Zecken beim Hund – Zeckenschutz ohne Chemie

Zecken beim Hund kannst du auch ohne Chemie wirkungsvoll bekämpfen. Hier erfährst du, welche natürlichen Mittel funktionieren und welche nicht. Zeckenschutz geht auch ohne Chemie.

 

aktualisiert: 17.03.2019


Inhalt:


 

Bei den Produkt-Empfehlungen handelt es sich um meine persönlichen Empfehlungen und nicht um bezahlte Werbung oder Kooperationen.


 

Warum manche Hunde von Zecken geradezu überfallen und andere verschont werden, ist nicht genau bekannt. Sicher ist, dass das individuelle Hautmilieu des Hunde damit zusammenhängt. Und ein intaktes Immunsystem. Geschwächte Hunde werden bevorzugt von Parasiten befallen.

 

Natürliche Mittel gegen Zecken solltest du nicht das ganze Jahr hindurch geben, um einen Gewöhnungseffekt zu vermeiden. Starte damit also erst zur Zeckensaison.

 

Übertragungszeit von Krankheiten ab dem Biss

Zecken übertragen manche Krankheiten kurz nach dem Stich. Andere Erreger brauchen einige Stunden, bis sie von der Zecke in den Hund gelangen. Der Borreliose-Erreger braucht z.B. mindestens zwölf Stunden.

Noch ein Hinweis zur gefürchteten Borrelios: Wenn ein Hund nach einem Zeckenbiss tatsächlich an Borreliose erkrankt, ist das ein großes Unglück. Borreliose ist eine gnadenlose Krankheit, die nicht heilbar ist und dem Hund den Rest seines Lebens zu schaffen macht.

Jetzt aber die gute Nachricht: Fast alle Hunde kommen im Laufe ihres Lebens mit dem Borreliose-Erreger in Kontakt, aber die wenigsten Hunde erkranken daran. Die meisten Hunde sind dagegen immun (wie übrigens auch die meisten Menschen und alle Wildtiere). Häufig ist die Diagnose „Borreliose“ eine falsche Diagnose. Weitere Infos: Keine Panik vor Borreliose und Borreliose beim Hund.

 

Übertragungszeit der Erreger ab dem Zeckenstich

  • Babesiose

  12 – 72 Stunden nach dem Festsaugen

  • Borreliose

  12 – 24 Stunden nach dem Festsaugen

  • Anaplasmose

  weniger als 24 Stunden

  • Ehrlichiose

  Übertragungszeit: unbekannt

  • FSME

  Übertragungszeit: wenige Minuten nach dem Stich

 

Chemische Präparate als Zeckenschutz für Hunde

Die Schulmedizin rät als Zeckenschutz für Hunde zur Chemie, vor allem zu Spot-on-Präparaten. Bei dieser Methode wird das chemische Mittel auf die Haut des Hundes aufgetragen.

Man muss sich darüber im Klaren sein, dass man seinem Tier kein Medikament aufträgt, sonder Pestizide – das sind Nervengifte. Sie gelangt über die Haut in den Organismus des Hundes. Den Hund darf man dann eine Weile nicht anfassen, damit das Gift nicht auf uns Menschen übertragen wird. Da sträuben sich doch die Nackenhaare.

 

In vielen Spot-on-Präperaten ist der Wirkstoff Permethrin enthalten – das ist ein Insektizid. Permethrin wurde in Deutschland, Österreich und der Schweiz in der Land- und Forstwirtschaft verboten. Aber Hunden darf man es geben.

 

Chemische Mittel wirken meist nicht repellierend. Sie halten nämlich die Zecken nicht von deinen Hund fern. Stattdessen suchen sie sich eine gute Stelle aus und stechen. Die Wirkung des chmeischen Mittels setzt erst dann ein, wenn die Zecken das mit Pestiziden versetzte Blut des Hundes saugen. Das muss man sich mal bewusst machen: Zecken sterben an dem vergifteten Blut des Hundes.

 

Die Zecken sterben also langsam, während sie einen direkten Zugang zum Hund haben. Im Todeskampf entleeren sich die Parasiten in den Wirt. Auf diese Weise gelangen also etwaige vorhandene Erreger ganz gewiss in den Hund.

Wenn Zeckenschutz, dann mit repellierender, also abschreckender Wirkung. Was nützt es, wenn die Zecke zwar nach ein paar Stunden stirbt, aber vorher noch unseren Hund infiziert?

