7 Fehler: Was Katzen hassen

Vermeide diese 7 Fehler bei deiner Katze.

Aktualisiert: 23.04.21


Inhalt:

1. Du streichelst die Katze an falschen Stellen
2. Die Katze hat keinen Rückzugsort
3. Du störst die Katze beim Schlafen
4. Du bestrafst die Katze oder schreist sie an
5. Du trägst die Katze wie ein Baby
6. Die Katze will nicht mehr gestreichelt werden, aber du hörst nicht auf
7. Du zeigst zu wenig Geduld
Kurz zusammengefasst: Was Katzen hassen


1. Du streichelst die Katze an falschen Stellen

Katzen lieben Streicheleinheiten, aber nicht an jeder Stelle.

Fauchende Katze: Viele Katzen wollen nicht überall angefasst werden.
Viele Katzen wollen nicht überall angefasst werden.

Viele Katzen wollen nicht überall angefasst werden.
(Foto: © adogslifephoto – Fotolia.com)

Viele Katzen wollen beispielsweise nicht am Bauch angefasst werden – sie sind kitzlig, außerdem gehört der Bauch zu den verletzlichsten Stellen. Andere Körperteile sind geschützt, beispielsweise durch den Brustkorb. Der Bauch nicht.

Auch Pfoten sind häufig Tabu-Stellen. Weil eine Katze mit gebrochener oder verletzter Pfote in freier Wildbahn nicht überleben könnte.

Die Angst vor einer Verletzung mit anschließendem Verhungern in freier Wildbahn, ist fest im Instinkt von Katzen verankert. Wenn sich deine Katze an bestimmten Stellen nicht anfassen lassen will, zeugt das also nicht von fehlendem Vertrauen, sondern sie kann nicht anders. Das Beste was du tun kannst: Respektiere den Wunsch deiner Katze.

2. Die Katze hat keinen Rückzugsort

Katzen wünschen sich einen Rückzugsort.
(Foto: © choucashoot – Fotolia.com)

Bei Gefahr wollen Katzen flüchten. Das musst du dir bei der Katzenhaltung stets bewusst machen. Darum fühlt sich deine Katze nur dann sicher, wenn sie einen Rückzugsort hat, an dem sie sich verstecken oder auch schlafen kann. Darum verkriechen sich Samtpfoten gerne im Kleiderschrank oder an Orten, an denen sie nicht gefunden werden.

Wenn du deiner Katze etwas Gutes tun willst, ermögliche ihr einen Zufluchtsort, ein sicheres Versteck. Das könnte zum Beispiel eine Katzenhöhle auf dem Schrank sein. Neben den Schrank stellst du einen Kletterbaum als Leiter. Solch ein Versteck kommt dem tief verwurzelten Sicherheitsbedürfnis entgegen: Es befindet sich an einem erhöhten Platz und die Katze ist in der Katzenhöhle unsichtbar. DAS finden Katzen klasse!

Ein Rückzugsort ist allerdings nur dann ein Rückzugsort, wenn du ihn als Schutzzone anerkennst, will heißen: Niemand außer der Katze dringt dort ein. Darum ist es wichtig, dass dieser Ort  für dich und alle Familienmitglieder absolut tabu ist. Am besten tust du so, als ob du von dem Versteck gar nichts weißt.

Das ist übrigens einer der häufigsten Fehler in der Katzenhaltung: Der Katze kein sicheres Versteck zu ermöglichen.

3. Du störst die Katze beim Schlafen

Bestimmt kennst du das: Deine Katze liegt auf dem Sofa und schläft. Sie sieht so niedlich aus, dass du einfach hingehen und sie streicheln musst. Und wie reagiert die Katze? Sie erschrickt, springt auf oder reißt ihr Köpfchen hoch.

Diese Reaktion liegt in der Natur der Katze, weil sie bei Gefahr sofort wegflitzen will. Darum solltest du deine Katze in Ruhe lassen, wenn sie schläft. Fasse sie nicht an und poltere nicht in den Raum hinein. Die Einstellung, man könne jederzeit und überall über die Katze verfügen, ist ein häufiger Fehler in der Katzenhaltung.

