Zecken bei Katzen – Zeckenschutz ohne Chemie

Zeckenschutz bei Katzen funktioniert auch ohne Chemie. Erfahre, welche natürlichen Mittel wirken und welche nicht.

aktualisiert: 21.05.19


Inhalt:


 

Die hier empfohlene Produkte stammen aus  meiner persönlichen Erfahrung und umfangreichen Recherchen und entstanden nicht durch Kooperationen. Ich wurde für den Text oder Produkt-Empfehlungen nicht bezahlt. Auch die Produkte standen mir nicht kostenlos zur Verfügung.


 

Chemische Bekämpfung nutze ich seit Jahren nicht mehr für meine Katze. Denn Nervengifte schaden nicht nur den Zecken, sondern auch unseren Katzen.

 

Meine Katze reagierte allergisch auf die chemische Zeckenbekämpfung. An der Stelle, an der ich das Spot-on-Präparat aufgetragen hatte, ging das Fell aus und sie kratzte sich blutig. Wenn das Gift auf der Haut solche Auswirkungen zeigt…was richtet es erst im Körper an? Seitdem habe ich keinen chemischen Zeckenschutz an meine Katze herangelassen.

 

Die schlechte Nachricht

Für Katzen gibt es im Gegensatz zu Hunde weniger natürliche Mittel als Zeckenschutz. Denn bei Katzen darf man z.B. keine ätherischen Öle verwenden – sie sind giftig für Katzen. Samtpfoten können bereits von wenigen Tropfen sterben.

Außerdem kann man einer Katze nicht alles ins Fell reiben, weil die Tiere die Substanz ablecken. Auch Ansprühen lassen sich Katzen häufig nicht gefallen.

 

Wie sucht die Zecke ihren Wirt aus?

Zecken suchen sich ihren Wirt nach eigenen Vorstellungen aus. Sicher weiß man, dass das Hautmilieu damit zusammenhängt – und vorallem die Ausdünstungen. Und weil dieser individuell ist, gibt es Katzen, die Zecken geradezu magnetisch anziehen, und andere, die nie oder selten mit Zecken nach Hause kommen. Aber auch die Gesundheit und Ernährung der Katze spielen eine Rolle.

 

Es stimmt nicht, dass kranke Tiere häufiger von Zecken heimgesucht werden als gesunde Tiere. Zecken suchen nach einem gesunden Wirt.

Entgegen der landläufigen Meinung werden Katzen mit schlechtem  Immunsystem NICHT häufiger von Zecken gestochen. Zecken suchen sich natürlich einen gesunden Wirt aus – und keinen kranken. Das Immunsystem deiner Katze spielt dann eine Rolle, wenn die Zecke Bakterien hinterlassen hat. Ein starkes Immunsystem kann die Bakterien häufig auslöschen.

 

Zecken haben vier Beinpaare. Auf der Suche nach einem Wirt strecken Zecken das erste Beinpaar mit den Haller-Organen in die Luft. Zecken haben keine Nase und können nicht riechen. Aber mit dem Haller-Organ nehmen Zecken die Körperausdünstungen des potentiellen Opfers wahr, beispielsweise Kohlensäure, Ammoniak, Milchsäure und Buttersäure. Buttersäure ist im Schweiß enthalten, Kohlensäure in der ausgeatmeten Luft. Wahrscheinlich spüren Zecken auch Bewegungen, sowie Licht und Schatten (Zecken nehmen den Schatten wahr, den der Wirt beim Vorbeigehen erzeugt).

 

Weil Zecken nicht riechen können, sondern Körperausscheidungen auf eine spezielle Art wahrnehmen, nützt es nichts, den Körpergeruch der Katze mit einem anderen Geruch zu überdecken. Davon lassen sich Zecken nicht täuschen.

 

Zecken bei Katzen - Hausmittel gegen Zecken
Zecken fallen nicht von den Bäumen, sondern warten im Unterholz, in Büschen und auf Gräsern.

 

Warum chemische Mittel für Katzen gefährlich sind

Chemische Spot-ons töten Zecken durch Nervengifte. Gifte machen keinen Unterschied zwischen Zecke und Katze.

 

Der chemische Wirkstoff wird in den Nacken des Tieres geträufelt und verteilt sich dann langsam über den ganzen Körper. Ein Teil davon gelangt in den Organismus der Katze – durch Ablecken oder Durchdringen der Haut.

 

Darum können bei Katzen nach der Gabe beunruhigende Symptome auftreten, z.B. Übelkeit, Lethargie, Erbrechen, Hautentzündungen, Ekzeme, Juckreiz oder Fellausfall. Das sind typische Symptome einer Vergiftung.

