Domestizierung hat Hunde unselbständiger gemacht

Durch die Jahrtausend währende Beziehung zum Menschen haben Hunde an Grips und Selbständigkeit eingebüßt.

Lieb aber doof: Durch die Domestierzung haben Hunde Grips eingebüßt.
Durch die Domestizierung haben Hunde Grips eingebüßt.

In einem Experiment fanden Forscher der Oregon State University heraus, dass Hunde schnell die Lust verlieren, wenn sie ein Problem lösen sollen. Stattdessen blicken sie hilfesuchend zum Menschen. Die starke Ausrichtung auf uns Menschen hemmt bei Hunden die Fähigkeiten zur Problemlösung, berichten die Forscher im Fachmagazin „Biology Letters“.

Wölfe lösen Probleme besser als Hunde

In einem Experiment testeten die Forscherin Monique Udell und ihre Kollegen, wie gut Wölfe und Hunde eine knifflige Aufgabe lösen. Dafür legten die Forscher eine Wurst in eine durchsichtige Plastikbox. Ihr Deckel ließ sich nur abziehen, wenn die Tiere an einem daran befestigten Seil zerrten.

Acht von zehn Wölfen lösten die Aufgabe problemlos. Im Gegensatz dazu gaben die Hunde schon nach kurzer Zeit auf und blickten hilfesuchend zum Menschen. Die Hunde verbrachten signifikant mehr Zeit damit, zum Menschen hinzusehen, als die Wölfe.

Bilanz: Von den zehn Haushunden schaffte es keiner, die Box zu öffnen.

Warum reagieren Hund so ? Sie sind daran gewöhnt, sich auf Menschen zu verlassen. Vor ein Problem gestellt, suchen sie daher bei ihm Hilfe. Die Fähigkeit, Probleme zu lösen, haben Hunde zumindest zum Teil eingebüßt. Sind Hunde auf sich allein gestellt, kommen sie weniger gut klar als ihre wilden Verwandten.

 

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Fotos: Astrid Götze-Happe, pixelio

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