Zecken beim Hund – Zeckenschutz ohne Chemie

Zecken beim Hund kannst du auch ohne Chemie wirkungsvoll bekämpfen. Hier erfährst du, welche natürlichen Mittel funktionieren und welche nicht. Zeckenschutz geht auch ohne Chemie.

aktualisiert: 05.05.2019


Inhalt:

 


 

Bei den Produkt-Empfehlungen handelt es sich um meine persönlichen Erfahrungen und Recherchen und nicht um bezahlte Werbung oder Kooperationen.


 

Warum manche Hunde von Zecken geradezu überfallen und andere verschont werden, ist nicht genau bekannt. Sicher ist. Das individuelle Hautmilieu des Hunde hängt damit zusammen. Und ein intaktes Immunsystem. Geschwächte Hunde werden bevorzugt von Parasiten befallen.

 

Natürliche Mittel gegen Zecken solltest du nicht das ganze Jahr hindurch geben, um einen Gewöhnungseffekt zu vermeiden. Gebe die Mittel von April bis Oktober.

 

Übertragungszeit von Krankheiten ab dem Biss

Zecken übertragen manche Krankheiten kurz nach dem Stich. Andere Erreger brauchen einige Stunden, bis sie von der Zecke in den Hund gelangen. Der Borreliose-Erreger braucht z.B. mindestens zwölf Stunden.

 

Noch ein Hinweis zur gefürchteten Borreliose: Wenn ein Hund nach einem Zeckenbiss tatsächlich an Borreliose erkrankt, ist das ohne Frage ein großes Unglück. Borreliose ist eine gnadenlose Krankheit, die nicht heilbar ist und dem Hund den Rest seines Lebens zu schaffen macht.

 

Jetzt aber die gute Nachricht: Fast alle Hunde kommen mit dem Borreliose-Erreger in Kontakt, aber die wenigsten Hunde erkranken daran. Die meisten Hunde sind dagegen immun (wie übrigens die meisten Menschen und alle Wildtiere). Häufig ist die Diagnose „Borreliose“ falsch. Weitere Infos: Keine Panik vor Borreliose und Borreliose beim Hund.

 

Übertragungszeit der Erreger ab dem Zeckenstich

  • Babesiose

  12 – 72 Stunden nach dem Festsaugen

  • Borreliose

  12 – 24 Stunden nach dem Festsaugen

  • Anaplasmose

  weniger als 24 Stunden

  • Ehrlichiose

  Übertragungszeit: unbekannt

  • FSME

  Übertragungszeit: wenige Minuten nach dem Stich

 

Warum chemische Präparate als Zeckenschutz gefährlich sind

Die Schulmedizin rät als Zeckenschutz für Hunde zur Chemie, vor allem zu Spot-on-Präparaten. Bei dieser Methode wird das chemische Mittel auf die Haut des Hundes aufgetragen.

 

Man muss sich darüber im Klaren sein, dass man seinem Tier Pestizide aufträgt – Nervengifte. Sie gelangt über die Haut in den Organismus des Hundes. Den Hund darf man dann eine Weile nicht anfassen, damit das Gift nicht auf uns Menschen übertragen wird. Da sträuben sich einem doch die Nackenhaare.

 

In vielen Spot-on-Präperaten ist der Wirkstoff Permethrin enthalten – das ist ein Insektizid. Permethrin wurde in Deutschland, Österreich und der Schweiz in der Land- und Forstwirtschaft verboten. Aber Hunden darf man es geben.

 

Die meisten chemischen Mittel wirken nicht repellierend. Das bedeutet, sie wirken auf Zecken nicht abschreckend. Die Wirkung der chemischen Mittel setzt erst dann ein, wenn die Zecke das Blut deines Hundes saugt – weil es mit Pestiziden vergiftet ist. Während die Zecke also an deinen Hund angedockt ist, stirbt sie langsam. Während des Sterbevorgangs entleeren sich die Parasiten in den Wirt. Auf diese Weise gelangen also etwaige vorhandene Erreger ganz gewiss in den Hund.

 

Wenn Zeckenschutz, dann mit repellierender, also abschreckender Wirkung. Was nützt es, wenn die Zecke zwar nach ein paar Stunden stirbt, aber vorher noch unseren Hund infiziert?

 

Nebenwirkungen von Pestiziden

 

  • Übelkeit und Erbrechen
  • Schuppige Haut und stumpfes Fell
  • Juckreiz und Fellausfall an der behandelten Stelle
  • Entzündungsreaktionen
  • Ekzeme
  • Zittern oder Lethargie
  • Hotspots (offene, entzündliche Hautstellen an den Applikationsstellen)
  • neurologischen Ausfallserkrankungen und Lähmungen

 

Die Nebenwirkungen können noch Wochen später nach der Gabe auftreten.

Was diese Präparate im Laufe der Jahre im Organismus des Hundes bewirken, ist nicht bekannt.

 

Zecken reagieren übrigens zunehmend resistent auf chemische Abwehrmittel.

 

Weitere Infos: Floh- & Zecken-Schutzmittel für Hunde: Wie schädlich sind die Nervengifte darin? (LesWauz).

 

Finger weg von Bravecto (Fluralaner) & Co.

Bravecto gibt es als Tablette und Spot on und tötet laut Hersteller Flöhe und Zecken bis zu drei Monate nach der Gabe. Beißt der Parasit zu, sollen Flöhe innerhalb acht Stunden und Zecken innerhalb 12 Stunden sterben.

