Zecken bei Katzen – Zeckenschutz ohne Chemie

Chemischer Zeckenschutz bedeutet: Das Blut deiner Katze ist derart giftig, dass Zecken daran sterben. Hier erfährst du, wie du deine Katze mit natürlichen Mitteln vor Zecken schützt – ohne Pestizide und Nervengifte.


Inhalt:


 

Zecken suchen sich ihren Wirt nach eigenen Vorstellungen aus. Sicher weiß man, dass das Hautmilieu damit zusammenhängt. Und weil dieser individuell ist, gibt es Katzen, die Zecken geradezu magnetisch anziehen, und andere, die nie oder selten mit Zecken nach Hause kommen.

Chemische Bekämpfung nutze ich seit Jahren nicht mehr für meine Katze. Denn Nervengifte machen keinen Unterschied zwischen Parasit und Wirt und schaden nicht nur den Zecken, sondern auch unseren Katzen.

Meine Katze reagierte allergisch auf die chemische Zeckenbekämpfung. An der Stelle, an der ich das Spot-on-Präparat aufgetragen hatte, ging das Fell aus und sie kratzte sich blutig. Wenn das Gift auf der Haut solche Auswirkungen zeigt…was richtet es erst im Körper an? Seitdem habe ich keinen Tropfen Chemie an meine Katze herangelassen.

 

Die hier angegebenen Produkte stellen meine persönlichen Empfehlungen dar und entstanden nicht durch Kooperationen mit Unternehmen. Ich wurde für Text oder für die Empfehlungen nicht bezahlt. Die Produkte habe ich auch nicht kostenlos zugesandt bekommen, sondern gekauft. Es handelt sich nicht um verborgene Werbung. Wenn du eines der Produkte über den Link kaufst, bekomme ich von Amazon eine kleine Provision. Dies erhöht natürlich nicht den Preis.

 

Die schlechte Nachricht

Die Anzahl von natürlichen Mitteln gegen Zecken sind im Gegensatz zum Hund bei Katzen geringer. Denn bei Katzen fallen z.B. ätherische Öle weg. Für Katzen sind ätherische Öle giftig. Samtpfoten können von wenigen Tropfen bereits sterben.

Man kann Katzen auch nicht alles ins Fell reiben, weil die Tiere die Substanz ablecken. Auch Ansprühen lassen sich Katzen nicht gefallen.

 

Die gute Nachricht

Jetzt das Wichtigste: Katzen infizieren sich äußerst seltenen mit Krankheiten, die von Zecken übertragen werden. Viele Jahre dachten Experten, dass Katzen resistent gegen Borreliose-Bakterien sind. Inzwischen sind einige wenige Borreliose-Erkrankungen bei Katzen bekannt geworden, aber die Zahl ist derart gering, dass Borreliose bei Katzen hierzulande quasi keine Rolle spielt.

Katzenbesitzer müssen in Deutschland eher Erkrankungen fürchten, die durch Flöhe übertragen werden: Infektiöse Anämie, Katzenkratz-Krankheit, Dipylidiose.

Weitere Infos dazu findest du hier: Sind Zecken für Katzen gefährlich? (Schweizerische Vereinigung für Kleintiermedizin, Autor: Dr. Heinz Sager, Institut für Parasitologie, Universität Bern)

 

Bevor die Zecke zusticht – sie beißt nicht, sondern sticht – läuft sie eine ganze Weile durchs Fell, um einen für sie geeigneten Platz zu finden. Gut, wenn man die sie dann erwischt. Lieblingsorte der Blutsauger sind die gefäßreichen, dünnhäutigen Partien an Kopf, Hals, Schultern und Achseln.

 

Katzen entfernen Zecken übrigens selbst, aber das kriegen sie nur an den Stellen hin, die sie mit dem Maul erreichen.

 

Wie sucht die Zecke ihren Wirt aus?

