Welche Katzenstreu stinkt nicht?

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Eine moderne, gute Katzenstreu kann viel Flüssigkeit aufnehmen und stinkt weder nach Benutzung noch viele Stunden später. Das sind die besten gegen Geruch.

Voraussetzungen einer guten Katzenstreu

Zwei Voraussetzungen muss eine gute Katzenstreu mitbringen, damit es nicht stinkt:

Saugfähigkeit

Es ist der Katzenurin, der stinkt. Darum muss eine gute Katzenstreu den Urin schnell und vollständig aufsaugen.

Geruchsbindung

Wenn der Urin von der Streu aufgesogen wurde, muss er dort gebunden werden, damit er nicht stinkt. Der Geruch muss also in der Streu eingesperrt werden. Es gibt heute moderne, richtig gute Katzenstreu, die den Geruch extrem gut binden.

Mineralische Streu

Feinkörniges mineralisches Streu.
Mineralische Streu sieht aus wie kleine Kieselsteine.
(Foto: © Myriam F. Goetz)

Erst Anfang der 1980er Jahre entwickelte der Katzenbesitzer und Biochemiker Thomas Nelson das moderne mineralische Klumpstreu. Seine bahnbrechende Idee war, der Streu Bentonit beizumischen. Bentonit ist ein natürliches Tonmaterial und entsteht durch die Verwitterung von vulkanischer Asche. Das Besondere an Bentonit: Es verklumpt bei Kontakt mit Flüssigkeit.

Meine Beiträge entstehen aus sorgfältiger Recherche und langjähriger Erfahrung. Dieser Text ist nicht gesponsert, ich habe kein Honorar erhalten.

Eine moderne, mineralische Klumpstreu enthält neben Bentonit weitere Bestandteile wie Quarz oder Kieselgur. Damit wird die Saugleistung und Geruchsbindung weiter verbessert.

Wenn du mineralische Klumpstreu kaufen willst, möchte ich dir einen Rat geben: Nimm nicht das billigste Produkt. Es gibt sehr große Qualitätsunterschiede in der Saugleistung und vor allem in der Geruchsbindung. Oft sehen minderwertige Streu optisch sogar genauso aus wie hochwertige Streu – aber es liegen Welten dazwischen. Lass dich nicht täuschen.

Die höheren Kosten einer Premiumstreu werden relativiert durch den sparsamen Verbrauch.

Mineralische Streu in Klumpen.
Eine hochwertige mineralische Streu stinkt nicht und bildet kompakte, feste Klumpen.
(Foto: © Myriam F. Goetz)

Tipp: Kleben die Klumpen am Katzenklo-Boden fest?
Dann hast du zu wenig Streu verwendet und solltest noch ein paar Schaufeln drauflegen.
Oder du nutzt minderwertige Streu. Bei minderwertigem Streu läuft der Urin einfach durch die Streu durch und sammelt sich am Boden.

Ist die Gewinnung von Bentonit umweltschädlich?

Der Abbau und die Verarbeitung von Bentonit sind energieintensiv. Bentonit wird im Tagebau gewonnen und verursacht Schäden in der Landschaft. Zwar gibt es auch Abbaugebiete in Deutschland, die von manchen Herstellern, z.B. von der Süd-Chemie, wieder rekultiviert werden (Mehr dazu: Bentonit – ein vielseitig einsetzbares Naturprodukt). Aber viele Katzenstreu-Marken verwenden Bentonit aus großen Lagerstätten in Nordamerika und aus dem Mittelmeerraum.

Auch die langen Transportwege schlagen sich negativ auf die Umweltbilanz nieder.

Die unten empfohlenen Bentonit-Katzenstreu sind nicht nur richtig gut, die Hersteller achten auch auf Umweltschutz.

Vorteile: Bentonit Katzenstreu

  • Eine moderne, gute Bentonit-Katzenstreu stinkt weder nach Benutzung noch viele Stunden später.
  • Kann viel Flüssigkeit aufnehmen.
  • Hält viele Wochen und muss selten komplett ausgetauscht werden
  • Katzen nehmen mineralische Streu gut an, weil sie sich natürlich anfühlt.
  • Mineralische Streu klumpt ausgesprochen gut.