 

Die Menge an chemischen Wirstoffen im Katzenkörper potenziert sich, wenn nach vier bis sechs Wochen das nächste Spot on aufgetragen wird. Die Vergiftungsserscheinungen verstärken sich, weil sich Teile des vorherigen Präparats noch im Körper befinden.

 

Sinnvolle Zeckenschutzmittel sollen NICHT saugende Zecken abtöten, sondern abstoßend (repellierend), sodass sie erst gar nicht zustechen. Denn wenn die Zecke erstmal an deiner Katze angedockt ist, werden Bakterien übertragen. Ein Zeckenmittel ist also keinen Pfifferling wehrt, wenn Zecken erst nach dem Andocken sterben (die Zecken sterben übrigens durch das vergiftete (!) Blut deiner Katze).

 

Es gibt natürlich chemische Wirkstoffe, die Zecken zuverlässig abstoßen: nämlich die Pyrethroide Permethrin, Deltamethrin und Flumethrin.

Katzen vertragen aber Pyrethroide nicht. Samtpfoten reagieren darauf mit lebensbedrohlichen Vergiftungen. In Deutschland ist nur ein äußerst niedrig dosierter Wirkstoff zugelassen, und zwar als Halsband.

 

Das finde ich übrigens sehr mutig: Die giftige Substanz wird niedrig dosiert, in der Hoffnung, dass es der Katzenkörper dann irgendwie schafft.

 

Vorsicht bei chemischen Spot on

Zecken bei Katzen werden von vielen Katzenbesitzern mit chemischen Spot-on-Präparaten bekämpft. Ich kann das nachvollziehen, denn es ist praktisch: Katze im Nacken mit einer Substanz beträufeln, schon soll der Zeckenschutz vollbracht sein. Aber so einfach ist es in Wirklichkeit nicht. Was deiner Katze in den Nacken geträufelt wird, sind Nervengift. Zweifelsfrei reagieren Zecken erheblich sensibler auf Nervengifte, aber deiner Katze schaden Pestizide natürlich genauso wie uns Menschen.

 

Darum möchte ich dir Zeckenschutz ohne Chemie nahelegen. Wenn du unbedingt chemische Mittel als Zeckenschutz bei Katzen verwenden möchtest, dann achte darauf, dass sie speziell für Katzen ausgewiesen sind. Spot-on-Präparate für Hunde enthalten Pyrethroide, die bei Katzen tödlich wirken (BLV warnt: Floh- und Zeckenmittel für Hunde können für Katzen tödlich sein).

 

Pyrethroide sind für Katzen lebensgefährlich. Wegen einem Enzymmangel können sie die Stoffe nicht abbauen.

 

In dem nachfolgenden Video kannst du sehen, was passiert, wenn eine Katze ein Spot-on-Präparat für Hunde erhält (Vorsicht, das Video ist nichts für Zartbesaitete. Auch wenn es auf den ersten Blick nicht so aussieht, konnte der Katze geholfen werden):

 

Katze mit Permethrin-Vergiftung

Vergiftung!!Diese Maine Coon Katze kam am Samstagnachmittag über den tierärztlichen Notfalldienst in unsere Praxis. Den Besitzern ist das Zittern aufgefallen. Nach der genauen Befragung der Besitzer ist der Fall schnell klar geworden. Die Katze leidet unter einer Permethrin-Vergiftung. Sie wurde mit einem Spot-on Präparat für Hunde behandelt. Die viele Flüssigkeit war am Vortag über den gesamten Rücken vom Nacken bis zum Schwanz verteilt worden.Wir haben die Katze schnell sediert, damit sie sich während der Krampfanfälle nicht grossartig verletzt. Die nassen Stellen im Fell haben wir entfernt und die restlichen Substanzen auf der Haut abgewaschen. Die Katze mussten wir wegen der langanhaltenden Anfälle weiterhin in Narkose behalten, wir haben sie mit entsprechenden Medikamenten und Infusion behandelt. Sie konnte dann am späteren Abend aus der Narkose geholt und sogar nach Hause entlassen werden.BITTE beachten Sie daher genau, welches Präparat Sie ihrem Liebling verabreichen! Es gibt spezielle Wirkstoffe, wie eben Permethrin, die für Katzen hochgiftig sind. Ein einziger Tropfen in hochdosierter Form kann, wenn nicht sofort behandelt, tödlich sein!! Lesen Sie sich genau die Wirkstoffangaben durch, zum Teil werden Mittel wie "Ungeziefer-Sprays", "Flohhalsbänder", usw. auf dem freien Markt verkauft, die eben genau diesen Wirkstoff enthalten. Lassen Sie sich von Ihrem Tierarzt beraten oder fragen Sie einfach nach.

