Katze nimmt neues Katzenstreu nicht an

Du hast ein neues Katzenstreu gekauft, aber deine Katze will es nicht benutzen? So klappt die Umstellung.

 


Inhalt:


 

Katze mag neues Katzenstreu nicht.
Nicht begeistert. „Da soll ich hineinpinkeln?“

 

Der Beitrag als Podcast für unterwegs:

 

Manche Katzen nehmen eine neue Katzenstreu-Sorte an, als ob es gar kein Ding wäre. Für andere Katzen ist es eine Katastrophe, wenn im Katzenklo plötzlich ein neues Katzenstreu liegt. Wenn überhaupt, schnuffeln sie kurz daran, rümpfen die Nase und suchen das Weite.



Nun versucht man als hoffnungsvoller Katzenbesitzer erstmal abzuwarten. Wenn die Katze dringend pinkeln muss, wird sie doch das neue Katzenstreu benutzen – oder? Von wegen. Wenn du Pech hast, ignoriert sie das Katzenklo rigoros und pinkelt in die Wohnung.



Trotz dieses Risikos muss man als Katzenbesitzer das Streu manchmal wechseln, z.B. weil man wegen der Ergiebigkeit auf Klumpstreu umsteigen will, weil das bisherige Streu zu leicht ist und sich in der Wohnung verteilt, weil es im langen Fell der Katze hängen bleibt, weil es beim Einfüllen staubt oder weil das bisherige Streu den Geruch nicht eliminiert und die Wohnung nach Katzenklo stinkt.


Die nachfolgenden Methoden helfen, damit der Wechsel erfolgreich wird.

 

Methode 1: Zwei Katzenklos und zwei Katzenstreus verwenden

Biete deiner Katze zunächst zwei Katzentoiletten an. In dem einem Klo liegt das alte Streu, in dem anderen das neue Streu. Nun musst du je nach dem Wesen deiner Katze mehr oder weniger Geduld mitbringen. Es kann passieren, dass deine Katze das Katzenklo mit dem neuen Streu mehrere Tage nicht anrührt.


Katzen brauchen sehr viel Zeit, um sich an eine Veränderung zu gewöhnen. Eine Woche solltest du die Katzentoilette mit dem neuen Streu mindestens stehen lassen.

Methode 2: Neues Katzenstreu untermischen

Mische ein wenig vom neuen Katzenstreu ins alte. Das sollte anfangs wirklich nur eine sehr kleine Menge sein. Nimmt deine Katze die Mischung an, kannst du nach und nach den Anteil des neuen Streus erhöhen. Aber schön langsam!

Methode 3: Gebrauchtes Katzenstreu aufs neue Streu legen

Für Katzen spielen Gerüche eine äußert wichtige Rolle. Das betrifft Gerüche von anderen Tieren, Menschen, Gegenständen, aber auch den eigenen Geruch. Der eigene Geruch gibt Katzen Sicherheit.


Und genau hier können wir ansetzen: Fülle das neue Katzenstreu ins Katzenklo. Streue dann einen Teil des gewohnten und benutzten Katzenstreus (wichtig!) oben drauf und verteile es auf der Oberfläche (nicht untermischen). Das können ruhig zwei, drei Katzenklo-Schaufeln voll sein. So gelangt der vertraute Geruch ins neue Katzenstreu.

 

Diese Methode hört sich auf den ersten Blick etwas ekelig an, aber für Katzen ist ein schlechter Geruch kein Gestank, sondern Information. Und Informationen, die man kennt, ängstigen nicht.

Nicht umsonst pinkeln Katzen immer wieder an dieselbe Stelle, wenn sie in die Wohnung gepinkelt haben.

Katzenstreu wechseln: Damit kein Malheur passiert

Bis du die richtige Methode für deine Katze gefunden hast, solltest du immer auch eine zweite Katzentoilette mit dem alten, gewohnten Streu zur Verfügung stellen. Denn wenn du nur eine Katzentoilette mit dem neuen Streu anbietest, kommt deine Katze in Not.

Irgendwann muss deine Katze nämlich dringendst pinkeln und da aus ihrer Sicht das Katzenklo nicht verwendbar ist, muss sie sich zwangsläufig in der Wohnung erleichtern.
Darum stelle auch bei „Methode 2“ und „Methode 3“ eine zweite Katzentoilette auf – bis die Umstellung mit dem neuen Streu geklappt hat.

 

Die hier drei beschriebenen Methoden haben schon fast eine Erfolgsgarantie. Falls alle drei nicht funktionieren, obwohl du deiner Katze einige Tage Zeit gegeben hast, stehen die Chancen schlecht. Dann widerstrebt deiner Katze das Streu erheblich, z.B. die Konsistenz oder der Geruch. Dann bleibt dir nichts anderes übrig, als ein anderes Katzenstreu auszuprobieren.

 

Was bei meiner Katze funktioniert hat

Meine Katze Biene akzeptiert neues Katzenstreu nicht einfach so. Sie ignoriert es. Trotzdem wollte ich das Katzenstreu wechseln. Denn das bisheriges Katzenstreu war vom Gewicht her so leicht, dass es an den Pfoten hängen blieb und sich in der Wohnung verteilte.

 

Bei Biene hat „Methode 3“ ausgezeichnet funktioniert: Neues Katzenstreu in die Katzentoilette füllen und zwei, drei Katzenkloschaufeln des bisherigen und benutzten (!) Katzenstreus oben drauflegen und verteilen.

Zuvor hatte ich drei Wochen erfolglos allerlei Tricks ausprobiert. Und dann, mit Methode 3, ging es mit einem Mal ganz einfach: Sie stieg ins Katzenklo, schnuffelte ein bisschen herum und pinkelte – als ob sie noch nie etwas gegen das Katzenstreu gehabt hätte. Sieg auf ganzer Linie.

 

Die Umstellung des Katzenstreus ist geschafft.
Tusch für Herzchen Biene! Die Umstellung des Katzenstreus ist nach anfänglichen Misserfolgen gelungen.

Ich habe dabei übrigens bewusst kein neues Katzenklo verwendet, sondern das bisherige Klo, das Biene schon lange kennt und benutzt. Dies habe ich zuvor nicht (!) mit Wasser gereinigt – damit es den Geruch behält, der Biene vertraut ist.

Bei der Umstellung würde ich auf keinen Fall zu einer nagelneue Katzentoilette raten. Sonst riecht nicht nur das neue Katzenstreu fremd, sondern auch noch die Katzentoilette. Das erschwert den Wechsel erheblich.

 

Welche Methode hat bei deiner Katze funktioniert? Schreib es in den Kommentar.

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Beitragsfoto auf der Startseite: Myriam F. Goetz

Artikelfotos (v.o.n.u): (c) Myriam F. Goetz; natura, (c) Fotolia.com; (c) Myriam F. Goetz

 

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Hier blogge ich - Myriam F. Goetz

Ich liebe es, mit Tieren zusammen zu leben. Es ist schön, einen kleinen Freund an seiner Seite zu haben. Meine wichtigste Erkenntnis: Katzen ticken wie Katzen, Hunde wie Hunde und Menschen wie Menschen. Darum entstehen Missverständisse, die man vermeiden kann, wenn man nicht aus Menschensicht handelt. Dies und anderes erfährst du auf meinem Blog. Ich bin Journalistin und lebe in München.

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