Nachteile: Bentonit Katzenstreu

  • Wer die Streu nach dem Einkauf schon mal zum Auto tragen musste, weiß, wie ungewöhnlich schwer Bentonit-Streu ist.
  • Nicht alle, aber viele Marken, haben eine schlechte Umweltbilanz.

Meine Empfehlung für mineralische Klumpstreu

Die nachfolgenden mineralische Katzenstreu binden den Geruch sehr gut. Und das auch noch für sehr lange Zeit. Klumpen und Kot einfach entfernen und die entnommene Menge durch frische Streu ersetzen. Die gesamte Streu muss man erst nach vielen Wochen komplett austauschen. Wirklich.

Die Umweltbilanz muss man sich bei der Herstellung von Bentonitstreu besonders genau ansehen, weil Bentonit im Tagebau gefördert wird und die Landschaft schädigt.

Diese Streu beinhaltet keinen Duft. Das ist gut. Denn chemische Gerüch mögen die meisten Katzen nicht. Wenn du die Wahl hast, entscheide dich darum immer für eine Streu ohne Duft.

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Was den Umweltschutz angeht, kann sich Biokat’s sehen lassen: Das Unternehmen achtet auf kurze Transportwege von der Grube bis zur Produktionsstätte, sowie einen auf einen niedrigen CO2-Ausstoß. Alle Abbaugruben werden renaturiert.

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Umweltbilanz: Golden Grey wird seit einigen Jahren nur noch in Deutschland hergestellt. Außerdem liegt der Standort zwischen Bielefeld und Hannover an der A2, sodass kurze Transportwege anfallen.

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  • aus Bentonit
  • mit Babypuderduft
  • mit Silikat (noch bessere Geruchshemmung)

Streu aus Pflanzenfasern

Ein Klumpen pflanzliche Streu.
Pflanzliche Katzenstreu hat die Farbe von Sägespäne.
(Foto: © Myriam F. Goetz)

Organische Katzenstreu besteht aus pflanzlichen Materialien wie Holz, Stroh, Mais, Zuckerrübenschnitzeln. Sie bringen eine sehr gute Geruchsbindung mit. Und: Der Rohstoff wächst nach.

Wenn du auf Nachhaltigkeit Wert legst, ist Katzenstreu aus Pflanzenfasern die beste Wahl. Aber mal ganz ehrlich, Nachhaltigkeit alleine genügt nicht.

Tipp: Nur Streu aus Pflanzenfasern ist organischen Ursprungs. Wenn jedoch die Fasern aus Zellulose bestehen, stammen die Inhalte häufig von Industrieabfällen aus der Herstellung von Vliesprodukten oder Kartons. Finger weg-

Auch beim pflanzlichen Katzenstreu gibt es große Qualitätsunterschiede bei den Marken. Saugfähigkeit und vor allem Geruchsbindung sind von Marke zu Marke unterschiedlich. Kauf nicht die billigsten Produkte. Die sehen zwar oft genauso aus wie die hochwertigen, können aber den Geruch nicht ordentlich binden.

Vorteile: Streu aus Pflanzenfasern

  • Hochwertige, moderne pflanzliche Katzenstreu stinkt weder nach Benutzung, noch viele Stunden später.
  • Kann viel Flüssigkeit aufnehmen.
  • Katzen nehmen pflanzliche Streu gut an, weil sie sich natürlich anfühlt.
  • Die Streu ist leicht und lässt sich nach dem Einkauf leicht nach Hause tragen.
  • Es sind keine Duftstoffe enthalten.
  • Ökologisch sinnvoll: Sie besteht aus nachwachsenden Rohstoffen.
  • Pflanzenfasern verbrennen in der Müllverbrennung komplett

Nachteile: Streu aus Pflanzenfasern

  • Pflanzliche Katzenstreu klumpt nicht so gut wie Bentonit-Streu.