Auf der Suche nach einem potentiellen Wirt strecken Zecken ihre Vorderbeine mit den Hallerschen Organen und zahlreichen Tasthaaren aus und wedeln damit durch die Luft. Zecken haben keine Nasen und können darum nicht riechen, aber mit den Hallerschen Organen nehmen sie Körperausdünstungen der Wirte wahr, beispielsweise Kohlensäure, Ammoniak, Milchsäure und Buttersäure. Letzteres ist im Schweiß enthalten, Kohlensäure befindet sich in der ausgeatmeten Luft. Die Tasthaare ermitteln Wärme und Bewegungen der potentiellen Opfer. Nur wenn das Mischungsverhältnis stimmt, versucht die Zecke, den Wirt zu erwischen. Wenn nicht, lässt sie es sein.

Weil die Zecke nicht riechen kann, sondern Körperausscheidungen auf spezielle Art wahrnimmt, nützt es nichts, den eigenen Körpergeruch mit einem anderen Geruch zu überdecken. Das kann die Zecke nicht täuschen.

Vergleichbar ist dieses Hallersche Organ vielleicht mit Schnurrhaaren von Katzen. Damit können Katzen beispielsweise Pheromone ihrer Artgenossen wahrnehmen. Daran erkennen sie, ob eine Katze rollig ist oder wer das Revier beansprucht.

 

Zecken entfernen mit Zeckenzange, Zeckenkarte, Pinzette, Zeckenhaken

Wenn du den Parasit nicht anfassen willst, entfernst du Zecken bei Katzen am besten mit Zeckenzangen, Zeckenkarten, Zeckenhaken oder einer Pinzette. Teile dazu das Fell mit den Fingern und setze das Gerät so nah wie möglich an der Haut an.

 

Jetzt kommt der Trick: Ziehe die Zecke gleichmäßig und senkrecht nach oben. Verharre in dieser Position, sodass auf der Zecke Spannung liegt. Es kann eine halbe Minute dauern, aber dann gleitet der Blutsauger sanft aus der Katze.

 

An der Einstichstelle kann zu einer kleinen Rötung kommen – das ist normal und hat auch nichts mit Borreliose zu tun. Die Rötung verschwindet nach einiger Zeit. Nur wenn sich die Eisntichstelle entzündet, gehst du zum Tierarzt.

Weitere Infos zum Entfernen von Zecken findest du hier: Zecken richtig entfernen – und was du tun musst, wenn der Kopf stecken bleibt

 

Zecken bei Katzen - Hausmittel gegen Zecken
Zecken fallen nicht von den Bäumen, sondern warten im Unterholz, in Büschen und auf Gräsern.

 

Zecken bei Katzen durch chemische Mittel entfernen

Die typischen Abwehrmittel wie Spot-on-Präparate und Halsbänder arbeiten mit Nervengiften. Darum können bei Katzen Nebenwirkungen auftreten wie Übelkeit, Lethargie, Erbrechen, Hautentzündungen, Juckreiz und Fellausfall.

Bis vor einigen Jahren wirkten chemische Präparate ziemlich zuverlässig gegen Zecken. In letzter Zeit mehren sich Meldungen, nach denen Zecken gegen die Gifte Resistenzen gebildet haben und Katzen daher trotz chemischen Schutz mit Zecken nach Hause kommen.

 

Spot on

Zecken bei Katzen werden von den meisten Katzenbesitzern mit Spot-on-Präparaten bekämpft. Ist ja auch praktisch. Die Katze wird im Nacken mit einer Substanz beträufelt, die sich dann mit der Lipidschicht der Haut verbindet und über den ganzen Körper verteilt. Leider ist die Substanz ein Nervengift, das in den Organismus der Katze gelangt: über die Haut und durchs Ablecken. Also Vorsicht, viele Katzen reagieren auf Pestizide allergisch. Wenn das der Fall ist, wird es gefährlich für deine Katze.

 

Wenn du Spot-on-Präperate trotzdem verwenden willst, dann trage sie zumindest NICHT zwischen den Schulterblättern auf – wie es eigentlich empfohlen wird. An dieser Stelle können die Gifte wunderbar ins Rückenmark eindringen. Platziere das Mittel, wenn es  denn sein muss, ein paar Zentimeter versetzt auf die Schulterblätter.