 

Doch Vorsicht! Hundebesitzer berichten in sozialen Netzwerken und Hundeforen von erheblichen Nebenwirkungen, die sie auf die Gabe von Bravecto zurückführen: Gleichgewichtsstörungen, Krampfanfälle, Epilepsie (die auch nach Absetzen des Wirkstoffes nicht verschwindet), Vergiftungserscheinungen bis hin zum Tod.

 

Nebenwirkungen traten laut Hundebesitzern innerhalb Stunden auf, häufig auch erst nach Wochen oder nach mehrmaliger Gabe des Wirkstoffs.

 

Der Wirkstoff Fluralaner reichert sich im Fettgewege, in Leber, Niere und Muskeln an. Wird Bravecto wie empfohlen alle drei Monate gegeben, sammelt sich der Wirkstoff an.

 

Dasselbe gilt auch für andere Tabletten wie NexGard, Comfortis und Simparica. Die gemeldeten Nebenwirkung und Todesfälle nach Gabe dieser Tabletten sind weiter gestiegen (NW = Nebenwirkungen):

 

Nebenwirkungen und Todesfälle bei Bravecto, NexGard, Comfortis und Simparica sind weiter gestiegen.

(Quelle Daten/Grafik: Facebookgruppe Ist Bravecto sicher. In der geschlossenen Gruppe findest du auch viele weitere Informationen rund um Bravecto & Co.)

 

Weitere Infos zu Zeckentabletten für Hunde: Bravecto (artgerecht) oder Floh- & Zeckenmittel – Nervengifte?! Vorsicht vor den  Floh- und Zeckenschutztabletten! (Kranke Pfoten – Hundepysiotherapie Osteopathie. Die Facebook-Datei wird regelmäßig aktualisiert.)

 

Schwarzkümmelöl

Zecke beim Hund - Schwarzkümmelöl als Zeckenmittel ohne Chemie.
Das Öl aus Schwarzkümmel ist ein altes Heilmittel, bei Hunden kann es bei hohen Dosen toxisch wirken.

Dass Schwarzkümmelöl gegen Zecken und auch Flöhe hilft, fand ein 18-Jähriger Gymnasiast heraus, der 2014 beim Jugend forscht Wettbewerb mitmachte.

 

Keine Frage, Schwarzkümmelöl vertreibt Zecken und hilft beispielsweise bei Erkrankungen der Haut, zur Immunstimulation, bei Infektionen oder Verdauungsstörungen. Aber Vorsicht, in hohen Dosen kann Schwarzkümmelöl bei Hunden lebertoxisch wirken.

Gebe deinem Hund also nur einige wenige Tropfen ins Fell. Selbst große Hunde bis 15 kg sollten nicht mehr als 5 Tropfen erhalten.

 

Schwarzkümmelöl bitte auf keinen Fall bei Katzen anwenden – atherische Öle sind für Katzen derartig giftig, dass sie daran sterben können. Wenn in deinem Haushalt Hund und Katze leben, darfst du ätherische Öle wie Schwarzkümmelöl auch bei deinem Hund nicht benutzen.

 

Bierhefe und Formel-Z

Bierhefe als Zeckenmittel ohne Chemie - ein fantastisches Hausmittel.
Bierhefe oder Formel-Z hält Zecken fern. Man kann es einfach ins Futter oder als Leckerchen gegeben.

Um Zecken beim Hund fern zu halten, hat sich Bierhefe bzw. Formel-Z bewährt. Formel-Z ist der Vitamin B-Komplex aus der Hefe und wirkt auf dieselbe Weise: Das Hautmilieu deines Hundes ändert sich, was Zecken und Flöhe abschreckt. Keine Sorge, das kann man nicht riechen. Als Nebeneffekt bekommt der Hund schönes Fell. Eine Überdosierung ist nicht möglich.

 

Du kannst Bierhefe oder. den Vitamin-B-Komplex der Hefe als Pulver oder Tabletten kaufen. Das Pulver streust du ins Futter, die Tabletten gibst du als Leckerchen. Die meisten Hunde lieben Bierhefe. Einige wenige reagieren darauf mit Durchfall. Wenn das bei deinem Hund der Fall ist, musst du die Bierhefe absetzen.

 

Dosierung: Bierhefe und Formel-Z (Hund)

  • Hefe-Pulver: Pro 10 kg Körpergewicht 1 TL pro Tag bzw. ein Viertel Teelöffel pro 2,5 kg Körpergewicht.
  • Bierhefe-Tabletten: Bis 10 kg Körpergewicht etwa 2 Tabletten täglich.
  • Formel-Z: Pro 7 kg Körpergewicht jeweils 1 Tablette täglich bzw. pro 3,5 kg Körpergewicht eine halbe Tablette.

 

Bierhefe und Formel-Z kannst du in Drogerien, Reformhäusern oder Apotheken kaufen oder hier*:

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Eine artgerechte Fütterung deines Hundes ist der beste Schutz gegen Parasiten. Es stärkt das Immunsystem und fördert die körpereigene Parasitenabwehr.

 

Amigard Spot on und Halsband – ohne Chemie

Ehrlicherweise muss ich zugeben, dass ich dem Produkt gegenüber erstmal mehr als skeptisch war. Ich habe nicht gedacht, dass ich jemals nochmal ein Spot on empfehlen könnte. Aber dieses Mittel schützt tatsächlich vor Zecken und Flöhen – ohne Chemiekeule. Wie bei allen Mitteln wirkt es bei einigen wenigen Hunden nicht, bei den meisten Hunden ist es ziemlich erfolgreich.

An den ersten beiden Tagen riecht das Mittel etwas, danach verfliegt es.