Wenn es aus irgendeinem Grund nötig sein sollte, eine schlafende Katze zu wecken, kündigst du deine Annäherung schon aus der Entfernung an. Mache leise Geräusche oder sage leise ihren Namen, bis sie dich wahrnimmt. Erst danach gehst du zu ihr hin.

4. Du bestrafst die Katze oder schreist sie an

Wie alle Tiere, können Katzen eine Bestrafung mit einer zurückliegenden Handlung nicht miteinander verbinden. Hat deine Katze vor fünf Minuten die Vase vom Sideboard herunter geworfen und du schimpfst sie nun aus, versteht sie nicht, warum du gemein zu ihr bist.

Schläge sind ohnehin tabu, aber auch Anschreien nützt überhaupt nichts und zerstört nur das Vertrauensverhältnis. Solch ein Verhalten ist ein grober Fehler in der Katzenhaltung.

Um richtig zu reagieren, sollten wir uns bewusst machen, wie Katzen miteinander umgehen und das Verhalten kopieren:

Erwachsene Katzen geben untereinander keine Laute von sich. Nur im Kampf werden sie laut. Ansonsten sind Katzen mucksmäuschenstill. In freier Natur gilt eine ruhige, besonnene Katze als souveräne Katze. Eine souveräne Katze flippt nicht aus, schreit nicht herum und verprügelt niemanden.

Darum: Verhalte dich wie eine souveräne Katze. Schrei‘ deine Samtpfote nicht an, schlage sie nicht, sperre sie nicht in ein Zimmer ein, spritze sie nicht mit der Wasserpistole an. Sei souverän. Deine Katze wird dir dafür Wertschätzung entgegenbringen.

Übrigens: Katzen reagieren niemals bösartig. Eine Katze handelt niemals aus Gemeinheit, Rache oder Protest. All das ist Katzen fremd – es sind menschliche Eigenschaften.

5. Du trägst die Katze wie ein Baby

Katzen wollen nicht wie ein Baby getragen werden.

Katzen wollen nicht wie ein Baby getragen werden.
(Foto: © bmf-foto.de – Fotolia.com)

Ich habe keine Ahnung, warum so viele Menschen das Bedürfnis haben, eine Katze wie ein Baby auf den Arm zu nehmen, nämlich mit dem Bauch nach oben. Katzen sind keine menschlichen Babys, sie sind erwachsen. Am liebsten wollen Samtpfoten auf ihren eigenen vier Beinen stehen. Katzen haben das Bedürfnis, bei Gefahr jederzeit fliehen zu können. Das geht aber nicht, wenn sie mit dem Rücken auf deinem Arm liegen und alle vier Pfoten in die Luft strecken.

Wenn du deine Katzen tragen willst, dann stelle die Pfoten auf deinen Arm oder platziere die Pfoten auf deinem Oberkörper. Oder: Vorderpfoten auf deine Schulter, Hinterpfoten auf den Arm. Gib der Katze das Gefühl, dass sie jederzeit die Flucht ergreifen könnte, falls es nötig wäre.

Sogar kleine Babykatzen drehen sich instinktiv um, wenn du sie auf den Rücken legst.
(Foto: © Evgeny Dubinchuk – Fotolia.com)

Natürlich gibt es Katzen, die sich das Tragen wie ein Baby gefallen lassen, aber selbst Katzenbabys, die du auf den Rücken legst, drehen sich aus ihrem Instinkt heraus sofort wieder um: Mit dem verletzlichen, ungeschützten Bauch nach unten. Das entspricht ihrem Sicherheitsbedürfnis.

Pfoten festhalten ist natürlich verboten. Wenn die Katze nicht freiwillig bei dir bleibt, ist Festhalten keine Option.