 

Wenn du unbedingt chemische Mittel als Zeckenschutz bei Katzen verwenden möchtest, dann achte darauf, dass sie speziell für Katzen ausgewiesen sind. Spot-on-Präparate für Hunde enthalten häufig Permethrin, das bei Katzen tödlich wirkt (BLV warnt: Floh- und Zeckenmittel für Hunde können für Katzen tödlich sein).

 

Permethrin ist für Katzen lebensgefährlich, da sie den Stoff mangels eines entsprechenden Enzyms nicht abbauen können.

 

In diesem Video kannst du sehen, was passiert, wenn man bei Katzen Spot-on-Präparate für Hunde verwendet.

 

Zeckenhalsbänder

Auch Zeckenhalsbänder funktionieren mit chemischen Mitteln, die sich auf der Katze verteilen. Zumindest kann man sie im Gegensatz zu Spot-on-Präparaten schnell abnehmen, falls die Katze Nebenwirkungen zeigt. Aber Halsbänder solltest du wegen der Erdrosselungsgefahr ohnehin nicht benutzen.

 

Zeckenschutz bei Katzen ohne Chemie

Bierhefe gegen Zecken

Zecken bei Katzen lassen sich ausgezeichnet mit Bierhefe abwehren. Durch die Hefe ändert sich das Hautmilieu der Katze. Keine Sorge, der Geruch stört deine Katze nicht, und wir Menschen nehmen ihn nicht wahr.

 

Bierhefe ist ein wirkungsvolles Hausmittel gegen Zecken, denn sie ist in keinster Weise schädlich. Ganz im Gegenteil, sie ist reich an Vitamin B. Das ist gut fürs Fell, für Krallen und Haut. Eine Überdosierung ist nicht möglich, aber deine Katze bekommt glänzendes Fell, gesunde Krallen und schöne Haut.

 

Gib deiner Katze während der Zeckenzeit je nach Gewicht ein bis zwei Tabletten täglich.

Aber wie kriegst du die Tablette in die Katze hinein? Die meisten Katzen lieben Bierhefe. Meine Katze ist richtig scharf darauf und frisst sie wie Leckerchen. Du kannst die Tablette auch zerreiben und ins Futter geben – oder gleich Hefepulver kaufen (damit kannst du übrigens ungeliebte Futtersorten verfeinern). Allerdings muss ich sagen, dass der Appetitt nach Bierhefe im Laufe der Monate bei meiner Biene nachlässt.

 

Will deine Katze die Tablette nicht fressen, verteile die zerriebene Tablette oder das Pulver im Fell, damitsie  es bei der Fellpflege aufnimmt.

 

Anstatt Bierhefe kannst du auch Formel-Z verwenden, es ist der natürliche Vitamin-B-Komplex aus der Hefe. Für mäkelige Katzen gibt’s das auch mit Fischmehl angereichert.

 

Kaufen kannst du es im Drogeriemarkt oder hier:

Bierhefetabletten oder Formel-Z

 

Hilft Bernstein als Zeckenschutz?

Bernsteinketten helfen nur einem: Dem Händler, der dir für die Kette 20 Euro aus der Tasche zieht. Bernsteinketten wirken NICHT gegen Zecken.

 

Vor einigen Jahren, als ich mich über Bernsteinketten noch nicht informiert hatte, habe ich eine kleine, elastische Bernsteinkette bei meinen zwei Katzen ausprobiert. Die Kette hatte keinerlei Wirkung. Die Katzen waren nur genervt vom Halsband. Inzwioschen weiß ich, warum Bernstein gegen Zecken gar nicht helfen kann:

Bernstein soll aus zweierlei Gründen gegen Zecken wirken: 1. wegen dem harzigen Geruch und 2. wegen der elektrostatischen Aufladung.

1. Zecken können nur vier Substanzen wahrnehmen, nämlich Kohlendioxid, Milchsäure, Ammoniak und Buttersäure. Zecken sind also gar nicht in der Lage, Harz wahrzunehmen. Wie sollen sie sich dann davon abschrecken lassen?