 

Nebenwirkungen von Pestiziden

  • Übelkeit und Erbrechen
  • Schuppige Haut und stumpfes Fell
  • Juckreiz und Fellausfall an der behandelten Stelle
  • Entzündungsreaktionen
  • Ekzeme
  • Zittern oder Lethargie
  • Hotspots (offene, entzündliche Hautstellen an den Applikationsstellen)
  • neurologischen Ausfallserkrankungen und Lähmungen

 

Die Nebenwirkungen können noch Wochen später nach der Gabe auftreten.

Was diese Präparate im Laufe der Jahre im Organismus des Hundes bewirken, ist nicht bekannt.

 

Zecken reagieren übrigens zunehmend resistent auf chemische Abwehrmittel.

 

Weitere Infos: Floh- & Zecken-Schutzmittel für Hunde: Wie schädlich sind die Nervengifte darin? (LesWauz).

 

Finger weg von Bravecto (Fluralaner)

Bravecto gibt es als Tablette und Spot on und tötet laut Hersteller Flöhe und Zecken bis zu drei Monate nach der Gabe. Beißt der Parasit zu, sollen Flöhe innerhalb acht Stunden und Zecken innerhalb 12 Stunden sterben.

 

Doch Vorsicht! Hundebesitzer berichten in sozialen Netzwerken und Hundeforen von erheblichen Nebenwirkungen, die sie auf die Gabe von Bravecto zurückführen: Gleichgewichtsstörungen, Krampfanfälle, Epilepsie (die auch nach Absetzen des Wirkstoffes nicht verschwindet), Vergiftungserscheinungen bis hin zum Tod.

 

Nebenwirkungen traten laut Hundebesitzern innerhalb Stunden auf, häufig auch erst nach Wochen oder nach mehrmaliger Gabe des Wirkstoffs.

 

Wer sich darüber informieren will, dem empfehle ich die Facebookgruppe Ist Braveco  sicher. Es ist eine geschlossene Gruppe, man muss also beitreten.

 

Der Wirkstoff Fluralaner reichert sich im Fettgewege, in Leber, Niere und Muskeln an. Wird Bravecto wie empfohlen alle drei Monate gegeben, sammelt sich der Wirkstoff an.

 

Weitere Infos: Bravecto (artgerecht) oder Floh- & Zeckenmittel – Nervengifte?! Vorsicht vor den  Floh- und Zeckenschutztabletten! (Kranke Pfoten – Hundepysiotherapie Osteopathie. Die Facebook-Datei wird regelmäßig aktualisiert.)

 

Schwarzkümmelöl

Zecke beim Hund - Schwarzkümmelöl als Zeckenmittel ohne Chemie.
Das Öl aus Schwarzkümmel ist ein altes Heilmittel, bei Hunden kann es bei hohen Dosen toxisch wirken.

Dass Schwarzkümmelöl gegen Zecken und auch Flöhe hilft, fand ein 18-Jähriger Gymnasiast heraus, der 2014 beim Jugend forscht Wettbewerb mitmachte.

 

Keine Frage, Schwarzkümmelöl vertreibt Zecken und hilft beispielsweise bei Erkrankungen der Haut, zur Immunstimulation, bei Infektionen oder Verdauungsstörungen. Aber Vorsicht, in hohen Dosen kann Schwarzkümmelöl bei Hunden lebertoxisch wirken.

Gebe deinem Hund also nur einige wenige Tropfen inst Fell. Selbst große Hunde bis 15 kg sollten nicht mehr als 5 Tropfen erhalten.

 

Schwarzkümmelöl bitte auf keinen Fall bei Katzen anwenden – atherische Öle sind für Katzen derartig giftig, dass sie daran sterben können. Wenn in deinem Haushalt Hund und Katze leben, darfst du ätherische Öle wie Schwarzkümmelöl auch bei deinem Hund nicht benutzen.

 

Bierhefe und Formel-Z

Bierhefe als Zeckenmittel ohne Chemie - ein fantastisches Hausmittel.
Bierhefe oder Formel-Z hält Zecken fern. Man kann es einfach ins Futter oder als Leckerchen gegeben.