 

Das Spot on enthält ausschließlich natürliche Mittel und keinerlei Chemie. Enthalten sind Niembaum-Extrakt und Decansäure aus Kokosöl. Es wird per Pipette direkt auf die Haut aufgetragen, und zwar alle 3 cm am Rückrad entlang. Es bleibt lediglich in den äußerden Hautschichten und dringt nicht in den Körper ein. Die Wirkung setzt schnell ein, das beste Ergebnis wird drei Tag später erreicht.

 

Die Wirksamkeit leidet kaum bei kurzem Baden oder wenn der Hund nass wird. Für Menschen und andere Wirbeltiere ist es ungiftig. Es wirkt vier Wochen lang.

 

Dosierung: Amigard Spot-on (Hund)

Das Spot-on gibt es je nach Hundegewicht in drei Größen:

  • Für kleine Hunde unter 15 kg
  • Für grosse Hunde über 15 kg
  • Für grosse Hunde über 30 Kg

Teile das Fell deines Hundes und trage den gesamten Inhalt der Pipette tropfenweise entlang der Wirbelsäule auf – alle 3 cm vom Schwanzansatz bis zum Nacken (nicht im Bereich der Schnauze und Augen). Bitte nicht aufs Fell träufeln, sondern auf die Haut – und nicht verreiben. Damit werden Zecken (und Flöhe) etwa einen Monat vertrieben. Nicht im Bereich der Schnauze oder der Augen auftragen.

 

Amigard kannst du hier kaufen*:

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Knoblauch

Seit Jahren kursieren Gerüchte, dass Zwiebelgewächse wie Knoblauch für Hunde giftig wären. Diese Information wurde von vielen kritiklos übernommen und im Internet verbreitet, sodass sich kaum mehr jemand traut, seinem Hund Knoblauch zu geben.

 

Dabei hat Knoblauch für Hunde eine positive Wirkung auf das Herz-Kreislaufsystem, wirkt antibakteriell und immunsteigernd und wehrt Zecken ab.

 

Es gibt tatsächlich Studien, nach denen durch Zwiebelgewächse die roten Blutkörperchen des Hundes geschädigt werden und der Hund dadurch an Anämie sterben könne.

 

Das stimmt so aber nicht. Die toxische Dosis kann nur bei sehr großen Knoblauch-Mengen auftreten, und zwar bei 35 g Knoblauch pro kg Körpergewicht (wöchentlich).

 

Die toxische Dosis könnte demnach bei folgender Knoblauchmenge auftreten:

  • Bei einem 10 kg Hund: 116 Zehen pro Woche
  • Bei einem 20 kg Hund: 233 Zehen pro Woche
  • Bei einem 30 kg Hund: 350 Zehen pro Woche

 

Wenn du also einem 10-kg-Hund wöchentlich 116 Knoblauchzehen gibst, kann das eine Anämie bewirken. Aber, seien wir mal ehrlich, wer gibt seinem Hund über einen längeren Zeitraum täglich 16 Zehen zu fressen? Niemand. Darum lass dich nicht verunsichern.

Knoblauch ist für Hunde gesund und wehrt zudem auch Zecken ab. Folgende Dosierung ist ganz sicher nicht gefährlich für deinen Hund (Empfehlung nach Tierheilpraktikerin Swanie Simon):

 

Dosierung: Knoblauch (Hund)

  • 30 kg Hund: 3 Zehen wöchentlich
  • 20 kg Hund: 2 Zehen
  • 10 kg Hund: 1 Zehe pro Woche

 

Hinweis

Bei japanischen Hunderassen wie z.B. Shiba Inu, Chow Chow, Shar-Pei, solltest du auf Knoblauch verzichten, da sie zu einer Blutkrankheit (Mikrozytose) neigen.

Wenn bei deinem Hund Verdacht auf Anämie besteht, solltest du ebenfalls kein Knoblauch füttern.

 

Teebaumöl

Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass Teebaumöl keimtötende und wundheilungsfördernde Wirkungen zeigt. Teebaumöl vertreibt auch Zecken, aber bitte wende es mit Vorsicht an, denn bei manchen Hunden kann es eine Allergie auslösen. Innerlich angewendet kann es bei Überdosierung zu Vergiftungserscheinungen kommen.

 

Teebaumöl darf bei Hunden nur äußerlich und in sehr, sehr kleinen Mengen angewendet werden. Zwei, drei Tropfen genügen. Und zwar an einer Stelle, die dein Hund nicht ablecken kann. Reines Teebaumöl darf nur in extremer Verdünnung angewendet werden.

 

Teebaumöl bei Hunden? Vorsicht bei der Anwendung!

 

Weitere Infos: Teebaumöl – Ursache für Kontaktallergien  (Autorin: Silvia K. Müller, CSN – Chemical Sensitivity Network)

 

Bernstein gegen Zecken – wirkungsvoller Zeckenschutz?

Es ärgert mich maßlos, wenn man Tierbesitzern mit Märchen das Geld aus der Tasche zieht. Wir sind leichte Opfer, denn für unsere Tiere tun wir alles.

 

Darum hier in aller Kürze: Bernsteinketten helfen NICHT gegen Zecken.

 

Bernstein ist aufgrund der Naturgesetze gar nicht in der Lage, vor Zecken zu schützen.

Mehr Informationen: Bernstein gegen Zecken – warum es nicht funktioniert. Lass dich von den Versprechungen nicht hinters Licht führen. Bernsteinketten haben nur einen einzigen Effekt: Sie füllen die Taschen der Händler.

 

Kokosöl

Kokosöl als Zeckenschutz beim Hund - ohne Nebenwirkungen.
Zecke beim Hund: Kokosöl hält Zecken fern, muss aber täglich aufgetragen werden.