2. Bernstein soll angeblich wie ein elektrisches Schutzschild wirken und die Zecken geradezu wegschleudern. Das ist ein Märchen. Es ist ein raffinierter Marketing-Gag.

 

Mehr Infos über Bernsteinketten findest du sie hier: Bernstein gegen Zecken – warum es nicht funktioniert

 

Zecken bei Katzen mit Kokosöl bekämpfen

Katzen ohne Chemie vor Zecken schützen - Kokosöl
Kokosöl schützt Katzen vor Zecken.

Kokosöl ist ein guter natürlicher Zeckenschutz bei Katzen – und hilft auch gegen andere Parasiten. Denn Zecken, Föhe und Milben mögen die Laurinsäure im Kokosöl nicht. Vor Nebenwirkungen oder Überdosierung braucht man sich nicht zu fürchten. Gelangt das Hausmittel in den Organismus der Katze, wirkt es sich positiv auf die Darmflora aus – und schützt auch vor Würmern.

 

Und wie wendet man es an? Kokosöl ist eigentlich kein Öl sondern ein Fett. Nur in tropischen Gegenden ist die Konsistenz aufgrund der Wärme flüssig.

 

Du brauchst nur sehr wenig davon. Nimm eine kleine Messerspitze des Fetts heraus, lass es in deiner warmen Hand zu Öl schmelzen und streichle deine Katze ausgiebig. Deine Katze verteilt es dann weiter durch ihre Fellpflege. Du kannst das Öl auch auf eine weiche Bürste geben und damit die Katze bürsten.

Das Fell darf nicht vor Öl triefen, es genügt eine Messerspitze.

Kaufen kannst du es im Drogeriemarkt oder hier: Kokosöl

 

Schwarzkümmelöl als Zeckenschutz

WICHITG: Schwarzkümmelöl vertreibt ohne Frage Zecken. Aber für Katzen ist Schwarzkümmelöl giftig.

Grund: Katzen fehlt ein Enzym, wodurch sie ätherische Öle in der Leber nicht richtig abbauen können. Dies kann zu Vergiftungen und Leberschäden führen. Deine Katze kann daran sterben.

Schwarzkümmel
Das Öl aus Schwarzkümmel hilft gegen Zecken – aber für Katzen ist es giftig.

Menschen und Hunde haben diesen Enzymmangel übrigens nicht.

 

Darum: Bei Katzen Finger weg von Schwarzkümmelöl.

 

Wenn du es genauer wissen willst, findest du hier einen Beitrag, der das Problem mit Schwarzkümmelöl sehr gut erklärt: Schwarzkümmelöl gegen Zecken? Gilt das auch bei uns Katzen?

Symptome bei Vergiftung: Untertemperatur und Fieber, Müdigkeit, Erbrechen, tränende Augen, Abmagern, Angstzustände, Mattigkeit, Unruhe, Appetitlosigkeit, Stoffwechselprobleme, stumpfes und mattes Fell.

 

Falls du Schwarzkümmelöl bereits zu Hause hast und es als Zeckenschutz nutzen wolltest, brauchst du es nicht wegzuwerfen, denn es hilft beim Menschen bei vielen Erkrankungen, wie z.B. bei Neurodermitis, Schuppenflechte, Allergien, Entzündungen, Akne und Pickel, schlechtes Immunsystem.

 

Teebaumöl als Zeckenschutz

Auch Teebaumöl ist ein ätherisches Öl und somit für Katzen hochgradig giftig. Du darfst es als Zeckenschutz auf keinen Fall verwenden. Im Teebaumöl sind u.a. Terpenen und Phenolen enthalten. Der Katzenorganismus kann diese Inhaltsstoffe nicht nicht richtig verarbeiten, weshalb sich die Giftstoffe ansammeln.

 

Darum: Bei Katzen Finger weg von Teebaumöl.

 

Mehr Infos dazu findest du hier: Katzenkiller Teebaumöl (animal-health-online).