So wollen Katzen getragen werden: Vorderpfoten auf der Schulter.
(Foto: © madhourse – Fotolia.com)

6. Die Katze will nicht mehr gestreichelt werden, aber du hörst nicht auf

Ein sehr verbreiteter Fehler in der Katzenhaltung: Die Katze will nicht mehr gestreichelt werden, aber Frauchen oder Herrchen hören damit nicht auf. Meist deshalb, weil sie die subtile Körpersprache von Katzen nicht richtig deuten. Wenn die Katze dann einen Katzenhieb austeilt, glauben sie, die zickige Katze hätte plötzlich und unvermittelt gekratzt.

Bevor deine Katze kratzt oder beißt, gibt sie Signale, die du nur richtig einordnen musst, beispielsweise diese:

  • Deine Katze beginnt sich zu putzen
  • Deine Katze hört zu schnurren auf
  • Die Katze drückt deine Hand zur Seite
Katze wird gestreichelt. Beginnt sich die Katze zu putzen, bedeutet das: „Hör auf damit.“

Beginnt sich die Katze zu putzen, bedeutet das: „Hör auf, mich zu streicheln.“
(Foto: © Ermolaev Alexandr – Fotolia.com)

All das bedeutet: „Ich mag nicht mehr, hör auf damit.“ Dann solltest du mit dem Streicheln sofort aufhören. Wenn nicht, nimmt sie dir wirklich krumm. Sie empfindet es als extrem übergriffig und reagiert entsprechend scharf mit einem Katzenhieb. Manche beißen sogar.

7. Du zeigst zu wenig Geduld

Katzen brauchen für viele Dinge, besonders für Unbekanntes, viel Zeit. Das liegt in der Natur von Katzen.

Immer wieder höre ich von Katzenbesitzern, die Katze würde beispielsweise die neue Katzenstreu nicht annehmen. Dabei braucht man dafür nur Geduld. Katzen sind Neuem gegenüber generell skeptisch. Denn: Unbekanntes kann gefährlich sein.

Gib deiner Katze eine Chance und lasse sie das Neue in ihrem eigenen Tempo erkunden.

Kurz zusammengefasst: Was Katzen hassen

  • Fast jede Katze hat Körperstellen, an denen sie nicht angefasst werden will. Zwinge deiner Katze keine Berührungen an diesen Stellen auf.
  • Sorge dafür, dass deine Katze einen sicheren Rückzugsort hat. Das gilt für nervöse Katzen, aber genauso für entspannte Katzen.
  • Wenn deine Katze schläft, störe sie nicht. Halte Abstand und fasse sie nicht an.
  • Schrei‘ deine Katze nicht an und bestrafe sie nicht – weil sie ohnehin nicht versteht, warum du das tust. Sei ein souveräner Katzenhalter!
  • Wenn du deine Katze auf den Arm nimmst, trage sie nicht wie ein Menschenbaby.
  • Achte auf die Körpersprache deiner Katzen und höre mit dem Streicheln auf, sobald sie entsprechende Signale zeigt.
  • Aufgrund ihrer Natur sind Katzen allem Neuen gegenüber skeptisch. Verhalte dich darum geduldig. Für unbekannte Dinge brauchen Katzen Zeit.

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Foto auf der Startseite: © adogslifephoto, Fotolia.com (fauchende Katze)

Myriam

Hallo, ich bin Myriam und als Journalistin tätig. Ich liebe es, mit Felltieren zu leben. Bei mir wohnen Katze Biene und Hund Ronja. Auf schlimmerkater.de gebe ich meine Erfahrungen und Recherche-Ergebnisse über Katzen und Hunde weiter.

27 thoughts on “7 Fehler: Was Katzen hassen

  1. Danke Miriam,
    Deine Worte haben mich etwas mehr beruhigt. Ich könnte mir ein Leben ohne meine Katze nicht mehr vorstellen.

    1. Sehr interessante Auflistung! 🙂

      Ich muss allerdings sagen, dass sich meine Katze das wie-ein-Baby-tragen nicht nur gefallen lässt, sie nutzt es sogar um sich auf meinen Armen einmal komplett zu strecken und schmust dann auch kurz so mit mir 😅

      Generell verhält sich meine Vierbeinerin aber auch ganz anders als normale Katzen (seit Anfang an extrem scheu gewesen, zudem hatten wir bei der Anschaffung leider nur eine Einzelhaltung im Kopf)..

