handtücher, Stoffreste oder ein Stück Teppich in ein zusätzliches Katzenklo. Wechsle die Stoffeinlage nach dem Urinieren.
Angst vor Mitkatzen: Wird eine Katze von ihren Artgenossen bedrängt, kann sie sich auf deinem Bett besonders sicher fühlen – und dort urinieren, statt sich zum Katzenklo zu wagen.
Trennungsprobleme: Eine Studie mit 136 Katzen ergab: Von 96 Katzen, die außerhalb ihrer Toilette urinierten, pinkelten 75 Prozent ausschließlich aufs Bett ihres Halters.
Warum aufs Kopfkissen? Möglicherweise spielt dein Körpergeruch eine Rolle. Auch Harnmarkieren kommt infrage.
Was du auf keinen Fall tun solltest
Schimpfen, Anschreien, bestrafen oder die Katzennase in den Urin drücken? Bitte nicht. Damit zerstört das Vertrauen deiner Katze. Und sie lernt dadurch ganz sicher nicht, das Katzenklo zu benutzen.
Manche Katzenhalter vermuten, die Katze würde aus Protest überall pinkeln. Doch Katzen pinkeln nicht aus Rache. Warum der Begriff „Protestpinkeln“ in die Irre führt, erkläre ich hier: Was steckt hinter Protestpinkeln?
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ENDE
Tiermedizinischer Hinweis: Meine Beiträge beruhen auf Recherche und persönlichen Erfahrungen. Sie ersetzen keine tierärztliche Diagnose oder Behandlung.




Wir haben brüderkater die sich eigentlich gut verstehen. Denke ich…leider pisst einer. Er ist sensibel. Wenn mein Sohn kommt und geht….wenn wir Urlaub machen…und jetzt sind wir auch noch in einem Umbau..
Er pisst ins Bett an Wände und in Taschen…
Die Jungs sind 3 Jahre alt und kastriert
Ich brauche dringend einen Rat. Meine katze pinkelt seit ein paar Wochen immer wieder mal auf die Couch oder auch auf Klamotten. Das Klo wird regelmäßig sauber gemacht. Die Wohnung ist auch immer sauber ich versteh nicht woher das plötzlich kommt. Ich weiß bestrafen oder schimpfen ist nicht die Lösung aber man muss ihr doch klar machen können das es nicht so weiter geht.
Deine Katze ist aus irgendwelchen Gründen in Not. Darum ist es auch nicht möglich, ihr das Pinkeln abzugewöhnen. Man muss herausfinden, was die Katze bedrückt. Ist sie vielleicht eine Wohnungkatze und langweilt sich? Ist sie viel alleine? Hat sich irgendetwas geändert, auch wenn es aus Menschensicht nur eine Kleinigkeit ist? Bei uns haben Pheromone geholfen (Feliway Verdampfer für die Steckdose). Es ist auf jeden Fall einen Versuch wert. LG Myriam
Hallo liebe Myriam,
vor etwa 5 Monaten haben wir eine Katze (7 Jahre alt) aus dem Tierheim zu uns geholt. Es lief bislang alles wunderbar. Sie ist zwar sehr ängstlich und sensibel, hat sich aber schnell bei uns eingelebt. Seit ein paar Wochen pullert sie hin und wieder mal in das Bett. Sie uriniert dabei auf unsere Decken, und zwar auf jede einzeln. Wir haben deinen Rat mit der Folie befolgt und waren mit der kleinen sofort beim Tierarzt. Er konnte nichts feststellen, hat ihr aber sicherheitshalber Tabletten gegen Harngries verschrieben. Nun hat sie nachts auf die Couch uriniert. Ich halte ihre Toilette sauber und habe es auch mit verschiedenen Orten probiert. Sie nutzt die Toilette auch die meiste Zeit, aber eben nicht immer. Mein Lebensgefährte und ich haben sehr wechselnde Arbeitszeiten, wodurch sie aber nie länger als 3 Stunden am Tag alleine ist. Meistens uriniert sie auch in die Wohnung wenn jemand von uns da ist. In dem Zuhause wo sie vorher gelebt hat, hat sie mit ihrem Bruder zusammengelebt. Sie wurden aber einzeln vermittelt, weil sie sich wohl nicht gut verstanden haben und er sie sehr dominiert hat. Ich habe Angst, dass es ihr an etwas fehlt. Vielleicht stört es sie, wenn wir hektisch sind? Hast du vielleicht eine Idee wie wir rauskriegen können, was der kleinen zuschaffen macht?