Gepostet von Tierarztpraxis Dr. G. Hofer am Donnerstag, 24. März 2016

(Quelle: Tierarztpraxis Dr. G. Hofer, Facebook)

 

Zeckenhalsbänder

Auch Zeckenhalsbänder funktionieren mit chemischen Mitteln, die sich auf der Katze verteilen. Zumindest kann man sie im Gegensatz zu Spot-on-Präparaten schnell abnehmen, falls die Katze Nebenwirkungen zeigt. Aber Halsbänder solltest du wegen der Erdrosselungsgefahr ohnehin nicht bei Katzen benutzen.

 

Tierärzte berichten übrigens davon, dass Katzen mit Juckreiz, Ekzemen und Haarausfall am Nacken reagieren, wenn das Zeckenhalsband nass wird. Dann gelangt der Wirkstoff offensichtlich konzentriert auf die Haut und richtet dort Schäden an.

 

Natürlich ist es einfacher, der Katze einfach ein Zeckenhalsband oder ein chemisches Spot on aufzutragen. Dann hat man mehrere Wochen seine Ruhe und die Katze ist vor Zecken geschützt. Aber zu welchem Preis?

 

Bierhefe und Formel-Z

Zecken bei Katzen lassen sich ausgezeichnet mit Bierhefe abwehren. Durch die Hefe ändert sich das Hautmilieu der Katze. Keine Sorge, der Geruch stört deine Katze nicht, und wir Menschen nehmen ihn nicht wahr.

 

Bierhefe ist ein wirkungsvolles Hausmittel gegen Zecken, denn sie ist in keinster Weise schädlich. Ganz im Gegenteil, sie ist reich an Vitamin B. Das ist gut fürs Fell, für Krallen und Haut. Eine Überdosierung ist nicht möglich, aber deine Katze bekommt glänzendes Fell, gesunde Krallen und schöne Haut.

 

Gib deiner Katze während der Zeckenzeit je nach Gewicht ein bis zwei Tabletten täglich.

Aber wie kriegst du die Tablette in die Katze hinein? Die meisten Katzen lieben Bierhefe. Meine Katze ist richtig scharf darauf und frisst sie wie Leckerchen. Du kannst die Tablette auch zerreiben und ins Futter geben – oder gleich Hefepulver kaufen (damit kannst du übrigens ungeliebte Futtersorten verfeinern). Allerdings muss ich sagen, dass der Appetitt nach Bierhefe im Laufe der Monate bei meiner Biene nachlässt.

 

Will deine Katze die Tablette nicht fressen, verteile die zerriebene Tablette oder das Pulver im Fell, damitsie  es bei der Fellpflege aufnimmt.

 

Anstatt Bierhefe kannst du auch Formel-Z verwenden, es ist der natürliche Vitamin-B-Komplex aus der Hefe. Für mäkelige Katzen gibt’s das auch mit Fischmehl angereichert.

 

Kaufen kannst du Bierhefe und Formel Z im Drogeriemarkt oder hier*:

 

Amigard Spot-on (ohne Chemie)

Ich hätte ja nicht gedacht, dass ich jemals ein Spot-on empfehle. Aber dieser natürliche Zecken- und Flohschutz von Amigard wirkt überraschend gut.

 

Das Produkt enhält keine Chemie, sondern nur natürliche Wirkstoffe, ist für Katzen gut verträglich und für Menschen ungefährlich. Nach der Behandlung darf man seine Katzen also anfassen, ohne dass man der Gefahr einer Vergiftung ausgesetzt ist. Das Mittel wirkt repellierend, also abwehrend. Das ist gut, denn dann beißen Zecken und Flöhe erst gar nicht.

Der Spot-on wirkt vier Wochen, das Halsband eine Saison.

 

In Amigard Spot-on ist Neemöl (Margos-Extrakt) enthalten, was ja für Katzen giftig ist. Ich habe Amigard deshalb angeschrieben. Es kam folgende Antwort:

„Konventionell gewonnenes Niemöl enthält den Wirkstoff Azadirachta indica, ein potentes Pestizid, das für viele Anwendungen wie im Pflanzenschutz erwünscht und notwendig ist. Azadirachta indica ist jedoch für Katzen besonders unverträglich, da sie auf diese Substanz besonders empfindlich reagieren. Das in Amigard Spot-on enthaltene Margosa-Extrakt ist absolut frei von Azadirachtin und hat ein vollkommen anderes Toxizitätsprofil als konventiell extrahiertes Niemöl.  Es wird in einem speziellen Verfahren gewonnen und die Qualität wird laufend überprüft.“

 

Hier kannst du Amigard Spot-on kaufen*:

 

Hilft Bernstein als Zeckenschutz?