Zecken, Flöhe und Milben mögen die Laurinsäure im Kokosöl nicht. Kokosöl wird äußerlich angewandt und hat sich besonders bei kurzhaarigen Tieren als natürliches Hausmittel bewährt.

 

Kokosöl ist eigentlich kein Öl sondern ein Fett. Nur in tropischen Gegenden ist die Konsistenz aufgrund der Wärme flüssig.

Dosierung: Kokosöl (Hund):

  • Reibe deinen Hund täglich vor dem Gassigehen mit etwas Öl ein.
  • Du brauchst nur sehr wenig davon. Je nach Größe des Hundes reicht eine erbsen- bis haselnussgroße Menge.
  • Lass das Fett in deiner Hand zu Öl schmelzen, reibe mit der Hand den Hund ein.
  • Besonders sorgfältig solltest du Beine und Bauch behandeln. Denn in dieser Höhe warten Zecken auf ihre Opfer, also auf Grashalmen, in Büschen und im Unterholz.
  • Das Fell darf nicht vor Öl triefen, es genügt eine sehr kleine Menge.

Es gibt Hunde, die den Geruch von Kokosöl nicht mögen.

 

Vor einer Überdosierung braucht man sich nicht zu fürchten.

 

Innerlich angewandt wirkt Kokosöl gegen Würmer, Darmparasiten und anderen Endoparasiten.

 

Weitere Infos über die Wirkung von Kokosöl: Kokosöl und Parasiten (artgerecht-tier).

 

Achte beim Kauf auf einen hohen Laurinsäuregehalt, 50 % sollte er schon mitbringen. Kokosöl als Zeckenschutz sollte kaltgepresst, native und bio sein. Aufbewahrt wird es am besten an einem lichtgeschützen dunklen Ort.

 

Kaufen kannst du Kokosöl im Drogeriemarkt oder hier:

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Zistrose (Cistus Incanus)

Zistrose (Cistus Incanus) stärkt nicht nur das Immunsystem, sondern wirkt auch als natürliches Mittel gegen Zecken. Man muss Zistrose aber mindestens fünf Tage geben, bis es wirkt. Nach zehn bis 14 Tagen ist die volle Wirkung erreicht.

 

Du kannst deinem Hund Zistrosekraut oder Zistrosepulver direkt aufs Futter streuen oder mit Joghurt mischen. Wenn dein Hund die Kapseln nicht fressen mag, kannst du sie öffnen (einfach die Kapsel in der Mitte auseinander ziehen) und das Pulver verwenden. Aus dem Kraut kannst du  auch Tee zubereiten – und eine Tasse mittrinken, der Tee ist auch für Menschen gesund.

Keine Angst vor Überdosierung. Es kann nichts passieren, wenn dein Hund mal etwa mehr Zistrose bekommt.

 

Zubereitung Zistrose-Tee (Cistustee)

Getrocknetes Zistrosenkraut mit kochendem Wasser übergiessen und ca. 5 Minuten ziehen lassen. Den Tee gießt du täglich übers Futter. Du kannst die Tee-Tagesmenge auch auf den Tag verteilen und z.B. morgens und abends geben.

 

Pro Tasse verwende 1 TL Zistrosenkraut, bei zwei Tassen also 2 TL bei 3 Tassen 3 TL usw. Die Teemenge richtet sich nach dem Gewicht deines Hundes (siehe unten).

Das Kraut kann mindestens zwei Mal für die Teezubereitung genutzt werden. Werfe also das Kraut nach der ersten Teezubereitung nicht weg, sondern verwende ihn mindestens für einen zweiten Aufguss.

 

Dosierung: Zistrose (Hund)

Die hier angegebene Dosierung sind Richtwerte. Bei einigen Hunden genügt eine geringere Dosis. Das unterscheidet sich von Hund zu Hund.

  • Zistrose Tee

Pro 10-kg-Hund 1 TL Zistrosenkraut (mit jeweils 1 Tasse Wasser aufgießen).

Hunde bis 5 kg: 1/2 TL (1/2 Tasse Wasser) tägl.

Hunde bis 10 kg: 1 TL (1 Tasse Wasser) tägl.

Hunde bis 15 kg: 1,5 TL (1,5 Tasse Wasser) tägl.

Hunde bis 20 kg: 2 TL (2 Tassen Wasser) tägl.

Hunde bis 30 kg: 1 EL (3 Tassen Wasser) tägl.

  • Zistrose Kraut

Täglich Zistrosenkraut über das Futter geben oder mit Joghurt mischen

Hunde bis 5 kg: 1/2 TL tägl.

Hunde bis 10 kg: 1 TL tägl.

Hunde bis 15 kg: 1,5 TL tägl.

Hunde bis 20 kg: 2 TL tägl.

Hunde bis 30 kg: 1 EL tägl.

  • Zistrose Kapsel

Pro 10 kg Hund 1 Kapsel tägl.

Hunde bis 10 kg: 1 Kapsel tägl.

Hunde bis 20 kg: 2 Kapseln tägl.

Hunde bis 30 kg: 3 Kapseln tägl.

  • Zistrose Pulver

Hunde bis 5 kg: 1/2 TL

Hunde bis 10 kg: 1 TL

Hunde bis 15 kg: 1,5 TL

Hunde bis 30 kg: 1 EL

Hunde über 30 kg: 1-2 EL

 

Zistrose kannst du in der Apotheke oder in Kräuterhäusern kaufen oder zum Beispiel hier:

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Hinweis zu der Studie über Zistrose

Im Internet wird häufig eine Studie zitiert, die angeblich die überragende Wirkung für Zistrose als Zeckenschutz beweist (häufig in Kräuter-Shops).