      Sie geht fast nur nachts raus (tagsüber nur wenn es sonnig ist und wenn wir auch mit draußen sind, aber nie weiter als 10 Meter von der Tür entfernt)
      Sie hat leider überhaupt keine Katzefreunde und das seit nun schon fast 11 Jahren.

      Dementsprechend hing sie schon immer ständig (manchmal Tag und Nacht) bei mir im Zimmer rum (sie ist jetzt fast 11 Jahre alt; habe sie bekommen als ich 12 war, nun bin ich 23), obwohl sie ein ganzes 3 stöckiges Haus samt Garten zur Verfügung hat und meine ganze Familie hier lebt.

      Ich genieße es schon sehr, ihre beste Freundin zu sein. Wenn ich sie rufe und ihr mit meiner Körpersprache zeige, dass sie doch herkommen soll, dann kommt sie auch an und setzt sich in meine Nähe oder kommt zum gestreichelt werden. Sie antwortet auch fast immer, wenn man ihr zu miaut also sie merkt, sie ist gemeint, und dann entsteht sozusagen eine Konversation 😅.

      Direkten Schmusebedarf zeigte sie aber eigentlich nie.
      Vor kurzem habe ich ihr aber das Sitzen auf dem schoß schmackhaft gemacht,.. 😇 Das hat sie ihr ganzes Leben davor verabscheut.

      Ich frage mich immer, wie Experten meine Katze beurteilen würden und woher ihre große Angst vor Menschen, an die sie nicht gewöhnt ist, herrührt.
      Oder ob das Verhalten meiner Katze gestört ist und wie anders sie wäre, wenn sie nicht allein aufgewachsen wäre.

      1. Hallo, danke für Deinen Kommentar. Du brauchst Dich nicht verantwortlich fühlen für die Ängstlichkeit Deiner Katze. Jede Katze verhält sich anders, jede hat einen eigenen Charakter. Natürlich spielt es auch eine Rolle, wie die Katze in den ersten Lebensmonaten aufgewachsen ist. Zum Beispiel kann man wild aufgewachsene Katzen nie mehr die Angst vor Menschen nehmen: Weil sie es von ihrer Mutter so gelernt haben. Wild aufgewachsene Katzen werden niemals zu Hauskatzen, egal, wie sehr man sich bemüht. Aber manche Katze sind einfach von Natur aus vorsichtig.
        Katzen, die mit einem Artgenossen aufgewachsen sind, mögen i.d.R. trotzdem keine fremden Katzen. Ein Artgenosse sorgt also nicht dafür, dass die Katze mit anderen, fremden Katzen Freundschaft schließt.
        Daher glaube ich nicht, dass Deine Katzen verhaltensgestört ist. Sie ist einfach nur eine vorsichtige, etwas ängstliche Katze.
        Es gibt viele etwas ängstliche Katzen, die nach draußen dürfen, aber nur in unmittelbarer Umgebung des Hauses bleiben. Ihnen ist es lieber, wenn sie nicht alleine raus gehen muss. Versuche doch mal, mit deiner Katze gemeinsam spazieren zu gehen – also ohne Leine. Fürs erste Mal muss das gar nicht weit sein, 20 Meter reichen für den Anfang aus – am besten abends, wenn draußen nicht mehr viel los ist. Das würde euer Verhältnis nochmal vertiefen, die Katze hätte Abwechslung und traut sich in Zukunft vielleicht auch etwas mehr zu.
        Viele Grüße, Myriam