Meine Empfehlung für Streu aus Pflanzenfasern

Cat’s Best Klumpstreu besteht aus Holzfasern. Ich verwende ich seit vielen Jahren. Immer mal wieder habe ich andere Streu getestet und bin jedes Mal wieder zurückgekehrt. Diese Streu bindet den Geruch ausgezeichnet.

Der Urin wird ruckzuck aufgesaugt und eingekapselt. Man entfernt täglich Klumpen und Kot und verwendet die verbleibenden Streu weiterhin. Ein Austausch der kompletten Streu ist erst nach vielen Wochen nötig.

Umweltbilanz: Cat’s Best wird in Deutschland hergestellt und enthält keine chemische Zusätze. Die technologisch veredelten Holzfasern werden aus PEFC- und FSC-zertifizierten Rohstoffen der lokalen Holzindustrie hergestellt, und zwar aus den Resten der Holzverarbeitung. Es werden für diese Streu keine Bäume gefällt.

Klumpen und Kot dürfen in der Toilette entsorgt werden (mehr dazu: Welche Katzenstreu darf in die Toilette?)

Streu aus Pflanzenfasern klumpen nicht so gut wie Bentonitstreu. Da hilft ein Trick: Ich hole die Klumpen nicht sofort aus dem Katzenklo heraus. Nach einer Weile sind die Klumpen nämlich fest und zerfallen beim Herausnehmen nicht.

Schön ist, dass diese Streu aus nachwachsenden Rohstoffen stammt. Das Gewicht ist sehr leicht, weshalb man die Streu nach dem Einkauf problemlos zum Auto tragen kann. Aber mein Hauptkriterium für diese Katzenstreu ist die ausgezeichnete Geruchsbindung. Diese Streu stinkt wirklich nicht und ist mein Favorit.

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Streu aus Silikat

Silikatstreu in Form von Kristallen.
Silikatstreu besteht aus Kieselgel: Der Uringeruch bleibt in den Silikatkörnchen gebunden, das Wasser verdunstet.

Diese Streu funktioniert nach einer ganz anderen Methode als die anderen Streuarten: Die Silikat-Kristalle saugen den Katzenurin auf. Der Geruch bleibt in der Katzenstreu eingeschlossen, aber das Wasser des Urins verdunstet langsam.

Weil die Flüssigkeit verdunstet, kann die Streu immer wieder neu Urin aufnehmen – je nach Marke ein bis zwei Wochen lang. Dann beginnt die Streu zu stinken und muss komplett ausgetauscht werden.

Damit die Silikatkörner in der Katzentoilette gleichmäßig abnutzen, soll man die Streu täglich durchrühren. Kot und Klumpen müssen täglich entfernt und in der Restmülltonne entsorgt werden.

Die Streu ist leicht, was jeden Katzenbesitzer freut, der die Packung in den dritten Stock tragen muss.

Die Kristalle rascheln beim Scharren. Manche Katzen erschrecken von dem Geräusch, manche mögen die Konsistenz nicht.

Durch die energieaufwändige Herstellung und die weiten Transportwege (meist aus China) hat die Streu eine schlechte Umweltbilanz.

Kieselgel wird übrigens in vielen Bereichen eingesetzt – meist als Trocknungsmittel. Mit Kieselgel gefüllte kleine Papiertütchen liegen vielen feuchtigkeitsempfindlichen Warensendungen bei. So bleiben elektronische Geräte, Lederwaren, Saatgut u.v.m. trocken.

Kieselgel
Kieselgel wird auch als Trocknungsmittel eingesetzt und liegt in kleinen Papiertütchen vielen Warensendungen bei. (Foto: © Myriam F. Goetz)

Ursprünglich gab es Silikatstreu nur nicht-klumpend, inzwischen bieten einige Hersteller auch klumpendes Silikatstreu an (z.B. Tigerino und MultiFit). Ein klumpendes Silikatstreu macht aber keinen Sinn. Verklumpte Kristalle müssen aus dem Katzenklo herausgenommen werden. Somit wird jeder Kristall nur ein einziges Mal verwendet. Aber das Besondere der Streu ist ja eigentlich, dass die Kristalle immer wieder neu Urin aufnehmen sollen.