Beteiligt waren angeblich 2 Jäger, 2 Züchter, 1 Hundetrainer und 16 Hundebesitzer mit ihren insgesamt 48 Hunden. Es sollen 32 Hunde Cistus erhalten haben, 10 Hunde Frontline und 6 Hunde keinen Zeckenschutz.

Die Zistrose-Hunde sollen nach kurzer Zeit völlig zeckenfrei gewesen sein. Bei den Hunden ohne Schutz sollen die Besitzer in 20 Tagen 100 bis 200 Zecken gefunden haben. Bei Frontline soll die Zahl der Zecken zurückgegangen sein, aber es wird keine Zahl genannt.

Ich glaube nicht, dass man bei nur 48 Testhunden von einer wissenschaftlichen Studie sprechen kann. Und genügt ein Zeitraum von 20 Tagen für solch einen Test? Wohnten alle in derselben Gegend oder auf Deutschland verteilt? Für eine wissenschaftliche Studie sind zu wenig Informationen und Ungereimtheiten enthalten.

Zistrose ist für viele Hunde ein wirkungsvoller Zeckenschutz, aber Zistrose ist bestimmt kein Wundermittel, wie es diese „Studie“ vermitteln will.

 

Warum empfehlen Tierärzte als Zeckenschutz immer Chemie?

Viele Hundebesitzer ärgern sich, weil Tierärzte immer chemische Mitteln empfehlen – und von natürlichen Hausmitteln als Zeckenschutz abraten.

 

Es gibt einen einfachen Grund, warum dein Tierarzt keine Hausmittel gegen Zecken empfiehlt: Er richtet sich nach anerkannten medizinischen Richtlinien. Dann muss er nämlich keine juristischen Folgen fürchten. Denn wenn er dir als Zeckenschutz beispielsweise zu Kokosöl rät und dein Hund erkrankt an Borreliose, kannst du ihn wegen falscher Beratung verklagen. Mit ziemlicher Sicherheit gewinnst du den Prozess. Schlecht für den Tierarzt. Das kann teuer werden. Und seinem Ruf schaden. Also gehen Tierärzte bei ihren Patienten auf Nummer sicher. Irgendwie nachvollziehbar, oder?

 

So kann es passieren, dass der Tierarzt bei deinem Hund zu einem Spot-on-Präperat rät, aber bei seinem eigenen Hund ein natürliches Mittel verwendet.

 

Was hast du ausprobiert, um deinen Hund vor Zecken zu schützen und was hat gewirkt? Schreib einen Kommetar!

 

ENDE

 

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Foto Verkehrsschild mit Zecke: (c) Schlegelfotos, Fotolia.com

 

27 thoughts on “Zecken beim Hund – Zeckenschutz ohne Chemie

  1. Hallo,
    Ich habe diesen Sommer Spot’n Go verwendet. Das ist so ähnlich wie das beschriebene amigard. Nur die Zusammensetzung(kein Kokosöl, dafür Lavendel) / Mengen an Margosa-Öl (Niembaum-öl bzw. Dessen Extrakt) unterscheiden sich. Dementsprechend kann ich nur sagen, dass das Margosa-Öl durchaus wirkt. Wir hatten 2 Zecken in 3 Monaten und waren davon 2 Wochen im Urlaub im schwedischen Wald (ohne sind es dort mindestens 5-15 am Tag). 100% hat es also auch nicht geschützt, aber es waren sehr wenige. Es ist ein Öl, dementsprechend nicht wasserlöslich, schwimmen gehen ist also kein Problem. Mein Hund hat es gut vertragen, fand den Geruch aber nicht so toll. Wir haben es abends vor dem ins Bett gehen aufgetragen damit er es im Gras nicht versucht abzuwelzen. Ab dem 2.Tag hat er es akzeptiert und nach ein paar Tagen (bei uns waren es zwischen 2 & 4, je nachdem wie gut es gelungen ist es nicht ins Fell zu bringen) ist der Geruch für meine Nase nicht mehr wahrnehmbar. Auch andere Hunde hat der neue Geruch dann auch nicht mehr irritiert.
    Ich war jedenfalls zufrieden damit, auch wenn es mir lieber wäre, wenn er sich anfangs am Geruch nicht so stören würde. Er hat mittel langes, nicht sehr dichtes Fell, da geht es mit dem auftragen grade so noch direkt auf die Haut (Nacken / Schwanzansatz), stelle es mir bei sehr dichtem Fell äußerst schwierig vor, da es nicht aufs Fell sondern auf die Haut gehört…
    Kokos Öl leckt er sehr gern ab (auch dünn aufgetragen). Bei meiner verstorbenen (Kindheits-) Katze hatten wir immer echte Pestizide, als ich mich informiert hatte, wollte ich dies meinem Hund nicht antun. Ich selbst vermeide es auch weitgehend mich mit Anti-Mücken Zeug einzusprühen, weil das Zeug so eklig ist, geschweigedenn ein Pestizid in den Nacken zu reiben…
    Viele barfer schwören auch auf Knoblauch, obwohl Zwiebelgewächse für Hunde giftig sind. Bitte schreiben Sie dazu doch noch einen Absatz, da auch Studien zeigen das Knoblauch wenig bis keine Wirkung zeigt, aber blutbildungshemmend ist. Ich finde das macht eine dauerhafte gabe eher bedenklich! Wobei natürlich gilt, die Dosis macht das Gift. Selten kleine Mengen können wohl auch unbedenklich oder sogar gesund sein… Ich würde mich freuen, wenn Sie das nochmals aufführen und geeignet differenzieren könnten, da ich es selbst manchmal schwierig finde aus den vielen Quellen den richtigen Schluss zu ziehen.
    Finde den Artikel sehr gelungen ( vor allem der Bernstein Part…)
    Liebe Grüße Françoise

    1. Liebe Francoise, vielen Dank dafür, dass du deine Erfahrungen mit der Community teilst. Es ist wie du sagst, die Menge macht das Gift. Darum muss man auch bei Schwarzkümmelöl und Teebaumöl aufpassen. Man hört zwar immer wieder, dass Knoblauch als Zeckenabwehr helfen soll, aber wie du schon geschrieben hast, kann eine zu hohe Dosis für den Hund gefährlich werden.