Um Zecken beim Hund fern zu halten, hat sich Bierhefe bzw. Formel-Z bewährt. Formel-Z ist der Vitamin B-Komplex aus der Hefe und wirkt auf dieselbe Weise: Das Hautmilieu deines Hundes ändert sich, was Zecken und Flöhe abschreckt. Keine Sorge, das kann man nicht riechen. Als Nebeneffekt bekommt der Hund schönes Fell. Eine Überdosierung ist nicht möglich.

 

Du kannst Bierhefe oder. den Vitamin-B-Komplex der Hefe als Pulver oder Tabletten kaufen. Das Pulver streust du ins Futter, die Tabletten gibst du als Leckerchen. Die meisten Hunde lieben Bierhefe. Einige wenige reagieren darauf mit Durchfall. Wenn das bei deinem Hund der Fall ist, musst du die Bierhefe absetzen.

 

Dosierung von Bierhefe und Formel-Z beim Hund

  • Hefe-Pulver: Pro 10 kg Körpergewicht 1 TL pro Tag bzw. ein Viertel Teelöffel pro 2,5 kg Körpergewicht.
  • Bierhefe-Tabletten: Bis 10 kg Körpergewicht etwa 2 Tabletten täglich.
  • Formel-Z: Pro 7 kg Körpergewicht jeweils 1 Tablette täglich oder pro 3,5 kg Körpergewicht eine halbe Tablette.

 

Bierhefe und Formel-Z kannst du in Drogerien, Reformhäusern oder Apotheken kaufen. Oder hier*:

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Eine artgerechte Fütterung deines Hundes ist der beste Schutz gegen Parasiten. Es stärkt das Immunsystem und fördert die körpereigene Parasitenabwehr.

 

Amigard Spot on und Halsband – ohne Chemie

Ehrlicherweise muss ich zugeben, dass ich dem Produkt gegenüber erstmal mehr als skeptisch war. Ich habe nicht gedacht, dass ich jemals nochmal ein Spot on empfehlen könnte. Aber dieses Mittel schützt tatsächlich vor Zecken und Flöhen – ohne Chmiekeule. Wie bei allen Mitteln wirkt es bei einigen wenigen Hunden nicht, bei den meisten Hunden ist es ziemlich erfolgreich.

An den ersten beiden Tagen riecht das Mittel etwas, danach verfliegt es.

 

Das Spot on enthält ausschließlich natürliche Mittel und keinerlei Chemie. Enthalten sind Niembaum-Extrakt und Decansäure aus Kokosöl. Es wird per Pipette direkt auf die Haut aufgetragen, und zwar alle 3 cm am Rückrad entlang. Es bleibt lediglich in den äußerden Hautschichten und dringt nicht in den Körper ein. Die Wirkung setzt schnell ein, aber das beste Ergebnis wird drei Tag später erreicht.

Die Wirksamkeit leidet kaum bei kurzem Baden oder wenn der Hund nass wird. Für Menschen und andere Wirbeltiere ist es ungiftig. Es wirkt vier Wochen lang.

 

Amigard kannst du hier kaufen*:

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Knoblauch

Seit Jahren kursieren Gerüchte, dass Zwiebelgewächse wie Knoblauch für Hunde giftig wären. Diese Information wurde von vielen kritiklos übernommen und besonders im Internet verbreitet, sodass sich kaum mehr jemand traut, seinem Hund Knoblauch zu geben.

 

Dabei hat Knoblauch für Hunde eine positive Wirkung auf das Herz-Kreislaufsystem, wirkt antibakteriell und immunsteigernd und wehrt Zecken ab.

 

Es gibt tatsächlich Studien, nach denen durch Zwiebelgewächse die roten Blutkörperchen des Hundes geschädigt werden und der Hund dadurch an Anämie sterben könne.

Das stimmt so aber nicht. Die toxische Dosis kann nur bei einer ausgesprochen großen Menge an Knoblauch auftreten, und zwar bei 35 g Knoblauch pro kg Körpergewicht in der Woche.

 

Die toxische Dosis würde demnach bei folgender Knoblauchmenge auftreten:

  • Bei einem 10 kg Hund: 116 Zehen pro Woche
  • Bei einem 20 kg Hund: 233 Zehen pro Woche
  • Bei einem 30 kg Hund: 350 Zehen pro Woche

 

Dosierung von Knoblauch beim Hund

30 kg Hund: 3 Zehen wöchentlich

20 kg Hund: 2 Zehen

10 kg Hund: 1 Zehe pro Woche

Diese Dosierung ist ganz sicher nicht gefährlich für deinen Hund, sondern dient der Gesundheit und zur Zeckenabwehr (Empfehlung nach Tierheilpraktikerin Swanie Simon).