  2. Meine alte Katze circa 20 ist uns zugelaufen vor 10 Jahren der Arzt sagte derzeit sie wäre circa 10 Jahre wir haben sie liebevoll hochgepäppelt unser Billy war uns sehr dankbar ist im Wohnmobile mitgefahren aber neuerdings möchte sie nicht mehr gestreichelt werden oder auf den Arm genommen werden ich darf sie nur noch am Kopfoder vor der Brust streicheln auch möchte sie nur noch im ankleide Zimmern schlafen sie kommt nur raus zum fressen oder nach draußen zur Toilette ich lasse die Tür immer angeleint sie war so zutraulich immer bei uns sogar im Bett hatte sie mit uns geschlafen oder bei meinen Mann auf der Brust gelegen sie Frist noch gut nur weich Futter unser Kater möchte er sich zum Sterben verkriechen ich mach mir Sorgen wir lassen in gewähren und in ruhe wen ich in sein Zimmer komme dann schnurrt er

    1. Ich kenne solch ein Verhalten bei alten Katzen leider auch. Wichtig ist, sicher zu gehen, dass die Katze keine Schmerzen hat. Katzen sind ja immer so tapfer und lassen sich Schmerzen nicht anmerken.
      Alles Gute für dich und deinen Kater. LG Myriam

  3. Meine Katze geht nicht auf ihr Katzenklo, ich würde ihr gerne ihr altes Streu besorgen aber ich weiß nicht welches das war.
    Wie kann ich sie trotzdem dazu bekommen das Klo zu benutzen?

      1. Meine Katze ist mir zugelaufen, ich habe das streu nicht gewechselt. Sie geht immer nach draußen wenn sie muss. Wenn sie noch Abends gekommen ist haben wir sie immer rauswerfen müssen. Deshalb haben wir uns auch erst ein Klo gekauft dass sie nachts drinnen bleiben kann.

        1. Viele Freigängerkatzen wollen leider gar nicht aufs Katzenklo gehen. Die kleine Schachtel scheint ihnen im Gegensatz zum Freiluftklo nicht attraktiv. Es kann sein, dass Du Deine Katze dazu nicht überreden kannst. Aber versuche mal etwas Catnip, Katzenminze, ins Katzenklo zu streuen, damit das Katzenklo attraktiver wird.

          1. Wie haben vor umzuziehen, danach sollte sie ja die erste Zeit im Haus bleiben. Aber es wäre sehr ungünstig wenn sie im neuen Haus auf den Boden pinkelt.
            Katzen benutzen als Klo ja immer dass was aus Katzensicht am besten geeignet ist. Denken sie dass sie wenn sie nicht mehr raus kann, ihr Katzenklo benutzen wird?

          2. Normalerweise nutzen Katzen in dieser Situation das Katzenklo. Wenn aber die große Zimmerpflanze aus Katzensicht passender erscheint, nimmt sie auch die Zimmerpflanze 🥴. Aber meist gehen sie brav aufs Klo.
            Ich habe übrigens die Erfahrung gemacht, dass Katzen in der neuen Wohnung lediglich 1 Woche drinnen gelassen werden müssen. Sie sind entgegen der landläufigen Meinung sehr wohl an ihre Menschen gebunden – nicht nur an ihr Revier. Sie bleiben dort, wo ihr Mensch wohnt. Die Einzelgängertheorie ist überholt. LG Myriam

  4. Ich habe ein Main-Coone-Kater, der sehr schwer krank ist, er hatte als Kitten Katzenschnupfen, durch den Vorbesitzer, der ihn nicht behandelt hatte, hat sich die Lunge verändert und er hat Asthma bekommen. Wir haben ihn die Inhalationstherapie antrainiert, was sehr gut klappt. Auch war er voll mit Bandwürmern, hat Bluthochdruck und ein Herz (Erb)Krankheit (Nicht die typische Main-Coon-Herzkrankheit, Gott sei Dank!)

    Er ist aber solch ein liebes Tier! Was für eine Liebe Tierseele! Seit 3 Jahren kommt er jeden Morgen, wenn ich gegen 9 oder 10 Uhr aufstehe auf meinen Schoß, ich bin 34 Jahre alt und sehr schwer krank und, es tut mir in der Seele so extrem gut, wenn er zu mir kommt, ich vergesse dann, dass ich schwer krank bin. Auch hat er mich noch nie absichtlich verletzt, wenn er beißt, dann ganz, ganz zärtlich. Man merkt bei ihm, dass er niemanden wehtun will! Auch legt er sich auf dem Sofa abends immer auf den Rücken! Ich liebe ihn so Extrem sehr! Katzen sind wirklich absolut meine Lieblingstiere und ich möchte nie mehr auf Katzen (besonders Main Coone´s) verzichten wollen!