  2. Vielen Dank für die guten Tipps!! Ich habe vorige Woche zwei meiner Hunde mit Advantix behandelt und bekam eine starke allergische Reaktion. Meine Haut wurde nach 2 Tagen rot und ich bekam furchtbaren Juckreiz am ganzen Körper. Gestern war ich zum 2. Mal deswegen beim Hausarzt und bekam eine saftige Portion Kortison gespritzt und Antihistamine. Jetzt geht es mir wieder besser, die Haut ist noch fleckig, aber der Juckreiz ist fast weg. Das war für mich das allerletzte Mal das ich so eine Chemiebombe auf meine Hunde auftrage (die übrigens nicht darauf reagiert haben)!

  3. Letztes Jahr habe ich meinem Hund ein Halsband mit Deltamethrin angelegt.
    Nach drei Tagen bekam er nachts einen Epileptischen Anfall. Er ist umgefallen, hat mit überstrecktem Kopf mit den Beinen gerudert, gespeichelt.
    Nach ca. 2 min versuchte er, aufzustehen, taumelte umher, war völlig desorientiert und lief gegen Wand und Stühle. Schaffte es irgendwie, auf die Couch zu krabbeln und stieß dort minutenlang ein Angstgeheul aus, wie ich es noch nie gehört hatte.
    Nach einiger Zeit lief er noch unruhig umher und schlief dann bis zum nächsten Morgen.
    Das Halsband hatte ich ihm schon während des Krampfens abgenommen.
    Am Morgen dann zum Tierarzt. Etliche Untersuchungen machen lassen. Es wurde kein Auslöser für den Anfall gefunden. TÄ empfahl Antiepileptikum; meinte aber, sie würde damit warten, bis er einen weiteren Anfall gehabt hätte.
    Zwischenzeitlich las ich über Nebenwirkungen von sowohl Deltamethrin wie auch von Antiepileptika. Beides hat mich erschreckt und ich beschloss, dies meinem Hund nur zuzumuten, wenn es nicht anders ginge.
    Im Laufe der folgenden drei Monate hatte er noch 7 Krampfanfälle. Jeder war erschreckend, aber jeweils etwas kürzer und leichter als der vorangegangene.(Ich habe ein Anfallstagebuch geführt.)
    Jetzt sind dreieinhalb Monate vergangen seit dem letzten Anfall und er ist völlig symptomfrei!
    Dies entspricht in etwa der Zeit, die das Halsband hätte wirken sollen.
    Es gefällt mir nicht, meinen Hund selbst vergiftet zu haben. Niemand hat mich auf die Möglichkeit derart übler Nebenwirkungen hingewiesen!
    Natürlich weiß ich von den Risiken der durch Zecken übertragbaren Krankheiten. Aber ich weiß auch, dass er diese Krankheiten bekommen kann, aber nicht bekommen muss! Das Halsband heut er definitiv nicht vertragen und er wird wieder krampfen, wenn ich es ihm anlege!
    Trotzdem ein ungutes Gefühl, ihm keine Chemie zu verabreichen, da einem ja stets ein schlechtes Gewissen eingeredet wird, wenn man nicht wie empfohlen konsumiert.
    Momentan bekommt er Bierhefe, Getreidefreies Futter, Kokosöl, Leinöl, wenig Schwarzkümmelöl, Knoblauchöl ( selbst angesetzt in Rapsöl) , und ist fit und gut drauf.
    Ich hoffe, ich handele verantwortungsbewusst.
    Allen Lesern und ihren Hunden eine stabile Gesundheit!!!

    1. Liebe Ingmarie, herzlichen Dank, dass Du uns an Deinen Erfahrungen teilhaben lässt.
      Es ist ein großer Glücksfall, das bei Deinem Hund die Epilepsie nur vorrübergehend aufgetreten ist. Andere Hunde erwerben sich durch chemische Zeckenbekämpfung für den Rest ihres Lebens Epilepsie.
      Gut das Du die Ursache so schnell erkannt und das Halsband schnell entfernt hast.
      Ein schlechtes Gewissen brauchst Du nicht haben, denn die wenigsten Hunde erkranken tatsächlich an Borreliose – fast alle Hunde entwickeln bei Kontakt mit Borrelien Antikörper und werden eben nicht krank. Viel riskanter, häufiger und gefährlicher ist meiner Meinung nach die Verabreichung von chemischen Parasitenmitteln – es sind Pestizide.
      Liebe Grüße, Myriam

  4. Wir haben sehr gute Erfahrungen mit der Kombination aus Zistrose Tabletten und dem Einsprühen des Hundes mit einem Gemisch aus Wasser und einigen Tropfen Geraniol gemacht.

    Kokosöl kam aufgrund des langen Fells (Yorkie) nicht infrage. Das Geraniol hat einen leichten, blumigen Geruch und wurde vom Hund von Anfang an sehr gut toleriert. Geraniol selbst soll auf den Citin-Panzer einer Zecke austrocknend wirken und aus diesem Grund gemieden werden.