 

Hinweis

Bei japanischen Hunderassen wie z.B. Shiba Inu, Chow Chow, Shar-Pei, solltest du auf Knoblauch verzichten, da sie zu einer Blutkrankheit (Mikrozytose) neigen.

Wenn bei deinem Hund Verdacht auf Anämie besteht, solltest du ebenfalls kein Knoblauch füttern.

 

Teebaumöl

Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass Teebaumöl keimtötende und wundheilungsfördernde Wirkungen zeigt. Teebaumöl vertreibt auch Zecken, aber bitte wende es mit Vorsicht an, denn bei manchen Hunden kann es eine Allergie auslösen. Innerlich angewendet kann es bei Überdosierung zu Vergiftungserscheinungen kommen.

 

Teebaumöl darf bei Hunden nur äußerlich und in sehr, sehr kleinen Mengen angewendet werden. Zwei, drei Tropfen genügen. Und zwar an einer Stelle, die dein Hund nicht ablecken kann. Reines Teebaumöl darf nur in extremer Verdünnung angewendet werden.

 

Teebaumöl bei Hunden? Vorsicht bei der Anwendung! Weitere Infos: Teebaumöl – Ursache für Kontaktallergien  (Autorin: Silvia K. Müller, CSN – Chemical Sensitivity Network)

 

Bernstein gegen Zecken – wirkungsvoller Zeckenschutz?

Es ärgert mich maßlos, wenn man Tierbesitzern mit Märchen das Geld aus der Tasche zieht. Wir sind leichte Opfer, denn für unsere Tiere tun wir alles.

 

Darum hier in aller Kürze: Bernsteinketten helfen NICHT gegen Zecken.

 

Bernstein ist aufgrund der Naturgesetze gar nicht in der Lage, vor Zecken zu schützen. Mehr dazu erfährst du hier: Bernstein gegen Zecken – warum es nicht funktioniert. Lass dich von den Versprechungen nicht hinters Licht führen. Bernsteinketten haben nur einen einzigen Effekt: Sie füllen die Taschen der Händler.

 

Kokosöl

Kokosöl als Zeckenschutz beim Hund - ohne Nebenwirkungen.
Zecke beim Hund: Kokosöl hält Zecken fern, muss aber täglich aufgetragen werden.

Zecken, Flöhe und Milben mögen die Laurinsäure im Kokosöl nicht. Kokosöl wird äußerlich angewandt und hat sich besonders bei kurzhaarigen Tieren als natürliches Hausmittel bewährt.

 

Kokosöl ist eigentlich kein Öl sondern ein Fett. Nur in tropischen Gegenden ist die Konsistenz aufgrund der Wärme flüssig.

 

Dosierung von Kokosöl beim Hund:

Reibe deinen Hund täglich mit etwas Öl ein. Du brauchst nur sehr wenig davon. Je nach Größe des Hundes reicht eine erbsen- bis haselnussgroße Menge. Lass das Fett in deiner Hand zu Öl schmelzen, reibe mit der Hand den Hund ein oder gebe das geschmolzene Öl auf eine weiche Bürste und bürste ihn damit.

Besonders sorgfältig solltest du Beine und Bauch behandeln. Denn in dieser Höhe warten Zecken auf ihre Opfer, also auf Grashalmen, in Büschen und im Unterholz.

Das Fell darf nicht vor Öl triefen, es genügt eine sehr kleine Menge.

 

Es gibt Hunde, die den Geruch von Kokosöl nicht mögen. Ich fürchte, dann hast du keine Chance.

 

Vor einer Überdosierung braucht man sich nicht zu fürchten.

 

Innerlich angewandt wirkt Kokosöl gegen Würmer, Darmparasiten und anderen Endoparasiten.

 

Hier findest du einen interessanten Text über die Wirkung von Kokosöl: Kokosöl und Parasiten (artgerecht-tier).

 

Achte beim Kauf auf einen hohen Laurinsäuregehalt, 50 % sollte er schon mitbringen. Kokosöl als Zeckenschutz sollte kaltgepresst, native und bio sein. Aufbewahrt wird es am besten an einem lichtgeschützen dunklen Ort.