Bernsteinketten helfen nur einem: Dem Händler, der dir für die Kette 20 Euro aus der Tasche zieht. Bernsteinketten wirken NICHT gegen Zecken.

 

Vor einigen Jahren, als ich mich über Bernsteinketten noch nicht informiert hatte, habe ich eine kleine, elastische Bernsteinkette bei meinen zwei Katzen ausprobiert. Die Kette hatte keinerlei Wirkung. Die Katzen waren nur genervt vom Halsband. Inzwischen weiß ich, warum Bernstein gegen Zecken gar nicht helfen kann:

 

Bernstein soll aus zweierlei Gründen gegen Zecken wirken:

 

1. wegen dem harzigen Geruch

2. wegen der elektrostatischen Aufladung

 

zu 1. Zecken können nur vier Substanzen wahrnehmen, nämlich Kohlendioxid, Milchsäure, Ammoniak und Buttersäure. Zecken sind also gar nicht in der Lage, Harz wahrzunehmen. Wie sollen sie sich dann davon abschrecken lassen?

zu 2. Bernstein soll angeblich wie ein elektrisches Schutzschild wirken und die Zecken geradezu wegschleudern. Das ist ein Märchen. Es ist ein raffinierter Marketing-Gag.

 

Mehr Infos über Bernsteinketten findest du hier: Bernstein gegen Zecken – warum es nicht funktioniert

 

Zecken bei Katzen mit Kokosöl bekämpfen

Katzen ohne Chemie vor Zecken schützen - Kokosöl
Kokosöl schützt Katzen vor Zecken.

Kokosöl ist ein guter natürlicher Zeckenschutz bei Katzen – und hilft auch gegen andere Parasiten. Denn Zecken, Föhe und Milben mögen die Laurinsäure im Kokosöl nicht. Vor Nebenwirkungen oder Überdosierung braucht man sich nicht zu fürchten. Gelangt das Hausmittel in den Organismus der Katze, wirkt es sich positiv auf die Darmflora aus – und schützt auch vor Würmern.

 

Und wie wendet man es an? Kokosöl ist eigentlich kein Öl sondern ein Fett. Nur in tropischen Gegenden ist die Konsistenz aufgrund der Wärme flüssig.

 

Du brauchst nur sehr wenig davon. Nimm eine kleine Messerspitze oder eine erbsengroße Menge des Fetts heraus, lass es in deiner warmen Hand zu Öl schmelzen und streichle deine Katze ausgiebig. Deine Katze verteilt es dann weiter durch ihre Fellpflege. Du kannst das Öl auch auf eine weiche Bürste geben und damit die Katze bürsten. Reibe deine Katze etwa dreimal pro Woche ein. Das Fell soll nicht vor Öl triefen – nimm also nicht zu viel. Wenn das Fell voll mit Fett ist, bleibt auch allerhand Staub und Dreck im Fell hängen.

 

Achte beim Kauf auf einen hohen Laurinsäuregehalt, 50 % sollte er schon aufweisen. Kokosöl als Zeckenschutz sollte kaltgepresst, native und bio sein. Aufbewahrt wird es am besten an einem lichtgeschützen dunklen Ort, aber nicht im Kühlschrank.

 

Kaufen kannst du Kokosöl hier*:

Laurinanteil Kokosöle

Dr. Georg Bio Kokosöl: knapp 60 % Laurinsäure

Bio4Fit Bio Kokosöl: ca. 53 % Laurinsäure

Ölmühle Sollingen Bio Kokosöl: ca. 50 % Laurinsäure

MeaVita Bio Kokosöl: ca. 53 % Laurinsäure

 

Schwarzkümmelöl als Zeckenschutz

WICHTG: Schwarzkümmelöl vertreibt ohne Frage Zecken. Aber für Katzen ist Schwarzkümmelöl giftig.

Grund: Katzen fehlt ein Enzym, wodurch sie ätherische Öle in der Leber nicht richtig abbauen können. Dies kann zu Vergiftungen und Leberschäden führen. Deine Katze kann daran sterben.

Schwarzkümmel
Das Öl aus Schwarzkümmel hilft gegen Zecken – aber für Katzen ist es giftig.

Menschen und Hunde haben diesen Enzymmangel übrigens nicht.

 

Darum: Bei Katzen Finger weg von Schwarzkümmelöl.