    In den Wochen davor hatten wir fast tgl. eine Zecke. Bei der Zistrose war ich mir nicht sicher, ob es wirkt. Seit der zusätzlichen Anwendung (alle ein bis zwei Tage) der Geraniol-Mischung haben wir keine Zecke mehr gehabt.

    1. Mich würde interessieren wie man das Geraniol zu welchen Verhältnissen mit Wasser mischt und welches Geraniol man am besten nimmt.

  5. Das ist ja klasse! Ich habe immer nach chemiefreien Alternativen gesucht, aber außer Schwarzkümmelöl selten gute Tipps gefunden. Da meine Hündin schon eine gewisse Leberschwäche aufweist kam das aber nicht in Frage. Und nun lese ich hier, dass ich ein wirksames Hausmittel schon in der Küche neben dem Herd stehen habe. 😀 Meine Frau kocht gern mit Kokosöl, aber wir wäre nie auf die Idee gekommen, es auf den Hund „zu schmieren“. 😀 Das probieren wir dieses Jahr auf jeden Fall aus. Vielen Dank für die tollen Tipps!

  6. Hallo, ich würde gern bei meinem kleinen Kater 3/4 Jahr alt Cistrose anwenden. Wie ist die Dosierung bei Katzen? Oder gibt es bei Katzen noch andere natürliche gut wirkende Mittel.
    Vielen Dank für Ihre Antwort. Schöne Grüße Anke

    1. Ja auch ich hatte das Gefühl das unserer Colliehündin dadurch schlecht wird.
      Sie hatte nach ein paar Gaben von Cistus Incanus Kapseln sich übergeben müssen. Ich habe es dann sein lassen und es wurde besser. Ob das jetzt Zufall war oder sie sich etwas eingefangen hatte weiss ich nicht. Hab ihr dann den Tee gemacht den verträgt sie. Allerdings möchte ich nicht jeden Tag Tee kochen müssen.

      Übrigends hilft Cistus Tee und die Kapseln sehr gut beim Anfang einer Erkältung. Bei mir, meinem Mann und den Kindern war die Erkältung ratz fatz weg 🙂

      Im Moment geben wir unserer Hündin einen Zeckensnack. Da ist auch Schwarzkümmel, Lavendel, Zistrosenkraut, Bierhefe, Kokosöl drin.

      Ob es hilf weiss ich noch nicht. Sie hattevorgestern eine Zecke, allerdings nach einer Wanderung durch einen Wald mit vielen Tannen. Hatte mitte letzten Monat sogar wegen Demodexmilben Simpatica bekommen.

  7. Hallo liebe Myriam,
    Danke für deinen gut recherchierten und möglichst objektiv verfassten Artikel. Gestern fand ich eine zecke bei meiner 10 jährigen Hündin und nun geht wie jedes Jahr die Recherche von neuem los. Da sie leider ein ziemlicher zeckenmagnet ist und einmal sogar ein ganzes zeckengelege von 150 Nymphen mit nach Hause brachte, bin ich nach erfolglosen Versuchen mit tip Click, bernsteinkette etc. immer wieder auf Advantix zurück gekommen. Im laufe der Jahre wurde der Juckreiz nach dem auftragen bei ihr jedoch immer schlimmer und ich konnte es nicht mehr ertragen. Zwar hatte ich Bravecto entgegen der Befürwortung meiner TA immer abgelehnt, weil ich ein ungutes Gefühl hatte ( auch weil das Mittel von MSN hergestellt wird, die vor ein paar Jahren in den Vioxx Skandal verwickelt waren), im Portugal Urlaub mit meiner Hündin hab ich es aber dann doch gemacht. Aus Verzweiflung, weil sie voll war mit den Viechern und ich auch Angst wegen anderer mittelmeerkrankheiten hatte. Ein paar Wochen später hatte mein kerngesunder und quietschfideler Hund plötzlich ein sog. Vestibuläres Syndrom, ähnlich einem epileptischem Anfall. Sofort zum TA, großes Blutbild etc. Aber angeblich alles in Ordnung, sie haben es auf das Alter geschoben. Und nun, etliche Monate später bei der alljährlichen Suche im Netz, erkenne ich erst den möglichen Zusammenhang und könnte mich Ohrfeigen dafür dass ich nicht auf meine Intuition vertraut habe. Nie wieder Chemie für meinen Hund. Ich werde ihr ab jetzt regelmäßig Knoblauch in ihr Futter geben, das Amigard Spot on benutzen und vor Spaziergängen in Risikogebieten äußerlich Kokosöl einreiben. Hoffe, das wirkt.

    1. Liebe Marion, ich verstehe, dass du ein schlechtes Gewissen hast, aber das ist ist wirklich nicht angebracht. Als Hundebesitzer hast du bestimmt versucht, das Beste für deinen Liebling zu tun. Und natürlich vertraust du den Experten. Darum geht man ja zum Tierarzt, weil der der Experte ist und sich auskennt und man selber eben nicht. Darum mache dir bitte keine Vorwürfe.
      Falls noch nicht geschehen, schau doch mal in der Facebook-Gruppe „Ist Bravecto sicher“ vorbei. Dort findest du Unterstützung und Ratschläge. In den „Dateien“ sind eine Menge Informationen abgelegt, z.B. wie du deinen Hund nach Bravecto entgiftest.
      Alles Gute für dich und deinen Hund, Myriam