 

Kaufen kannst du Kokosöl im Drogeriemarkt oder hier:

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Zistrose: Tabletten, Kraut oder Tee (Cistus Icanu)

Zistrose (Cistus Incanus) stärkt nicht nur das Immunsystem, sondern wirkt auch als natürliches Mittel gegen Zecken. Man muss Zistrose aber etwa fünf Tage geben, bis es wirkt. Nach zehn Tagen ist die volle Wirkung erreicht.

 

Du kannst deinem Hund entweder Zistrose-Tabletten geben oder Zistrosekraut direkt aufs Futter streuen oder aus dem Kraut einen Tee zubereiten.

 

Dosierung von Zistrose beim Hund:

  • Tablette: Täglich 1 Tablette
  • Zistrosekraut: Täglich Zistrosekraut über das Futter geben:

Kleine Hunde bis 5 kg: 1/2 Teelöffel täglich

Hunde bis 15 kg: 1 bis 2 Teelöffel täglich

Hunde bis 30 kg: 1 Esslöffel täglich

  • Zistrosentee selbst zubereiten:

So bereitest Du Cistustee zu: Ein Teelöffel getrockneten Cistus Incanus mit einer Tasse kochendes Wasser übergiessen und 10 Minuten ziehen lassen. Gib deinem Hund während der Zeckenzeit 2 Mal täglich eine halbe Tasse über das Futter. Du kannst eine Tasse mittrinken, der Tee ist auch für Menschen gesund.

Die Blätter können drei Mal für die Teezubereitung genutzt werden.

 

Zistrose kannst du in der Apotheke oder in Kräuterhäusern kaufen oder zum Beispiel hier*:

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Warum empfehlen Tierärzte als Zeckenschutz immer Chemie?

Viele Hundebesitzer ärgern sich, weil Tierärzte immer chemische Mitteln empfehlen – und von natürlichen Hausmitteln als Zeckenschutz abraten.

 

Es gibt einen einfachen Grund, warum dein Tierarzt keine Hausmittel gegen Zecken empfiehlt: Er richtet sich nach anerkannten medizinischen Richtlinien. Dann muss er nämlich keine juristischen Folgen fürchten. Denn wenn er dir als Zeckenschutz beispielsweise zu Kokosöl rät und dein Hund erkrankt an Borreliose, kannst du ihn wegen falscher Beratung verklagen. Mit ziemlicher Sicherheit gewinnst du den Prozess. Schlecht für den Tierarzt. Das kann teuer werden. Und seinem Ruf schaden. Also gehen Tierärzte bei ihren Patienten auf Nummer sicher. Irgendwie nachvollziehbar, oder?

 

So kann es passieren, dass der Tierarzt bei deinem Hund zu einem Spot-on-Präperat rät, aber bei seinem eigenen Hund ein natürliches Mittel verwendet.

 

Was hast du ausprobiert, um deinen Hund vor Zecken zu schützen und was hat gewirkt? Schreib mir!

 

Der Text kann gerne geteilt werden.

 

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Foto Verkehrsschild mit Zecke: (c) Schlegelfotos, Fotolia.com

 

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Myriam

Hier blogge ich - Myriam F. Goetz

Ich liebe es, mit Tieren zusammen zu leben. Es ist schön, einen kleinen Freund an seiner Seite zu haben. Meine wichtigste Erkenntnis: Katzen ticken wie Katzen, Hunde wie Hunde und Menschen wie Menschen. Darum entstehen Missverständisse, die man vermeiden kann, wenn man nicht aus Menschensicht handelt. Dies und anderes erfährst du auf meinem Blog. Ich bin Journalistin und lebe in München.