 

Wenn du es genauer wissen willst, findest du hier einen Beitrag, der das Problem mit Schwarzkümmelöl sehr gut erklärt: Schwarzkümmelöl gegen Zecken? Gilt das auch bei uns Katzen? (the3cat)

 

Symptome bei Vergiftung: Untertemperatur und Fieber, Müdigkeit, Erbrechen, tränende Augen, Abmagern, Angstzustände, Mattigkeit, Unruhe, Appetitlosigkeit, Stoffwechselprobleme, stumpfes und mattes Fell.

 

Falls du Schwarzkümmelöl bereits zu Hause hast und es als Zeckenschutz nutzen wolltest, brauchst du es nicht wegzuwerfen, denn es hilft beim Menschen bei vielen Erkrankungen, wie z.B. bei Neurodermitis, Schuppenflechte, Allergien, Entzündungen, Akne und Pickel, schlechtes Immunsystem.

 

Teebaumöl als Zeckenschutz

Auch Teebaumöl ist ein ätherisches Öl und somit für Katzen hochgradig giftig. Du darfst es als Zeckenschutz auf keinen Fall verwenden. Im Teebaumöl sind u.a. Terpenen und Phenolen enthalten. Der Katzenorganismus kann diese Inhaltsstoffe nicht nicht richtig verarbeiten, weshalb sich die Giftstoffe ansammeln.

 

Darum: Bei Katzen Finger weg von Teebaumöl.

 

Mehr Infos dazu findest du hier: Katzenkiller Teebaumöl (animal-health-online).

 

 

Was hast du ausprobiert, um die Zecken deiner Katze zu vertreiben? Was hat bei deiner Katze gewirkt und was nicht? Schreib mir!

 

Den Text kannst du gerne teilen.

 

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Fotos: (c) Marem, Fotolia.com / (c) Schlegelfotos, Fotolia.com / Dr Georg Gmbh

37 thoughts on “Zecken bei Katzen – Zeckenschutz ohne Chemie

  1. Ich war gegenüber alternativen Zeckenabwehrmitteln immer skeptisch. Aber letztes Jahr reagierte meine Katze Lisa auf das Spot on plötzlich allergisch und ich musste mir jetzt was anderes überlegen. Beim Googeln bin ich auf deine Seite gestoßen. Schade, dass ich sie nicht schon früher entdeckte 🙂 🙂 🙂 Danke dafür.

    1. Bitte nicht mehr Schwarzkümmel verwenden ist giftig für die Katzen. Nimm kokusöl für Tiere aus bei Anbau von der Apotheke.

  2. Ach, darum hat bei meinem Hund Bernstein nicht funktioniert. Da habe ich mich ganz schön ins Boxhorn jagen lassen. Danke für die tollen Hinweise. Ich werde gleich mal Zistrose ausprobieren.

  3. Gibt es Erfahrungen mit Cistus gegen Zecken.Ich habe gehört es soll zu Nierenproblemen bei Katzen
    kommen?
    Und Bierhefe und Schwarzkümmel sind wirklich unschädlich?

    1. Liebe Petra, keine Sorge, Cistus ist nicht schädlich. Neben dem Zeckenschutz steigert es die Immunabwehr, wirkt entzündungshemmend und wird Katzen deshalb auch in der Homöopathie verabreicht. Auch bei Bierhefe brauchst du dir auch keine Sorgen zu machen. Die Gefahr einer Überdosierung besteht nicht. Was dem Katzen-Organismus zu viel ist, scheidet er aus.
      Nur bei nierenkranken Katzen muss man aufpassen, da sollte man jedes Fressen und Nahrungsergänzungsmittel mit dem Tierarzt absprechen. Nierenkranken Katze sollte man ohne Rücksprache nicht einmal Vitamine geben.
      Hilft dir das weiter? Myriam

      1. Hallo, gibt es zur Anwendung von Cistus-Tabletten weitere Angaben bezüglich Menge oder auf was ich beim Kauf achten muss? Würde gerne die Mischung Cistus-Tablette und Kokosöl versuchen bei meinen 5 Katzen. Wiegen alle um di 4 Kg.

        Besten Dank, natascia

        1. Hallo Natascia,
          bei Katzen funktioniert Zistrose wie bei Hunden als natürlicher Zeckenschutz, aber man kriegt es leider in die Katze nicht hinein. Im Gegensatz zu Bierhefe fressen Katzen Zistrose nicht freiwillig, sie nehmen es auch nicht an, wenn man es ins Futter oder Trinkwasser mischt. Das heißt, du müsstest es deiner Katze gewaltsam ins Mäulchen einflößen. Aber ehrlich gesagt, das würde ich meiner Katze nicht antun – zumindest nicht wegen Zeckenschutz.