  8. Hallo,
    Ich habe eine Französische Bulldogge, 7 Jahre und allergisch auf alles.
    Vor 2 Jahren habe ich mich von der Tierärztin überreden lassen ein Soresto Halsband anzulegen, da dieses besser für Allergiker geeignet sein soll .
    Nach 3 Tagen ist mein Hund im Wald zusammengebrochen!
    Ich habe daraufhin das Halsband entfernt aber nur weil sie zuhause nicht mehr aufgestanden ist. Ein Besuch beim Tierarzt konnte keine Klärung finden.
    Sie hat nur noch gelegen, am ganzen Körper gezittert, kaum noch gefressen.
    Die Ärztin meinte dann nach vielen Untersuchungen, die 14 Tage gedauert haben, sie hätte neurologische Störungen und mit 100% iger Sicherheit einen Tumor an der Halswirbelsäule. Entweder eine OP für ca. 2500€ oder einschläfern.
    Ich habe sie auch auf das Halsband Soresto angesprochen und sie meinte das wäre unmöglich.
    Ich habe mich dann dazu entschlossen noch in eine Tierklinik zu gehen.
    Dort wurde Sie geröngt und nochmals auf den Kopf gestellt.
    Kein Tumor …. aber auch sonst nichts.
    Nach ca. 6 Wochen ging es ihr täglich besser und das ist auch heute noch so.
    Daher verwende ich keinerlei chemischen Zeckenschutz mehr.
    Meine 3 Hunde bekommen Kokosöl und eine Untersuchung auf Zecken nach jedem Spaziergang.
    Die Folgen der chemischen Mittel sind oft schlimmer als ein Zeckenbiss !

    1. Oh, der arme Liebling. Ein Glück, dass du an dem Zecken-Halsband gezweifelt und es entfernt hast. Ich fürchte, der Zusammenhang zwischen Zeckenhalsband und der körperlichen Reaktion lässt sich nicht von der Hand weisen.
      Ich höre übrigens immer wieder, dass bei Allergie-Hunden Schwarzkümmelöl helfen soll, um mit der Allergie besser zurecht zu kommen. Vielleicht sprichst Du einen Tierheilpraktiker darüber (Vorsicht, Schwarzkümmelöl darf nur tropfenweise gegeben werden).
      Vielen Dank, dass du deine Erfahrungen mit uns teilst.
      Liebe Grüße,
      Myriam

  9. Hallo ,
    wir sind meistens von Mai bis Oktober mit unserer Hündin ( stammt aus Spanien ) in Spanien .
    Sie hat immer dann probleme mit Flöhen und Sandflöhen .
    Hatte bisher immer das Halsband Skalibor möchte aber gerne eher auf natürliche Mittel umsteigen .
    Gibt es da für gute Alternativen ?

    1. Hallo, das Amigard Spot-on schreckt nicht nur Zecken ab, sondern auch Läuse. Den Link findest du oben im Text. Ich hoffe, ich konnte dir weiterhelfen.
      Liebe Grüße, Myriam

  10. Hallo,
    ich habe eine Frage zur Dosierung von der Cistrose. Oben stehen 3 Kapseln. In der Packungsbeilage aber nur 1 täglich. Gebe ich jetzt erst mal eine? Danke.
    Liebe Grüße Andrea

    1. Hallo,
      im Internet findet man alle möglichen Dosierungsempfehlungen, daher verstehe ich natürlich, dass dies verunsichert. Es kommt auch darauf an, ob man Zistrose nur einfach so gibt, also z.B. für ein besseres Immunsystem, oder als Zeckenschutz. Ich habe für den Beitrag umfangreiche Recherchen durchgeführt und mit Tierheilpraktikern Kontakt aufgenommen.
      Zum Beispiel gibt die Tierheilpraktikerin Katharina Dechant ihren eigenen Hunden (19 kg und 23 kg) täglich jeweils 2 Kapseln (1 morgens, 1 abends) und ist von der Wirkung begeistert.
      Manchmal genügt übrigens auch eine geringere Dosierung, du kannst also auch erstmal mit 1 oder 2 Kapseln anfangen. Wegen einer Übersosierunge brauchst du dir keine Sorgen machen

  11. Vielen Dank für den sehr interessanten Beitrag. Zeckenschutz ohne Chemie ist eine so gute Idee für uns alle als Haustierliebhaber und ich werde sobald wie möglich einige von diesen natürlichen Produkten ausprobieren. Besonders interessant für mich sind Mittel die äußerlich angewandt werden können wie zum Beispiel Kokosöl gegen Zecken, Flöhe und Milben, und auch Teebaumöl das keimtötende und wundheilungsfördernde Wirkungen zeigt.

  12. Hallo,
    hier kommt auch keine Chemie in die Hunde.
    Ich habe 3 langhaarige Havaneser, die mit Barf gesund und artgerecht ernährt werden. Zusätzlich habe ich einen Rhodonit-Trommelstein im Trinkwasser und gebe kurweise Cistus-Kapseln. In knapp 9 Jahren hatte ich mit den Dreien keine 10 Zecken.
    Der Grundstein für die Unattraktivität meiner Hunde auf Zecken und Co. liegt für mich in der Ernährung, die für einen ausgeglichenen Säure-Basen-Haushalt sorgt. Ist dieser gestört, wird vermehrt Buttersäure und Ammoniak ausgeschieden, was den Hund zu einem wahren Zeckenmagneten werden lässt. Dies ist ganz besonders bei einer reinen Trockenfutterfütterung der Fall.

  13. Wir hatten letztes Jahr. It Schwarzkümmelöl und Kokosöl keine gute Erfahrungen gemacht. Zecken hatte meine Jpndin immer gesammelt. Auch dieses Jahr im Frühling fing es an. Jetzt nutzen wir bestimmt seit 3 Wochen Zistrosenpulver und bislang lassen uns die Zecken in Ruhe. Ich bin so begeistert, dass ich mittlerweile auch einfach täglich ne Tasse Tee davon trinke.
    Für mich bislang die erste Wahl.

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