Liebe Grüße
Liebe Josephine, man darf nicht vergessen, dass Deine Katze mehrere große Änderungen durchmachen musste und in letzter Zeit an drei verschiedenen Orten lebte. Dass die Katze aufs Bett pinkelt, also auf die Schlafstätte ihrer Menschen, zeugt von ihrer seelischen Not. Aus der Ferne ist es schwer, die Gründe dafür zu finden, aber ich will Dir gerne einige Ideen mitgeben. Es war auf jeden Fall eine gute Entscheidung, zuerst zum Tierarzt zu gehen.
Bei meinem Tierheim-Kater hat das Pinkeln aufgehört, als ich Pheromone besorgt hatte (verwende den Verdampfer für die Steckdose, das Spray hilft nicht so gut. Einen Link dazu findest Du in dem Beitrag unter der Zwischenüberschrift „Fehlendes Wohlbefinden“). Einen Versuch ist es wert.
Wenn Katzen Freigänger sind, pinkeln sie selten in die Wohnung, wahrscheinlich weil sie dann ausgelastet sind und eine Aufgabe haben. Hast Du die Möglichkeit dazu?
Einer verunsicherten Katzen hilft oft ein Artgenosse. Wäre das eine Option? Deine Katze war es gewohnt, mit einem Artgenossen zusammenzuleben (auch wenn er sie geärgert hat).
Ich hoffe, dass Du einen Weg für Deine Katze findest.
Liebe Grüße, Myriam
Liebe Myriam, wir haben zwei 3M kleine Katze: der Kater, reinrassiger Ragdoll, war ein Volltreffer für mich und mein Mann aber auch für meine 7J Jährige Tochter. Er ist lieb, sozialiert , sauber. Und hatte eine fadt unproblematische Eingewöhnung Da es überall zu lesen ist, dass Wohnungskatze unbedingt zu zweit zu halten sind, habe ich eine Woche später eine zwei Katze geholt, eine getigerte Weibchen, die laut Züchterin ein Bengal Ekh mix ist und dafür eine stolze Preis verlangt hat. Ich hatte ihr unsere Lebenssituation erklärt (Tierliebes aber quirliges Kind, Kleine Wohnung, viel Arbeit auch im HomeOffice) und gebeten uns eine GEEIGNETE Tier zu geben, Sie hat gemeint, die Katze sei nur etwas Schüchtern…Jetzt sind 10 Tage vorbei, Sie bleibt immer den ganzen Tag versteckt, Und lässt sich natürlich keinerlei streicheln, Mit dem Kater spieltsie inder Nacht, allerdings ist er sehr dominant Seit ein PaarTagen hat sie angefangen überall ihre Geschäfte zu erledigen, von Blumentopf (klar) bis auf unserm Bett… ich habe immer mehr den Eindruck, dass sie bei uns gar nicht wohl fühlt und, dass Es mit der Zeit noch schlimmer wird. Ich bin nicht nur fertig, sondern auch wütend auf “Züchterin}” und überlege mich die Katze zurück zu bringen. Einerseits denke ich mir,, dass die Katze vielleicht gar keine reine Wohnungskatze ist, und vielleicht als Freigaengerin bei Jemandem mit Haus und Garten besser aufgehoben wird, anderseits fürchte ich, dass sie noch einmal an dem Falschen Ort und Mensch verkauft wird, nur um sie schnell los zu werden. Meine Tochter liebt sie schon und sie macht sich auch Sorgen um ihr (obwohl sie konnte die Mieze nie streicheln) und weint… mir bricht das Herz, aber ich weiss, dass ich mir nicht leisten kann, Jeden Tag die Katastrophen, die eine unglückliche Katze anstellt zu beseitigen ????