          Trotzdem hier die Dosierung:
          Zistrose-Tee: 1/2 TL (mit 1/2 Tasse nicht mehr kochendes Wasser) tägl.
          Zistrose-Pulver oder -Kraut: 1/2 TL tägl.

  4. Hallo,
    die Zeckenzeit hat noch nicht einmal begonnen und ich hab heute schon drei bei meinem Kater gefunden…
    Bin gleich los und habe die Bierhefe gekauft. Was die Dosierung betrifft, mein Kater wiegt 4,5 kg, sollten es dann zwei Tabletten täglich sein?
    Vielen lieben Dank.

    1. Hallo Tina,
      zwei Tabletten sind völlig in Ordnung.
      Auch wenn Deine Katze einmal mehr Bierhefe als nötig erhält, entsteht dadurch kein Problem, weil es ausgeschieden wird.
      Liebe Grüße, Myriam

    2. Hallo,
      Bin eben auf diesen Beitrag gestoßen, weil ich eine Alternative zu den Spot ons gesucht habe, da diese dieses Jahr irgendwie nicht (mehr?) wirklich wirken und auch sehr teuer sind.
      Werde nun mal einige Tipps wie die Bierhefe ausprobieren, vielen Dank! 🙂

    1. Liebe Gaby,
      Kokosöl muss leider jeden Tag aufgetragen werden (nur ganz wenig, das Fell darf nicht fettig wirken). Du musst nicht die gesamte Katze von oben bis unten damit einreiben, denn die Katze verteilt das Kokosöl durch ihre Körperhygiene selbst. Kokosfett aus dem Supermarkt ist nicht geeignet. Es muss natives Kokosöl sein mit einem hohen Anteil an Laurinsäure, mindestens 50 %.
      Überraschend gute Erfahrungen habe ich inzwischen als Parasitenschutz mit Amigard gemacht – ein Spot on ohne Chemie. Das gibt es für Katzen und für Hunde. Auch viele andere Tierbesitzer berichten von sehr guten Erfolgen. Es schützt auch vor Flöhen.

      Bei Flohbefall funktioniert Kieselgur (Kieselerde) ausgezeichnet, um die Flöhe wieder los zu werden – und zwar ohne Chemie: Kieselerde-Pulver in die Handfläche geben und so nah wie möglich an der Haut des Tieres verteilen (nicht staubig pudern). Das Tier täglich mit der Kieselerde einreiben und mit einem Flohkamm nach etwa einer Stunde kämmen. Nach ein paar Tagen das Fell des Tieres auswaschen.
      Beim Flohbefall ist es wichtig, dass man die Flöhe nicht nur von der Katze entfernt, sondern auch aus der Wohnung – sonst bekommt die Katze immer wieder Flöhe. Teppiche, Liegeflächen, Ritzen sowie Spielzeug des Tieres ebenfalls mit der Kieselerde bestreuen, einwirken lassen und absaugen. Für Katze und Hund ist Kieselerde nicht gefährlich und kann nicht überdosiert werden. Hier ist ein Link: http://www.cdvet.de/kieselgur-liquid-powder

      Vorsicht! Ätherische Öle zur Parasitenbekämpfung bei Katzen nicht einsetzen – das ist für Katzen giftig.

      (Bei den Empfehlungen handelt es sich um meine persönlichen Empfehlungen – sie wurden nicht von einem Hersteller gesponsert. Auf schlimmerkater.de gibt es generell keine Artikel, für die ich bezahlt werde.)

      Ich hoffe, ich konnte dir weiterhelfen.

      Viel Erfolg bei deiner Katze.

      Liebe Grüße, Myriam

  5. Dieses Jahr hatte meine Katze sehr viele Zecken, und da wir in Urlaub fuhren, und wir sie in dieser Zeit nicht davon befreien konnten, suchte ich nach einer Alternative für Spot On `s.
    Ich bestellte ihr die Bierhefe Tabletten, und seitdem hat sie nur noch ganz selten eine Zecke.
    Sie liebt die Tabletten, und frist sie mir aus der Hand wie Lekkerlis.
    Ich gebe ihr eine Tabeltte pro Tag , sie wiegt ca. 4,5 kg.
    Ich bin so froh, das sie bei ihr helfen , denn ich möchte meine Katze micht mit “ Gift “ einreiben.