9 thoughts on “Zecken beim Hund – Zeckenschutz ohne Chemie

  1. Hallo,
    Ich habe diesen Sommer Spot’n Go verwendet. Das ist so ähnlich wie das beschriebene amigard. Nur die Zusammensetzung(kein Kokosöl, dafür Lavendel) / Mengen an Margosa-Öl (Niembaum-öl bzw. Dessen Extrakt) unterscheiden sich. Dementsprechend kann ich nur sagen, dass das Margosa-Öl durchaus wirkt. Wir hatten 2 Zecken in 3 Monaten und waren davon 2 Wochen im Urlaub im schwedischen Wald (ohne sind es dort mindestens 5-15 am Tag). 100% hat es also auch nicht geschützt, aber es waren sehr wenige. Es ist ein Öl, dementsprechend nicht wasserlöslich, schwimmen gehen ist also kein Problem. Mein Hund hat es gut vertragen, fand den Geruch aber nicht so toll. Wir haben es abends vor dem ins Bett gehen aufgetragen damit er es im Gras nicht versucht abzuwelzen. Ab dem 2.Tag hat er es akzeptiert und nach ein paar Tagen (bei uns waren es zwischen 2 & 4, je nachdem wie gut es gelungen ist es nicht ins Fell zu bringen) ist der Geruch für meine Nase nicht mehr wahrnehmbar. Auch andere Hunde hat der neue Geruch dann auch nicht mehr irritiert.
    Ich war jedenfalls zufrieden damit, auch wenn es mir lieber wäre, wenn er sich anfangs am Geruch nicht so stören würde. Er hat mittel langes, nicht sehr dichtes Fell, da geht es mit dem auftragen grade so noch direkt auf die Haut (Nacken / Schwanzansatz), stelle es mir bei sehr dichtem Fell äußerst schwierig vor, da es nicht aufs Fell sondern auf die Haut gehört…
    Kokos Öl leckt er sehr gern ab (auch dünn aufgetragen). Bei meiner verstorbenen (Kindheits-) Katze hatten wir immer echte Pestizide, als ich mich informiert hatte, wollte ich dies meinem Hund nicht antun. Ich selbst vermeide es auch weitgehend mich mit Anti-Mücken Zeug einzusprühen, weil das Zeug so eklig ist, geschweigedenn ein Pestizid in den Nacken zu reiben…
    Viele barfer schwören auch auf Knoblauch, obwohl Zwiebelgewächse für Hunde giftig sind. Bitte schreiben Sie dazu doch noch einen Absatz, da auch Studien zeigen das Knoblauch wenig bis keine Wirkung zeigt, aber blutbildungshemmend ist. Ich finde das macht eine dauerhafte gabe eher bedenklich! Wobei natürlich gilt, die Dosis macht das Gift. Selten kleine Mengen können wohl auch unbedenklich oder sogar gesund sein… Ich würde mich freuen, wenn Sie das nochmals aufführen und geeignet differenzieren könnten, da ich es selbst manchmal schwierig finde aus den vielen Quellen den richtigen Schluss zu ziehen.
    Finde den Artikel sehr gelungen ( vor allem der Bernstein Part…)
    Liebe Grüße Françoise

    1. Liebe Francoise, vielen Dank dafür, dass du deine Erfahrungen mit der Community teilst. Es ist wie du sagst, die Menge macht das Gift. Darum muss man auch bei Schwarzkümmelöl und Teebaumöl aufpassen. Man hört zwar immer wieder, dass Knoblauch als Zeckenabwehr helfen soll, aber wie du schon geschrieben hast, kann eine zu hohe Dosis für den Hund gefährlich werden.

  2. Vielen Dank für die guten Tipps!! Ich habe vorige Woche zwei meiner Hunde mit Advantix behandelt und bekam eine starke allergische Reaktion. Meine Haut wurde nach 2 Tagen rot und ich bekam furchtbaren Juckreiz am ganzen Körper. Gestern war ich zum 2. Mal deswegen beim Hausarzt und bekam eine saftige Portion Kortison gespritzt und Antihistamine. Jetzt geht es mir wieder besser, die Haut ist noch fleckig, aber der Juckreiz ist fast weg. Das war für mich das allerletzte Mal das ich so eine Chemiebombe auf meine Hunde auftrage (die übrigens nicht darauf reagiert haben)!