  5. Ich melde mich jetzt nochmals. Bin der Empfehlung gefolgt und habe mit meinen beiden Katzen eine Runde gedreht. Das hat den Beiden (und mir) so gut gefallen, sie sind herumgesprungen und waren so richtig ausgelassen, wunderschön. Mittlerweile haben wir schon eine weitere Runde gedreht 😉 . Danke für den tollen Tipp, dass ich da nicht von alleine darauf gekommen bin….
    Erwähnen möchte ich noch, dass ich Wiesen und Felder in der Umgebung habe. Auf befahrenen Straßen wäre das sicher undenkbar.
    Nochmals danke für die Anregung!!
    LG Kurt

  6. Ich habe eine Kätzin und einen Kater sind Geschwister und ca´ 3 ½ Jahre alt. Wir lieben sie beide über alles. Zum Glück haben wir einen Garten und sie sind Freigänger. Wenn ich draussen bin sind sie immer bei mir. Das mit dem Spazieren gehen habe ich noch nicht gehört und ja, in dem sie immer bei mir sind kann ich es mir vorstellen, dass sie mitgehen, werde es Test. Obwohl sie Geschwister sind und sich lieben, sind es doch zwei verschiedene Charaktere. Sie haben so Zeremonien die sich stets wiederholen. Z.B. er kommt am Morgen und begrüßt mich und legt sich dann in meine Arme und ich schaukle ihn und kraule ihn. Nach 10-15 Minuten reicht es ihm und erlegt sich ausser Reichweite meiner Hände zu meinen Füßen und wartet dort bis ich aufstehe. Wenn ich dann aufstehe, klettert er an mir hoch und möchte unbedingt. dass ich ihn zu seinem Futterplatz trage(!), vorher geht er nicht herunter. Diese Zeremonie haben wir jeden Tag und und ich finde es schön es zeigt eben diese Vertrautheit. Im Übrigen meine ich, man muss nur die Katze nur beobachten, sie zeigt eigentlich von selbst was sie möchte und was nicht. So liebt unsere Kätzin (Muxi) es wenn man sie am Bauch streichelt, er (Bärli) hasst das und wehrt es sogleich ab. Wichtig ist auch der Rückzugsort, aber wie gesagt, sie zeigen es selbst, man muss nur auf sie eingehen bzw. die Möglichkeit schaffen.
    Tolle Seite. Liebe Grüße Kurt

  7. Seit ein paar Tagen verhält sich mein Kater Krümmel eigenartig. Er schnüffelt plötzlich an alles und bewegt sein Kopf nervös von links nach rechts. Er isst normal aber ist sehr unruhig.
    Auch hat er wohl gekämpft als er draussen war. Er war immer schon sehr schreckhaft. Muss ich mich Sorgen machen?

    1. Aus der Ferne lässt sich das schwer beurteilen, aber es hört sich so an, als ob er nach dem Kampf aufgeregt und unsicher ist. Vielleicht war sein Konkurrent auch in deiner Wohnung? Sowas machen Katzen gerne. Dabei hinterlassen sie auch immer ihren Duft oder fressen vom Futter – hinterlassen also absichtlich Spuren. LG Myriam

  8. Dieser Artikel ist sehr hilfreich und interessant für Leute, die sich über Katzenhaltung informieren möchten.
    Als Biologin möchte ich Sie aber dennoch auf eine kleine Sache hinweisen: Katzen sind KEINE Fluchttiere, sondern Raubtiere. Das erkennen Sie auch besonders gut an der Stellung der Augen: Bei Raubtieren nach vorne gerichtet (geradeaus schauend), bei Fluchttieren seitlich angeordnet (nach rechts und links).
    Liebe Grüße