    1. Liebe Heike, herzlichen Dank für dein Feedback. Es freut mich sehr, dass du deine Katze Dank Bierhefe nicht mit Pestitziden schützen musst.
      Viele Grüße, Myriam

  6. Hallo Myriam,
    ich hab eine Frage und zwar wenn ich keine Bierhefe Tabletten zuhause habe, dafür Pulver, wie sieht dabei die Dosierung für die Katze aus?
    Reich eine Teelöffelspitze oder gibt es dafür kleine Messlöffen.

    Ich danke dir für eine Antwort!
    Liebe Grüße

  7. Ich habe letztes Jahr für meine beiden Kater vom Tierarzt etwas bekommen, besser gesagt die Kater haben es eingegeben bekommen. Eine Tablette. Und die hat fast 4 Monate gewirkt. Welches mittel gibt es, dass ich den Katzen NICHT jeden Tag irgendwas ins Futter geben muss? Von Halsbändern halte ich nichts, da meine beiden viel draußen sind. Spot on wollte ich letztes Jahr schon nicht mehr. Und die Tierärztin sagt, dass es jetzt es was gibt das von innen her wirkt und hatte es den Katzen gleich gegeben. Im Internet ist nichts zu finden.

  8. Wir geben unserer Katze seit Jahren ein natürliches Zeckenmittel von Animaldrops und sind begeistert, denn nach kurzer Zeit fanden wir keine Zecke mehr. Und sie ist fast jeden Tag draussen. Wie andere Katzenhalter auch, haben wir fast jedes Zeckenmittel getestet, auch jede chemische Keule. Mit zum Teil sehr negativen Ergebnissen für unser Tier. Und wenn sie sogar noch kleine Kinder in ihrem Haushalt haben, ist von Chemie sowieso abzuraten. Denn die Kinder kommen direkt über die Katze mit der Chemie ja auch in Berührung.

    Und übrigens: Beim Wort Globuli kommen immer wieder die rufe, das sei ja alles nur Einbildung weil es eine Placebo-Wirkung hat. Aber Placebos wirken nur beim Menschen, denn ein Tier Verfügt nicht über die Eigenschaft der Einbildung!

    Die natürlichen Blütenmischungen von Animaldrops haben unserer Katze und unserem Hund schon sehr geholfen.

  9. Wir nutzen das Kokosöl schon jahrelang in der Küche. Jetzt habe ich auch meine Katzte damit eingeschmiert.
    Vielen Dank für guten Tipps!

  10. Hallo.
    Hattest du schon mal Rückmeldung, ob eine Katze die Bierhefe nicht verträgt.
    Mein Kater (1 Jahr) hängt etwas in den Seilen seit ich im die Bierhefe gebe.
    Desweiteren wollte ich wissen, wie oft reibt man die Katze mit dem Kokosfett ein?
    Gruß Marion

    1. Liebe Marion, eine Bierhefe-Unverträglichkeit ist mir bisher noch nicht untergekommen.
      Kokosöl solltest du etwa 3 Mal pro Woche anwenden. Eine Erbsengroße Menge genügt, also ganz wenig. Man sollte nicht zu viel davon nehmen, weil das Fell sonst richtig ölig ist. Ablecken darf es die Katze.
      Viele Grüße, Myriam

  11. Hallo Myriam,

    du schreibst in deinem Artikel u.a., dass ätherische Öle giftig für Katzen sind, darauf möchte ich mit folgender Frage eingehen: ich füge meiner Wäsche in der Waschmaschine ein paar Tropfen ätherisches Öl zu, da ich Bio wasche und es doch ganz schön finde, wenn meine Wäsche ein bisschen frisch duftet.
    Das kann den Katzen aber nicht schaden, ich meine, an der fertigen Wäsche dann, oder? Denn natürlich kommen die im Haushalt mit meiner Keidung und meinen Handtüchern etc. in Kontakt.
    Was meinst du?

    Viele Grüße

    Andrea

    1. Hallo Andrea, dazu habe ich leider keine Erfahrung. Vermutlich macht es den Katzen nichts aus, aber verbindlich kann ich dazu keine Aussage machen. LG, Myriam

  12. Hallo,

    wie sieht es aus mit cdVet ist mit Schwarzkümmelöl-,Jojoba, Lavendel- & Manuka Öl?
    Ist das jetzt giftig für Katzen?!