 

Amigard Spot-on und Halsband

Ich hätte ja nicht gedacht, dass ich jemals ein Spot-on empfehle. Aber dieser natürliche Zecken- und Flohschutz von Amigard wirkt überraschend gut. Das Produkt enhält keine Chemie, sondern nur natürliche Wirkstoffe, ist für Katzen gut verträglich und für Menschen ungefährlich. Nach der Behandlung darf man seine Katzen also anfassen, ohne dass man sich danach die Hände waschen muss. Das Mittel wirkt repellierend, also abwehrend. Das ist gut, denn dann beißen Zecken und Flöhe erst gar nicht.

Der Spot-on wirkt vier Wochen, das Halsband eine Saison.

 

Hier kannst du es kaufen:
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Amigard Halsband gegen Zecken und Flöhe bei Amazon ansehen

 

Das Wichtigste in Kürze

  • Im Gegensatz zu Hunden erkranken Katzen so gut wie garnicht an Krankheiten, die durch Zecken übertragen werden eher durch Flöhe
  • Katzen entfernen Zecken selbst, aber nur an den Stellen, die sie erreichen können.
  • Chemischen Zeckenschutz vertragen viele Katzen nicht
  • Bierhefe und Kokosöl hilft als Zeckenschutz bei Katzen
  • Ätherische Öle wie Schwarzkümmelöl und Teebaumöl sind für Katzen giftig.
  • Amigard Spot-on und Halsband bestehen aus natürlichen Wirkstoffen und wirkt bei fast allen Katzen

 

Was hast du ausprobiert, um die Zecken deiner Katze zu vertreiben? Was hat bei deiner Katze gewirkt und was nicht? Schreib mir!

 

Die Empfehlungen für die Produkte sind meine persönliche Empfehlungen. Es handelt sich dabei nicht um Werbung oder gekaufte Artikel.

 

Den Text kannst du gerne teilen.

 

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Fotos: (c) Marem, Fotolia.com / (c) Schlegelfotos, Fotolia.com / Dr Georg Gmbh

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Myriam

Hier blogge ich - Myriam F. Goetz

Ich liebe es, mit Tieren zusammen zu leben. Es ist schön, einen kleinen Freund an seiner Seite zu haben. Meine wichtigste Erkenntnis: Katzen ticken wie Katzen, Hunde wie Hunde und Menschen wie Menschen. Darum entstehen Missverständisse, die man vermeiden kann, wenn man nicht aus Menschensicht handelt. Dies und anderes erfährst du auf meinem Blog. Ich bin Journalistin und lebe in München.

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15 thoughts on “Zecken bei Katzen – Zeckenschutz ohne Chemie

  1. Ich war gegenüber alternativen Zeckenabwehrmitteln immer skeptisch. Aber letztes Jahr reagierte meine Katze Lisa auf das Spot on plötzlich allergisch und ich musste mir jetzt was anderes überlegen. Beim Googeln bin ich auf deine Seite gestoßen. Schade, dass ich sie nicht schon früher entdeckte 🙂 🙂 🙂 Danke dafür.

    1. Bitte nicht mehr Schwarzkümmel verwenden ist giftig für die Katzen. Nimm kokusöl für Tiere aus bei Anbau von der Apotheke.

  2. Ach, darum hat bei meinem Hund Bernstein nicht funktioniert. Da habe ich mich ganz schön ins Boxhorn jagen lassen. Danke für die tollen Hinweise. Ich werde gleich mal Zistrose ausprobieren.

  3. Gibt es Erfahrungen mit Cistus gegen Zecken.Ich habe gehört es soll zu Nierenproblemen bei Katzen
    kommen?
    Und Bierhefe und Schwarzkümmel sind wirklich unschädlich?

    1. Liebe Petra, keine Sorge, Cistus ist nicht schädlich. Neben dem Zeckenschutz steigert es die Immunabwehr, wirkt entzündungshemmend und wird Katzen deshalb auch in der Homöopathie verabreicht. Auch bei Bierhefe brauchst du dir auch keine Sorgen zu machen. Die Gefahr einer Überdosierung besteht nicht. Was dem Katzen-Organismus zu viel ist, scheidet er aus.
      Nur bei nierenkranken Katzen muss man aufpassen, da sollte man jedes Fressen und Nahrungsergänzungsmittel mit dem Tierarzt absprechen. Nierenkranken Katze sollte man ohne Rücksprache nicht einmal Vitamine geben.
      Hilft dir das weiter? Myriam

  4. Hallo,
    die Zeckenzeit hat noch nicht einmal begonnen und ich hab heute schon drei bei meinem Kater gefunden…
    Bin gleich los und habe die Bierhefe gekauft. Was die Dosierung betrifft, mein Kater wiegt 4,5 kg, sollten es dann zwei Tabletten täglich sein?
    Vielen lieben Dank.