  9. Liebe Myriam,
    ich schreibe heute um unser beiden Schätze zu beschreiben und zu hinterfragen.
    Kurze Beschreibung der Beiden: 1. Lucky: Weiß, grau, bunte Langhaarige Katze, Kastriert (laut Vermittlung und Tierarzt) ca. 3-4 Jahre Alt. / 2. Zora: rote langbeinige Katze von August 2014 (auch Kastriert).
    Wir haben die beiden von einem Tierschutzbund erhalten, da beidne aber sehr „widerspenstig“ waren, nicht geimpft, nicht geschippt und nicht entwurm….sie wurden für den Transport zu uns mit einem Käscher gefangen. Nun das ist Vergangenheit aus 2015. inzwischen haben sie sich gut bei uns eingelebt und sind (glaube ich) mit Ihren Diener ganz zufrieden. So nun zum „Problem“: Lucky hat sich ganz gut an uns gewöhnt und lässt, wenn sie es möchte sich auch von uns streicheln, anfassen und Schläft bei und auf uns, sogar der Bauch muss gekrault werden….alles zu der Zeit die Sie bestimmt. Das ist wenn wir ins Bett gehen oder (im Winter) auf dem Sofa liegen. Auf freier Fläche im Haus oder Garten oder wenn sie Irgendwo liegt, gestattet sie und das näher kommen nicht, also flüchtet. Wir verhalten uns schon so dass wir auf keinen Fall eine falsche Bewegung machen. Aber das ist ok, sie gibt es ja wieder wenn sie dann gestreichelt werden MUSS, also wir haben dann keine Wahl 🙂 . So nun zu Zora, sie ist mein „Sorgenkind“: Wir merken, dass Sie unsere Nähe sucht, Sie ist nie weit vom Haus weg. Schläft im garten in Haus nähe, auf unseren Klamotten oder auf meinem Kopfkissen. Anfassen geht gar nicht, zu nah kommen auch nicht, mind. 1 meter Abstand muss immer sein, es sei den sie denkt wir sehen sie nicht. Wir lassen Sie auch auch in ruhe, die beiden haben alle Freiheiten die sie möchten, automatische Katzenklappe, eigene Rückzugsmöglichkeiten, sogar ein zimmer, welches wir nicht aktiv nutzen. Aber spätestens wenn wieder Impfungen, Wurmkur etc. anstehen müssen wir die beiden wieder „Angreifen“. Nach deinen Beiträgen und vielen Ratgebern machen wir vieles richtig und ich weis nicht mehr was wir noch machen sollen, es fehlt wohl immer noch an vertrauen. Wir haben auch schon versucht mit einem Targetstab (wir sitzen auf dem Boden), näher kommen zu üben, aber fehlanzeige. Hast du noch eine Idee, oder woran kann das liegen? Ist vielleicht ein Trauma die Ursache. (PS: ein Tierpsychologe ist leider nicht drin, auch wenn wir unser letztes Hemd für Ihre Versorgung geben würden, haben wir dafür nicht die finanziellenmittel)
    Viele Grüße, ich freue mich auf Antworten.
    Jacquelin Senk

    1. Liebe Jacquelin, es ist wirklich rührend, wie sehr Ihr Euch um die beiden Katzen kümmert. Für mich hört es sich so an, als ob die beiden Katzen wild geboren sind, also nicht in der Obhut eines Menschen. Welpen von auf sich selbst gestellten Mutterkatzen haben fürchterliche Angst vor Menschen. In der Regel lässt sich das auch nicht ändern – diese Katzen werden nie richtig zutraulich. In Tierheimen leben sie i.d.R. mit anderen Wildlingen in einem großen Gehege für sich und werden in Ruhe gelassen. Sie sind auch nicht vermittelbar. Weil die Tiere panisch auf Menschen reagieren. Daher ist es eine große Leistung von Euch, dass zumindest eine Katze so viel Vertrauen zu Euch hat. Eine richtige Lösung, fürchte ich, wird es für Euch nicht geben.
      Viele Grüße, Myriam

  10. So allgemein kann man das aber nicht sagen. So legen sich unsere Katzen von selbst auf den Rücken und schlafen so, auch mitten im Raum auf dem Boden oder eine liegt immer bei uns im Bett, durchaus auch direkt dazwischen und auf dem Rücken.