Liebe Elisa, oje, das tut mir leid. Der Katze geht es gar nicht gut, sie ist in Not unmd weiß sich nicht zu helfen.
Handelt es sich bei den beiden Katzen um Welpen oder erwachsene Tiere? Junge Katzen reagieren auf ein neues Zuhause eigentlich nicht derart ängstlich und gestresst. Darum hast Du wahrscheinlich zwei erwachsene Tiere?
Man weiß ja nicht, was die Katze erlebt hat und warum sie so große Angst vor Menschen hat.
Eventuell kann man mit viel Erfahrung und Zeit der Katze sogar ein klein bisschen helfen. Aber vermutlich wird sie nie eine mutige oder draufgängerische Katze, die sich in einer jungen Familie mit viel Tohuwabohu wohl fühlt.
Die Katze wird bei Euch nicht aufhören, in die Wohnung zu pinkeln. Es geht ihr schlecht und Deine Familie ist ebenso belastet. Auch wenn es sich hart anhört: Gib die Katze zurück. So bekommt sie vielleicht auch die Chance, in ein Umfeld zu kommen, dass ihr mehr liegt.
Man muss sich von der Idee verabschieden, dass es der Katze/dem Hund/dem Kaninchen nur bei einem selbst gut geht. Darum lieber im Sinne des Haustieres entscheiden. Auch wenn es weh tut.
LG, Myriam
Danke vielmals für die rasche und ausführliche Antwort. Beide Katzen sind 3 Monate alt, Als ich gestern meine Mail fertig geschrieben hat, ist die “schlimme” Katze Neben mir gekommen, ich könnte sie vorsichtig kurz streicheln und sie hat zum ersten Mal (!)geschnurrt, ob als sie genau wusste, dass es um sie geht…Meine große Hoffnung jetzt ist, dass der Schwiegervater meiner Schwester die Katze übernehmen könnte, er hat ein Haus mit großem Garten. Dort wäre sie vielleicht glücklicher und wir könnten sie auch immer wieder besuchen…
… das wäre doch eine ausgezeichnete Lösung.
Liebe Myriam,
vor 3 Wochen ist unserHund gestorben.Seitdem pinkelt
meine 16 Jahre alte Katze immer in den Flur . Weiss nicht mehr was ich machen soll! Gebe ihr schon Bachblüten und habe jetzt einen Filiwaystecker bestellt. Hoffe es wird dann besser. Oder hast du eine andere Idee?
LG Karin
Liebe Karin, es tut mir sehr leid, dass Dein Hund gestorben ist. Vermutlich lebten die beiden Tiere schon recht lange zusammen. Deine Katze ist jetzt alleine und das macht ihr zu schaffen. Es ist schwer, eine Katze abzulenken und die Lücke zu füllen. Wahrscheinlich würde ihr ein neuer Spielgefährte gefallen, aber sicher kann man sich nicht sein. Das müsste man ausprobieren. Der Feliway-Zerstäuber für die Steckdose ist auf jeden Fall ein Versuch wert. Mein Kater hatte damit auch mit dem Pinkeln aufgehört. LG, Myriam
Hallo,
Ich habe eine ca. 5 Jahre alte Katze. Sie ist auch schon 3 Jahre bei mir. Sie war am Anfang sehr schüchtern und ängstlich. Nach der kastration ist sie aufgetaut, sehr verspielt und kuschelt gerne.