    1. Hallo Tina,
      zwei Tabletten sind völlig in Ordnung.
      Auch wenn Deine Katze einmal mehr Bierhefe als nötig erhält, entsteht dadurch kein Problem, weil es ausgeschieden wird.
      Liebe Grüße, Myriam

    1. Liebe Gaby,
      Kokosöl muss leider jeden Tag aufgetragen werden (nur ganz wenig, das Fell darf nicht fettig wirken). Du musst nicht die gesamte Katze von oben bis unten damit einreiben, denn die Katze verteilt das Kokosöl durch ihre Körperhygiene selbst. Kokosfett aus dem Supermarkt ist nicht geeignet. Es muss natives Kokosöl sein mit einem hohen Anteil an Laurinsäure, mindestens 50 %.
      Überraschend gute Erfahrungen habe ich inzwischen als Parasitenschutz mit Amigard gemacht – ein Spot on ohne Chemie. Das gibt es für Katzen und für Hunde. Auch viele andere Tierbesitzer berichten von sehr guten Erfolgen. Es schützt auch vor Flöhen.

      Bei Flohbefall funktioniert Kieselgur (Kieselerde) ausgezeichnet, um die Flöhe wieder los zu werden – und zwar ohne Chemie: Kieselerde-Pulver in die Handfläche geben und so nah wie möglich an der Haut des Tieres verteilen (nicht staubig pudern). Das Tier täglich mit der Kieselerde einreiben und mit einem Flohkamm nach etwa einer Stunde kämmen. Nach ein paar Tagen das Fell des Tieres auswaschen.
      Beim Flohbefall ist es wichtig, dass man die Flöhe nicht nur von der Katze entfernt, sondern auch aus der Wohnung – sonst bekommt die Katze immer wieder Flöhe. Teppiche, Liegeflächen, Ritzen sowie Spielzeug des Tieres ebenfalls mit der Kieselerde bestreuen, einwirken lassen und absaugen. Für Katze und Hund ist Kieselerde nicht gefährlich und kann nicht überdosiert werden. Hier ist ein Link: http://www.cdvet.de/kieselgur-liquid-powder

      Vorsicht! Ätherische Öle zur Parasitenbekämpfung bei Katzen nicht einsetzen – das ist für Katzen giftig.

      (Bei den Empfehlungen handelt es sich um meine persönlichen Empfehlungen – sie wurden nicht von einem Hersteller gesponsert. Auf schlimmerkater.de gibt es generell keine Artikel, für die ich bezahlt werde.)

      Ich hoffe, ich konnte dir weiterhelfen.

      Viel Erfolg bei deiner Katze.

      Liebe Grüße, Myriam

  5. Dieses Jahr hatte meine Katze sehr viele Zecken, und da wir in Urlaub fuhren, und wir sie in dieser Zeit nicht davon befreien konnten, suchte ich nach einer Alternative für Spot On `s.
    Ich bestellte ihr die Bierhefe Tabletten, und seitdem hat sie nur noch ganz selten eine Zecke.
    Sie liebt die Tabletten, und frist sie mir aus der Hand wie Lekkerlis.
    Ich gebe ihr eine Tabeltte pro Tag , sie wiegt ca. 4,5 kg.
    Ich bin so froh, das sie bei ihr helfen , denn ich möchte meine Katze micht mit “ Gift “ einreiben.

    1. Liebe Heike, herzlichen Dank für dein Feedback. Es freut mich sehr, dass du deine Katze Dank Bierhefe nicht mit Pestitziden schützen musst.
      Viele Grüße, Myriam

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