Vorteile: Streu aus Silikat

  • Geringes Gewicht

Nachteile: Streu aus Silikat

  • Manche Katzen mögen die Konsistenz von Silikatstreu nicht.
  • Manche Katzen erschrecken bei dem raschelnden Geräusch der Streu.
  • Nach etwa ein bis zwei Wochen muss die komplette Streu ausgetauscht werden.
  • Die weißen Kristalle werden durch den Urin im Laufe der Zeit gelb.
  • Sind die Kristalle gefüllt, sammelt sich der Urin am Boden.
  • Schlechte Umweltbilanz wegen der aufwändigen Herstellung und dem langen Transport.

Keine Empfehlung für Streu aus Silikat

So leid es mir tut, aber ich möchte kein Silikat-Streu empfehlen. In freier Wildbahn pinkeln Katzen auf Erde oder Sand – nicht auf Kristalle. Darum nimmt nicht jede Katze diese Streu an.

Mir gefällt auch der Gedanke nicht, dass der Urin in den Kristallen eingeschlossen wird, aber die Urin-Flüssigkeit in die Wohnung verdunstet.

Nach einer Weile werden die Kristalle vom Urin gelb und sehen unappetitlich aus. Allerdings binden sie den Geruch eine Weile wirklich gut. Aber es gibt bei den Marken erhebliche Qualitäts-Unterschiede: Manche halten den Geruch nur einige wenige Tage, andere zehn oder sogar 14 Tage.

Wenn die Kristalle nichts mehr aufnehmen können, sammelt sich der Urin am Boden der Katzentoilette. Nicht schön.

Warum stinkt Katzenurin eigentlich?

Der intensive Geruch des Katzenurins entsteht durch Bakterien. Sie wandeln den im Urin enthaltenen Harnstoff und Eiweiß in Ammoniak um. Es ist das Ammoniak, das stinkt.

Damit Katzenurin nicht stinkt, muss es möglichst schnell von der Katzenstreu aufgesogen werden. Dabei hilft eine moderne Streu und die richtige Streuhöhe.

Man muss sich bewusst machen, dass wir uns an Gerüche gewöhnen. Riecht es in der eigenen Wohnung stets nach Katzenurin, dann nehmen wir den Geruch nach einer Weile nicht mehr wahr. Besucher aber schon. Also Vorsicht!

Klumpende Katzenstreu oder nicht-klumpende?

Der Verbrauch einer klumpenden Streu ist erheblich geringer als bei einer nicht-klumpenden Streu. Der Urin verklumpt mit der Streu und kann gezielt entfernt werden. Nur die entnommene Menge wird durch frische Streu ersetzt. Klumpende Streu ist ergiebiger und damit auch aus ökologischen Gründen sinnvoll. Zudem ist die Handhabung und der Zeitaufwand der Katzenklo-Reinigung einfacher.

Welche Streu für Kitten?

Manche Kätzchen fressen Katzenstreu. Aus diesem Grund soll man für Kitten keine Klumpstreu verwenden. Die Streu klumpt auch im Magen und es könnte zu gesundheitlichen und sogar lebensbedrohlichen Problemen kommen. Verwende für Kitten eine nicht-klumpende, organische Streu.

Katzenklo mit Katzenstreu

ENDE

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Rechtlicher Hinweis: Meine Beiträge entstehen durch umfangreiche Recherche und eigener Erfahrung. Sie sind kein Ersatz für die tierärztliche Behandlung. Krankheiten und Verletzungen sollten unverzüglich vom Tierarzt behandelt werden.

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1 Kommentar zu „Welche Katzenstreu stinkt nicht?“

  1. Cats Best ist doch aus Holz.
    Es war das aller beste hat aber sehr nachgelassen finde ich und zerfällt schneller und…. ist sooo unendlich teuer geworden nicht mehr normal. Habe es das erste mal für noch 17Euro gekauft das große und jetzt 29 das ist doch krank.Deshalb habe ich jetzt was ganz billiges man staune von DM aber es kann gut mithalten auch Natur Streu und keine 4 Euro eine kleine aber mal 4 fast der Preis wie früher

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