Nachts kratzt sie allerdings an der Schlafzimmer Tür und Miaut laut und ausdauernd. Sie pinkelt auch seit Jahren auf die Couch oder Teppiche. Heute hat sie auf die frisch gewaschene Wäsche gepinkelt. Wir wissen nicht mehr weiter. Wir haben 2 Katzenklos angeschafft- dachten das ist das Problem. Haben 3 kratzbäume, mehrere Höhlen und dachten sie ist einsam und haben eine 2. Katze dazu geholt. Aber es hört einfach nicht auf! Mal macht sie es öfter, mal seltener… mit Geruchs entferner für Tiere hab ich auch schon alles gereinigt. Nichts hilft. Was kann ich noch tun?
Lg Becci
Hallo Becci,
aus der Ferne lässt sich schwer die Ursache definieren.
Auf jeden Fall ist Deine Katze in Not. Als einziges Mittel sieht sie das Pinkeln in die Wohnung. Darum nützt es auch nichts, die Pfütze zu reinigen und mit Geruchsentferner zu behandeln. So lange die Ursache nicht gefunden ist, wird sie mit dem Pinkeln nicht auffhören. Aufgefallen ist mir bei Deiner Beschreibung, dass die Katze wohl nachts nicht ins Schlafzimmer darf. Für die meisten Katzen ist das eine extreme Ablehung, sie verstehen nicht, warum sie nicht dabei sein dürfen. Vermutlich hast Du Deine Gründe dafür, vielleicht stört sie nachts, aber dennoch würde ich den Versuch wagen, sie eine Weile nachts nicht auszusperren und sie ins Bett zu lassen. Mal sehen, ob sie das beruhigt und sich auf das Pinkeln auswirkt.
Ich drücke die Daumen. LG, Myriam
Liebe Myriam, wir haben zwei Kater, geb. am 01.05.2016. Nach einigen Monaten, wir konnten nicht bestimmen wann genau nach der Kastration, hat einer der Kater immer wieder in die Wohnung gepinkelt. Wir versuchen seither herauszufinden an was es liegt/lag.
Wir haben auch um die gleiche Zeit einen Katzenbrunnen gekauft, dass nur vorab. Nach vielen Ideen (Katzenklos/Streu/Futter uvm) ging zwischenzeitlich der Katzenbrunnen auch kaputt. Dann gabs ab dort nur noch Schälchen. Auf einmal merkten wir, der Kater pinkelt nicht mehr… hatten es aber nicht auf den Brunnen sondern das neue Streu zurück verfolgt. Also alles Prima. Nun haben wir nach Monaten eine Airbowl gekauft und Zack, Kater pinkelt wieder in die Wohnung ;(… kann das Tierchen tatsächlich so sensibel sein, dass es Ihn stört, dass ein Gerät den ganzen Tag an ist/ man Wasserpflätschern hört? Falls ja, siehst Du eine Chance dies zu überwinden? Oder sollen wir das Gerät einfach wieder zurück geben… unglaublich, oder ;)…. Herzliche Grüße, Nadine
Liebe Nadine, wenn die Reaktion des Katers tatsächlich durch den Katzenbrunnen hervorgerufen wird, fürchte ich, dass Du ihn nicht daran gewöhnen kannst. Katzen haben ein ausgeprägtes, feines Gehör. Offensichtlich nimmt er ein extremes Störgeräusch wahr, vielleicht verursacht durch den Motor. Für den Kater ist die Situation auf jeden Fall unerträglich.
Man muss sich bewusst machen, dass Katzen in echter Not sind, wenn sie in die Wohnung pinkeln – auch wenn es sich aus Menschensicht um eine vermeintliche Lapalie handelt. Darum: Katzenbrunnen entsorgen. Alles Gute für Dich und Deinen Kater
LG, Myriam
Also unsere Katze pinkelt seit Jahren überall hin sobald ihr was nicht passt und wir wissen immer genau den Grund, wenn ihr niemand die Tür im Stiegenhaus zum Hof aufmacht oder die Küchentüre 1x zu ist (dort jagt sie im Sommer gerne). Sie pinkelt auf jeden Teppich (und selten auf unsere Schlafdecke, da wir sie 1x bestraft haben) . Ich habe gemerkt, wenn wir sie nicht bestrafen, pinkelt sie öfter. Einmal hatten wir sie bestraft (riechen lassen, schimpfen) dann hatte sie eine lange Zeit nicht auf unsere Decke gepinkelt. Jeder kennt seine Katze, bei unserer weiß ich wirklich immer den Grund.