  3. Letztes Jahr habe ich meinem Hund ein Halsband mit Deltamethrin angelegt.
    Nach drei Tagen bekam er nachts einen Epileptischen Anfall. Er ist umgefallen, hat mit überstrecktem Kopf mit den Beinen gerudert, gespeichelt.
    Nach ca. 2 min versuchte er, aufzustehen, taumelte umher, war völlig desorientiert und lief gegen Wand und Stühle. Schaffte es irgendwie, auf die Couch zu krabbeln und stieß dort minutenlang ein Angstgeheul aus, wie ich es noch nie gehört hatte.
    Nach einiger Zeit lief er noch unruhig umher und schlief dann bis zum nächsten Morgen.
    Das Halsband hatte ich ihm schon während des Krampfens abgenommen.
    Am Morgen dann zum Tierarzt. Etliche Untersuchungen machen lassen. Es wurde kein Auslöser für den Anfall gefunden. TÄ empfahl Antiepileptikum; meinte aber, sie würde damit warten, bis er einen weiteren Anfall gehabt hätte.
    Zwischenzeitlich las ich über Nebenwirkungen von sowohl Deltamethrin wie auch von Antiepileptika. Beides hat mich erschreckt und ich beschloss, dies meinem Hund nur zuzumuten, wenn es nicht anders ginge.
    Im Laufe der folgenden drei Monate hatte er noch 7 Krampfanfälle. Jeder war erschreckend, aber jeweils etwas kürzer und leichter als der vorangegangene.(Ich habe ein Anfallstagebuch geführt.)
    Jetzt sind dreieinhalb Monate vergangen seit dem letzten Anfall und er ist völlig symptomfrei!
    Dies entspricht in etwa der Zeit, die das Halsband hätte wirken sollen.
    Es gefällt mir nicht, meinen Hund selbst vergiftet zu haben. Niemand hat mich auf die Möglichkeit derart übler Nebenwirkungen hingewiesen!
    Natürlich weiß ich von den Risiken der durch Zecken übertragbaren Krankheiten. Aber ich weiß auch, dass er diese Krankheiten bekommen kann, aber nicht bekommen muss! Das Halsband heut er definitiv nicht vertragen und er wird wieder krampfen, wenn ich es ihm anlege!
    Trotzdem ein ungutes Gefühl, ihm keine Chemie zu verabreichen, da einem ja stets ein schlechtes Gewissen eingeredet wird, wenn man nicht wie empfohlen konsumiert.
    Momentan bekommt er Bierhefe, Getreidefreies Futter, Kokosöl, Leinöl, wenig Schwarzkümmelöl, Knoblauchöl ( selbst angesetzt in Rapsöl) , und ist fit und gut drauf.
    Ich hoffe, ich handele verantwortungsbewusst.
    Allen Lesern und ihren Hunden eine stabile Gesundheit!!!

    1. Liebe Ingmarie, herzlichen Dank, dass Du uns an Deinen Erfahrungen teilhaben lässt.
      Es ist ein großer Glücksfall, das bei Deinem Hund die Epilepsie nur vorrübergehend aufgetreten ist. Andere Hunde erwerben sich durch chemische Zeckenbekämpfung für den Rest ihres Lebens Epilepsie.
      Gut das Du die Ursache so schnell erkannt und das Halsband schnell entfernt hast.
      Ein schlechtes Gewissen brauchst Du nicht haben, denn die wenigsten Hunde erkranken tatsächlich an Borreliose – fast alle Hunde entwickeln bei Kontakt mit Borrelien Antikörper und werden eben nicht krank. Viel riskanter, häufiger und gefährlicher ist meiner Meinung nach die Verabreichung von chemischen Parasitenmitteln – es sind Pestizide.
      Liebe Grüße, Myriam

  4. Wir haben sehr gute Erfahrungen mit der Kombination aus Zistrose Tabletten und dem Einsprühen des Hundes mit einem Gemisch aus Wasser und einigen Tropfen Geraniol gemacht.

    Kokosöl kam aufgrund des langen Fells (Yorkie) nicht infrage. Das Geraniol hat einen leichten, blumigen Geruch und wurde vom Hund von Anfang an sehr gut toleriert. Geraniol selbst soll auf den Citin-Panzer einer Zecke austrocknend wirken und aus diesem Grund gemieden werden.

    In den Wochen davor hatten wir fast tgl. eine Zecke. Bei der Zistrose war ich mir nicht sicher, ob es wirkt. Seit der zusätzlichen Anwendung (alle ein bis zwei Tage) der Geraniol-Mischung haben wir keine Zecke mehr gehabt.

  5. Das ist ja klasse! Ich habe immer nach chemiefreien Alternativen gesucht, aber außer Schwarzkümmelöl selten gute Tipps gefunden. Da meine Hündin schon eine gewisse Leberschwäche aufweist kam das aber nicht in Frage. Und nun lese ich hier, dass ich ein wirksames Hausmittel schon in der Küche neben dem Herd stehen habe. 😀 Meine Frau kocht gern mit Kokosöl, aber wir wäre nie auf die Idee gekommen, es auf den Hund „zu schmieren“. 😀 Das probieren wir dieses Jahr auf jeden Fall aus. Vielen Dank für die tollen Tipps!

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