    Gruß

    Kristina

    Ist

    1. Hallo Kristina, von cdVet gibt es mehrere Produkte gegen Zecken: „cdVet Abwehrkonzentrat mild“, „cdVet Abwehrkonzentrat Hund“ und „CdVet ZeckEx SpotOn“. Du hast wahrscheinlich das zuletzt genannte, weil in den anderen kein Schwarzkümmelöl enthalten ist. So oder so, in keinen der drei Produkte ist Chemie enthalten, die Wirkstoffe sind rein pflanzlich. Ich hoffe, ich konnte dir weiterhelfen. Vielleicht möchtest du bei Gelegenheit deine Erfahrungen mit dem Produkt in den Kommentaren hinterlassen und mit allen Interessierten teilen?
      Katzen darf man das Produkt keinesfalls geben, weil Schwarzkümmelöl enthalten ist. Das ist für Katzen giftig.
      Liebe Grüße aus München, Myriam

  13. Hallo ihr Katzenliebhaber,
    wir geben unserem Kater schon seit zwei Jahren Bierhefe in Flockenform. Letztes Jahr hatte ich das Gefühl es hilft. Dieses Jahr habe ich eher den Verdacht als zöge der Vierbeiner die Krabbelviecher noch an. Also bei uns hilft es nicht mehr, Und Kokosöl habe ich schon versucht, aber Monsieur ist dann zwei Tage mit mir beleidigt, weil ich ihn „beschmutzt“ habe! Deshalb werde ich es jetzt doch mal mit der chemischen Keule versuchen, weil so geht es nicht weiter! Er hat bald ein Halsband aus Zecken um!
    LG vom Rande Bayerns

    1. Hallo,
      ich verstehe natürlich, wie unangenehm diese Zecken am Hund sind, die dann vielleicht auch noch in der Wohnung herumkrabbeln. Dass man dabei verzweifelt, ist klar. Aber chemiesche Abwehrprodukte können bei Hund und Katze so viel Schaden anrichten – oft Monate später oder nach der zweiten Gabe.
      Hast Du Amigard Spot-on bereits ausprobiert? Es enthält keine Chemie und es wirkt bei den meisten Hunden ziemlich gut. Vielleicht wäre es noch ein Versuch wert?
      Liebe Grüße. Myriam

  14. Hallo Myriam
    Besten Dank für Deine Seite; eine großartige Sache!
    Bei uns herrscht die Zeckenplage…
    Hast Du Amigard Spot-on für Katzen oder bereits ein anders Spot-on (In-Fluence Spot-on für Katzen oder bogacare Anti-Parasit Spot-on für Katzen) bereits an Deiner Katze angewendet oder könnte es aufgrund der ätherischen Öle zu Problemen kommen? Welche ätherischen Öle dürfen bei den Katzen verwendet werden.
    Mit Bierhefepulver starte ich morgen (1/2 Teelöffel, wie von Dir beschrieben) … Meine Katzen wiegen 2.9 kg und 3.4 kg… Aufgrund des Felles der einen Katze (Angora) lasse ich das Kokosfett bleiben… Oder könnte man es allenfalls verfüttern?
    Besten Dank für Deine Hilfe.
    Liebe Grüsse, Miriam.

    1. Liebe Miriam, Amigard Spot-on funktioniert schätzungsweise bei etwa 70% der Katzen. Ich persönlich habe mit Amigard gute Erfahrungen gemacht, zu den anderen beiden genannten Spot-ons kann ich nichts sagen. Ätherische Öle sind für Katzen ohne Ausnahme giftig. Es würde mich wundern, wenn ein Hersteller in seinem Zeckenmittel für Katzen tatsächlich ätherische Öle verwenden würde. Kokosöl füttern hilft meiner Meinung nach nicht, um Zecken abzuwehren. Jedoch hilft es innerlich angewandt gegen Darmparasiten und Würmer. Zistrose als Pulver oder Tee innerlich angewandt wirkt gut zur Zeckenabwehr, aber leider kriegt man es in die Katze nicht hinein – sie fressen es nicht freiwillig, daher scheidet es bei Katzen aus. Viele Grüße, Myriam

  15. Hallo,

    wieso sollten denn Giftstoffe nicht zwischen Zecke und Katze unterscheiden können. Du schreibst doch selber, dass es Stoffe gibt, die für Katzen hoch giftig sind, für Hunde jedoch nicht, und umgekehrt. Gleiches gilt doch sicherlich auch für Katze/Zecke.

    1. Hallo, ich glaube, hier liegt ein Missverständis vor. Was ich meine: Pestizide machen keinen Unterschied zwischen Zecke und Katze – Pestizide/Nervengifte sind für Zecken, Katzen, Hunde, Menschen etc. gleichermaßen giftig. Unbestritten reagieren Zecken aber empfindlicher darauf. Ich hoffe, ich konnte die Unklarheit beseitigen. Liebe Grüße, Myriam

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