Ich verstehe natürlich, dass es extrem nervig ist, wenn die Katze in die Wohnung pinkelt. Den Geruch bekommt man schwer raus und irgendwann stinkt die ganze Wohnung. Wenn Katzen in die Wohnung pinkeln, bedrückt sie etwas extrem. Manche Katzen sind senisibler als andere und fühlen sich erheblich früher in Not. Von Strafen würde ich absehen, denn das löst nicht das Problem – und das Vertrauen zwischen Katze und Mensch leidet erheblich. Katzen sind sehr ausdauernd, sie hat mit Sicherheit den längeren Atem. Vielleicht lassen sich die Situationen, die der Katze so nahe gehen, vermeiden?
Mein Frühkastrat war letzte Nacht laut, nachdem ich mit ihm geschimpft habe, ist er auf die Couch gesprungen, guckte mich dabei die ganze Zeit an und hat auf mein Top und die Couch gepinkelt. Ich lese überall nur, dass Katzen nicht aus Provokation pinkeln, aber was war das dann? Das hat er auch schon in meinem Bett gemacht, während ich noch drin lag. Er benutzt auch regelmäßig das Katzenklo, selbst wenn es mal einen Tag überfällig ist, daran kann es also nicht liegen.
Wenn Katzen einfach so in die Wohnung pinkeln, drücken sie damit eine Not aus. Die Katze bedrückt irgendetwas gewaltig. Wir Menschen verstehen die subtile Katzensprache oft nicht, deshalb reagieren sie mit unmissverständlichen Taten. Katzen wollen ganz sicher nicht provizieren, sondern auf ihre Not aufmerksam machen. Die Herausforderung besteht darin, herauszufinden, was dem Kater so sehr belastet. Hilft Dir das weiter?
Liebe Grüße, Myriam
meine Tante hat 2 Katzen, eine Miez und einen Kater.Sie sind aus einem Tierheim und wurden nur zu 2 vermittelt.
Der Kater ist übergewichtig, beide sind Wohnungskatzen.
Der Kater geht zwar auf die Katzentoilette,setzt sich aber so hinein,das er viel Urin über die Katzentoilette hinaus pinkelt,dies läuft unter das Katzenklo, was natürlich dann sehr unangenehm riecht.
Meine Tante ist schon ziemlich genervt deswegen und schimpft mit dem Kater.
Ich bin nun im Internet am Suchen, ,nach einer Katzenmatte und einem neuen Katzenklo.
Was kann man tun, damit diese schlechte Angewohnheit aufhört.
Über eine Empfehlung würde icxh mich sehr freuen .Vielen Dank
Liebe Regina, wie schafft das der Kater? Setzt er sich auf den Toilettenrand?
Ich habe den ratschlag gefolgt und Sofa mit Rettungsdecke abgedeckt.
Meine Katze hat auf die Folie gepinkelt…..
Liebe KatzenMama, es ist selten, dass sich Katzen von Rettungsfolie oder Alufolie nicht abschrecken lassen. Erstens knistert es für Katzen erschreckend und außerdem stehen sie während dem Pinkeln im Urin. Das können Katzen gar nicht leiden. So oder so sind Hilfsmittel wie Rettungsfolie & Co nur eine vorübergehende Lösung. Man muss das Problem finden, das die Katze so sehr bedrückt. Deckt man die eine Stelle ab, finden Katzen bald eine andere Stelle, an der sie pinkeln. Ich weiß, dass es schwer ist, aber bitte die Katze nicht schimpfen, sie ist in Not.