    Auch das mit dem schlafen: eine reagiert tatsächlich panisch wenn man sie im Schlaf anfasst, sie schläft aber auch meist ganz oben am Kratzbaum und ist allgemein schreckhafter. Die andere wiederum, die fast immer bei uns im Bett schläft, hat damit überhaupt kein Problem. Streichelt man sie wärend sie schläft fängt sie höchstens an zu schnurren und dreht sich manchmal auf den Rücken um zu zeigen dass man sie am Bauch streicheln soll (tut man das hält sie die Hand mit allen 4 Pfoten fest damit man ja nicht damit aufhört xD).

    Aber unsere Katzen haben auch kein Problem wenn wir das Futter oder Katzenstreu wechseln. Selbst das austauschen des Katzenklos (von dem wir auch nur eines haben) war absolut kein Problem.

    Jede Katze ist anders, wie wir Menschen.

  11. Ich habe hier nach einem Problem gesucht was sich hier wohl nicht lösen lässt.
    Ich habe einen 6 jährigen Kater bekommen den die Besitzer abgeben mußten weil er ziemliche Macken hat. So schmeißt er sich völlig unvermittelt an die Beine der Leute und kratzt schön einmal runter bis das Blut spritzt.
    Der Kater schnurrt auch nicht und wenn er reinkommt brüllt er das ganze Haus zusammen.
    Es muß sich jedenfalls etwas ändern…es geht nicht das er mitten im Flur liegt und sich kein Mensch dran vorbei traut. Wer kann mir weiter helfen?

    1. Hallo Rainer!
      Herrje, das hört sich nach einer Herausforderung an.
      Wahrscheinlich kommst du um einen Tierpsychologen nicht herum. Aus der Ferne lässt es sich schlecht beurteilen, aber hier sind ein paar Ideen:
      Hast du den Eindruck, dass das Anspringen ein Spiel für die Katze ist? Spielt sie also und hat nur ihre Krallen nicht im Griff oder will sie wehtun? Solch ein Verhalten sieht man oft bei Katzen, die zu früh von der Mutter getrennt wurden bzw. mit der Flasche von Menschen aufgezogen wurden.
      Du schreibst, dass sie das Haus zusammenschreit, wenn sie von draußen reinkommt. Hört sie damit auf, wenn sie gebührend begrüßt wurde?
      Als erstes sollte herausgefunden werden, welche Intention hinter dem Verhalten steckt. Hol dir professionelle Hilfe.

  12. Also meine Katze WILL wie ein Baby getragen werden seit sie klein ist. Jetzt ist sie schon 7 Jahre alt. Wir haben immer versucht sie normal auf den Arm zu nehmen und sie dreht sich um wie ein Baby und möchte auch so rumgetragen werden. Die wirft sich auch ständig auf den Rücken mitten in Raum und schläft tief und fest. Die hat ein totales Urvertrauen in Menschen und das Leben weil ihr noch nie was schlechtes wiederfahren ist.

  13. Sehr interessanter Artikel, der viele Punkte gut trifft.
    Lediglich bei der Aussage, dass Katzen nichts aus Protest machen, würde ich widersprechen. Wo genau die Grenze zwischen Protest und Langeweile verläuft muss natürlich genauer definiert werden, aber ich denke schon, dass Katzen auch aus Trotz agieren.
    Beispielsweise das Harnmarkieren hat häufig Gründe, die in mangelnder Beschäftigung (Langeweile) begründet sind und damit eine Art Protest gegen die „Nicht-Beschäftigung“ darstellen.

    Schöne Grüße
    Bastian

    PS: Unser Leo und auch unser Clio lieben es beide am Bauch gekrault zu werden. Sie werfen sie geradezu vor uns auf den Boden, damit unbedingt wir sofort mit dem Streicheln anfangen können 🙂

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